RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Blaufränkischland-Rallye: Nachbericht [ANDA]STEER-Racing
Harald Illmer

Probieren und Studieren

Wie viele andere Rallye-Teilnehmer auch, nützten Andreas Schart und Christoph Gutschi die Blaufränkischland-Rallye am ersten März-Wochenende dafür, um alte Wettbewerbs-Geschicke aufzufrischen und neue Kenntnisse zu gewinnen. Nach einem eher vorsichtigen Beginn kamen die Kärntner immer besser in Fahrt und konnten ihre Zeiten erfolgreich verbessern. Ein Schaden am Turbolader auf der letzten Prüfung ließ sie jedoch deutlich zurückfallen.

Das Antreten des [ANDA]STEER-RACING-Teams bei der Blaufränkischland-Rallye, mit Andreas Schart und Christoph Gutschi als sportlicher Besetzung, hatte einen starken Testcharakter, war aber aufgrund der sichtbaren Aufwärts-Tendenz auch von einigen Erfolgserlebnissen gekennzeichnet. So stand vor allem die Anfangsphase sehr unter dem Zeichen des Warmfahrens, nicht nur aufgrund der niedrigen Frühtemperaturen. Mit Intermediates-Reifen und einem insgesamt umfangreich umgebauten, infolgedessen auch stark ungewohnten Wagen fühlte man sich auf den ersten gefahrenen Prüfungen noch sehr unsicher, es war erst einmal Lernmodus angesagt.

Ein bestimmender Faktor dabei war die erhöhte Power des Mitsubishis gegenüber früher, es stand nun schon bei niedrigeren Drehzahlen ausreichend Kraft zur Verfügung, um hochzuschalten. Das Data-Logging während des ersten Services und anschließende Coaching durch Wolfgang Schmollngruber, dessen Firma Race Rent Austria die technische Vorbereitung und Betreuung während der Rallye übernommen hatte, brachte entsprechend wertvolle Aufschlüsse. Danach fiel es um Einiges leichter, den Wagen artgerecht zu bewegen. Eine Verbesserung der gefahrenen Zeit auf der Prüfung Deutschkreutz II gegenüber dem ersten Durchlauf von über 17 Sekunden bestätigt den positiven Trend.

Richtig zur Sache ging es dann auf der Prüfung „Windpark“, wo Andreas Schart und Christoph Gutschi beide Male eine drittbeste Zeit in ihrer Klasse notiert bekamen. In der Gesamtwertung reichte es für die Plätze 18 sowie 15. Angesichts der diesmal besonders starken Besetzung unter den Vierradwagen ein durchaus respektabler Wert. Offensichtlich hat die allgemein stark verbesserte Anpassung an die Performance des Wagens ebenso ihre Wirkung gezeigt wie die Umrüstung auf Trockenreifen.

In der Zwischenwertung ergab sich von der ersten bis zur vorletzten Prüfung eine dezente Steigerung um vier Plätze, sodass man die letzte Prüfung an der 23. Stelle in Angriff nahm. Doch anstatt zu einem krönenden Abschluß kam es zu einem kapitalen Turboschaden, was üblicherweise den Vortrieb sehr stark schwächt und mehrere Minuten kostete. Wie auch 19 Plätze in der Gesamtwertung.

Dennoch dürfen sich Andreas Schart und Christoph Gutschi in Optimismus für die Zukunft üben. Immerhin konnten sie ihr Tempo im Verlauf der Rallye stark steigern und sich gut auf die Charakteristik des Wagens einstellen. Aus dem verpatzten Finale wird man sicher die richtigen Konsequenzen ziehen.

Insgesamt sicher ein ermutigender Rennverlauf, zudem ist das Fahrgefühl mit dem Mitsubishi Lancer Evo IX in der Proto-Version nach eigener Einschätzung des Fahrers stark motivierend – wenn man den richtigen Dreh einmal hat. Die Rückkehr zur alten Stärke scheint perfekt gelungen, bei den kommenden Rallyes hat die Konkurrenz sicher einen Herausforderer mehr.

In diesem Sinne sind aufgrund der geografischen Nähe vor allem die WeinbergerHolz Lavanttal-Rallye sowie die Hirter Rallye St. Veit anvisiert, die nach dem derzeitigen Stand der Dinge im Verlauf des zweiten Quartals dieses Jahres stattfinden sollen. Grundsätzlich wird natürlich jede Rallye mit Freude angenommen, die angesichts der bekannten Umstände in der nächsten Zeit im Inland stattfinden wird können. So wie man auch bei der Blaufränkischland-Rallye gerne zu Gast war.

News aus anderen Motorline-Channels:

Blaufränkischland-Rallye: Nachbericht [ANDA]STEER-Racing

Weitere Artikel:

ET König Judenburg Rallye: Bericht AARC

Steinbock/Bachmayer übernehmen AART-Führung

Steinbock/Bachmayer übernehmen die Führung in der AART Zwischenwertung und Max & Ben Maier sind nach der „ET-König Rallye powered by Peter Hopf“ die neuen Leader in der AARC!

Die 40. Auflage der Jännerrallye findet erst vom Donnerstag, 6. 1. 2028, bis Samstag, 8. 1. 2028, in Freistadt statt. Die Gründe dafür sind terminliche, organisatorische und menschliche

ET König Rallye: Bericht TEC7 HRM & ORC

Wagner siegt - Karlhofer mit Sensations-Comeback

Karl Wagner und Gerda Zauner gewinnen eine turbulent-großartige ET König Judenburg-Rallye - für Aufsehen sorgte Lancia-Spezialist Martin Karlhofer, der erstmals seit 2004 wieder bei einer Rallye an den Start ging und prompt mit einigen Bestzeiten aufhorchen ließ. Bei den Österreichischen Rallye Classics gewannen Alex Strobl und Cathy Schmidt.

ERC, Rally di Roma: Bericht Neulinger

Platz sechs bei der Hitzeschlacht in Rom!

Marcel Neulinger / Jürgen Heigl holten im BWT Lancia Ypsilon Rally4 HF bei der ERC Rally di Roma Capitale 2026 Platz sechs in der Junior-Rallye-Europameisterschaft gegen harte internationale Konkurrenz!

ERC, Rallye Rom: Vorschau BRR

Neulinger startet ins nächste ERC-Abenteuer

Marcel Neulinger stellt sich bei der Rally di Roma Capitale 2026 seinem nächsten Abenteuer in der Junior-EM. Der zweite Lauf der JERC führt den jungen Oberösterreicher nach Italien – auch Maximilian Lichtenegger sucht wieder die internationale Konkurrenz.

Im Gespräch mit Georg Höfer & Martin Dohr

Seltener Einblick in die ORM-Rallyeleitung

Was macht ein Rallyeleiter? Welche Aufgaben hat er/sie zu bewerkstelligen? Welches Grundwissen ist nötig? Und: Warum der Einsatz von GPS das Leben der Rallyeleitung entschieden verbessert hat…