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IG Rallye neu aufgestellt
Foto: Harald Illmer

Georg Höfer als IG Rallye-Präsident: „Müssen zusammenhalten!“

Als neuer Präsident der Interessensgemeinschaft der Rallye-Veranstalter möchte Georg Höfer vor allem an einem Strang ziehen, so wurde die IG für die ARC geöffnet...

Noir Trawniczek

Im Jahr 2001 wurde die Interessensgemeinschaft der österreichischen Rallye Veranstalter, namens IG Rallye (Motto: „Wir bewegen was“), gegründet. Georg Höfer, seines Zeichens Geschäftsführer der Jännerrallye Freistadt gGmbH, in den letzten zehn Jahren bei sagenhaften 234 Rallyes in ganz Europa als Filmer unterwegs gewesen, setzt in seinem erst 27. Lebensjahr den nächsten großen Schritt und folgt Gerhard Leeb als Präsident der IG Rallye. Leeb, auf Veranstalterebene eine „lebende Legende“, werde der Szene als Berater und „Telefonjoker“ erhalten bleiben, würdigte Höfer den Kärntner in einer Mail an die Medienvertreter.

Kein Promotor

Im Gespräch mit motorline.cc erzählt Georg Höfer, dass die Gründung der IG Rallye einem heutzutage fast schon kurios anmutenden, freilich jederzeit wieder gern gesehenen Zweck zugrundelag: „Es ging darum, die Gelder des damaligen Serienhauptsponsors (ein Mobilnetzbetreiber, d. Red.) gerecht auf alle Veranstalter der Österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft aufzuteilen.“

Diese Aufgabe blieb leider nicht allzu lange im Pflichtenheft der IG Rallye - wohl aber ein weiterer Bereich: „Es geht darum, gewisse Dinge, die jeder Rallye-Veranstalter braucht, gemeinsam zu stellen - wie etwa Start/Ziel-Tafeln oder das Notfall-Telefon.“ Das Grundinteresse der IG Rallye sei stets das Gleiche geblieben: „Wir wollen den Rallyesport nicht nur weiterhin haben, sondern ihn auch stärken. Wir wollen mehr Teilnehmer, mehr Zuschauer und eine größere Medienaufmerksamkeit.“ Im Gegensatz zu einem Promotor, der den Veranstaltern einer Serie quasi sein Konzept „überstülpen“ kann, obliegt die IG Rallye von Grund auf einer gewissen Freiwilligkeit.

Zeitweise gelang es der IG zum Beispiel, mit dem ORF ein einheitliches Paket für ORM-Rallyes zu schnüren - doch nicht jeder Veranstalter will und kann sich heutzutage ein solches Paket leisten, mittlerweile hat sich zudem vieles gewandelt. Höfer selbst weiß nur zu gut, dass auch viele erstklassige Videos im Internet zu finden sind, deren Quoten sich nicht zu verstecken brauchen, dazu kommen Live-Streams wie bei der Jännerrallye 2020, die in der ORM neue Maßstäbe setzen konnten...

Öffnung & Covid-Kooperationen

Die IG Rallye ist jedoch nicht mehr nur die Interessensgemeinschaft der ORM-Veranstalter, Georg Höfer hat die IG für alle Rallye-Veranstalter geöffnet, so auch für jene der Austrian Rallye Challenge (ARC). Unterstrichen wird das mit ARC-Mann Harald Zehetbauer, der als neuer Stellvertreter des Präsidenten fungiert. Erst unlängst ließ die ARC aufhorchen, als es Georg Gschwandner und seinen Freunden vom MCL68 mit der Blaufränkischland-Rallye gelang, nach einem Jahr Zwangsrallyepause aufgrund der Coronavirus-Pandemie just in einer Phase der steigenden Infektionszahlen Österreichs erste Rallye unter Covid19-Vorgaben abzuhalten.

Der Austausch von Covid19-Konzepten sei nun ein weiteres Anliegen der IG, erklärt Höfer: „In so einer Phase muss man zusammenhalten, denn nur gemeinsam können wir dem Rallyesport wieder zu alter Größe verhelfen.“ Ein Verbot von Publikum sei jedoch keinesfalls jeder Rallye zuzumuten, versichert Georg Höfer: „Es gibt Rallyes, die für den Veranstalter ohne Zuschauer nicht zu stemmen sind.“

Zwei dieser Rallyes wären die nächsten auf dem Terminkalender: Lavanttal-Rallye (15.Mai) und Rallye Sankt Veit (ORM & ARC, 29. Mai). Auch Georg Höfer hat, wie wir alle, mittlerweile gelernt, dass in einer Pandemie so gut wie nichts in Stein gemeißelt ist - die Hoffnung stirbt jedoch immer noch am Schluss: „Das stimmt. Und ich denke, dass uns auf alle Fälle jene Hoffnung erhalten bleiben wird, dass wir nicht wie im Vorjahr die gesamte Staatsmeisterschaft absagen müssen.“

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