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Kommentar: Eintesten in Verordnungen
Foto: Harald Illmer

Differenzierte Verordnungen sollten möglich sein...

Die Rallyeszene hofft auf ein ORM-Comeback Mitte Mai. Österreich testet wie kaum ein anderes Land - daher sollte das Eintesten auch in Verordnungen fließen...

Kommentar von Noir Trawniczek

Das Tourismusangebot der Region Blaufränkischland ist an sich ein gutes - allerdings ist der Winter nicht gerade die stärkste Jahreszeit, auch schon vor der Pandemie. Georg Gschwandner fand also eine Region mit funktionierender Touristik-Infrastruktur. Die Rallye gibt der Region einen Schub, sie bringt zudem auch neue potentielle Sommerurlauber. Deshalb konnte Gschwandner mit einer ungewöhnlich hohen Befürwortung in der Region rechnen.

Oder auch mit freiwilligen Helfern wie etwa aus einem lokalen Fußballverein. Win/Win, „gemähte Wiese“, „Lotto-Zwölfer“ - die Rallye auch ohne Publikum durchführbar. Doch: Ein Einzelfall. Im Grunde ist jede Rallye ein solcher. Viele jedoch funktionieren nur mit Publikum. So auch die beiden nächsten geplanten Rallyes in Österreich, Lavanttal-Rallye (ORM, 15. Mai) und Rallye St. Veit (ORM & ARC, 29.Mai). Lesen Sie dazu Rallyemonat Mai?

„Wir sind unter jenen Ländern, die am meisten testen in Europa“, sagt Bundeskanzler Sebastian Kurz nicht ohne Stolz. Zu Recht! Nur: Es wäre nun auch an der Zeit, das schnelle Eintesten auch in jene Covid19-Verordnungen einfließen zu lassen, welche für Kultur- und Sportveranstaltungen gelten. Auch für die seit November geschlossene Gastronomie wäre es höchste Zeit, kreative Covid19-Konzepte zuzulassen, schnelles Eintesten wäre dabei ein wesentliches Element.

In einem Telefonat mit einem Sprecher des Sportministeriums erfuhr motorline.cc, dass Mitte April entschieden wird, ob künftig Veranstaltungen wieder mit Publikum möglich sein werden. Wenn das der Fall sein sollte, könnten wieder die bereits bekannten Verordnungen mit den zugewiesenen Sitzplätzen geltend werden. Ob das schnelle Eintesten hier einfließen wird, konnten wir nicht in Erfahrung bringen. Das Sportministerium zeigt prinzipiell Wohlwollen, zugleich fürchtet das Gesundheitsministerium exponentielle Infektions-„Explosionen“...

Derzeit steigen die Infektionszahlen - wobei man dabei schon auch bedenken sollte, dass viel mehr getestet wird als je zuvor. Es obliegt natürlich den Verantwortlichen, diese Zahlen zu interpretieren und wenn nun also wieder ein Lockdown nötig werden sollte, braucht man auch nicht über Publikum oder Eintesten nachdenken, in einem Lockdown wird es auch keine Rallyes geben.

Andererseits sollte, bei Nichtbedrohung des Gesundheitssystems, wie das von Dezember bis jetzt der Falll war, gerade das schnelle Eintesten in Verordnungen für Veranstaltungen einfließen - und man könnte sich mittlerweile auch erwarten, dass bei diesen Verordnungen deutliche Unterschiede gemacht werden zwischen geschlossenem kleinem Raum und Freiluft. Differenziertere, das moderne schnelle Eintesten berücksichtigende Covid19-Verordnungen sollten nach einem ganzen Jahr Pandemie einfach möglich sein. Auch für jene Veranstaltungen abseits der Salzburger Festspiele.

Ein Kommentar spiegelt die persönliche Meinung des Autors wieder

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