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Rallye Weiz: Oh Schreck – ein Leck!
Franz Rainer

Rallyeteam [ANDA]STEER-RACING über ihr Ende mit Schrecken

„Oh Schreck – ein Leck!“ hieß es für Andreas Schart und Christoph Gutschi kurz vor dem offiziellen Ende der Rallye Weiz. Nicht nur ein auffälliges Loch im Getriebekasten zwei Prüfungen vor Schluß sorgte für einige Aha-Momente. Allerdings brachte die Veranstaltung neben der willkommenen Gelegenheit, sich wieder einmal einem vielbeachteten Wettbewerb vor begeistertem Publikum zu stellen, auch einige hilfreiche Erfahrungswerte.

Wie viele andere Teilnehmer auch, hat auch das Team von [ANDA]STEER-RACING mit Andreas Schart und Christoph Gutschi die Rallye Weiz mit großer Begeisterung in Angriff genommen. Wenngleich im Verlauf des Wettbewerbes einige Tücken zum Vorschein kommen sollten, die für eine erhöhte Anspannung gesorgt hatten. Solange es ging, wurde mit größter Anstrengung gekämpft, um die vorhandenen Chancen bestmöglich zu nützen und allfällige Stolpersteine nach bestem Gewissen zu überwinden.

Gleich zu Beginn der Rallye gab es einige schwerere Ausritte von diversen Mitbewerbern, sodass Schart und Gutschi schon etwas vorgewarnt waren. Die Tatsache, dass es schon über längere Zeit für die Meisten kaum Rallye-Einsätze gab und man sich entsprechend erst wieder ins Wettbewerbsgeschehen einleben musste, mag da durchaus eine Rolle gespielt haben. Und wie öfters in der Vergangenheit haben abrupt wechselnde Grip-Verhältnisse auf der Fahrbahn wie auch sich ändernde Witterungsbedingungen an die Fahrerteams erhöhte Anforderungen gestellt.

In Verbindung mit einer neuen Reifenmischung, die noch nicht exakt eingeschätzt werden konnte, hatten Andreas Schart und Christoph Gutschi am Beginn der Prüfung Koglhof II einen Dreher in einer Rechts-Eins, der in etwa zehn Sekunden gekostet hatte. Auf der darauffolgenden fünften Prüfung (Strallegg II) kam es relativ früh zu Beginn zu einem frontalen Zusammenstoß mit einem Zaunsockel. Auch hier gingen an die zehn Sekunden verloren. Allmählich wurde klar, dass die neue Reifenmischung etwas länger brauchte, um Temperatur und somit Bodenhaftung aufzubauen – auch ein Teil des Lernprozesses.

Im späteren Verlauf der Rallye versagte auch die ACD-Differenzialsteuerung ihren Dienst, wodurch das Auto eine sehr unruhige, instabile Straßenlage bekam und entsprechend schwierig zu fahren war. Die Hoffnungen, sich noch aus dem Mittelfeld nach vorne zu arbeiten, schwanden damit dramatisch.

Endgültig besiegelt wurde das Schicksal von [ANDA]STEER-RACING bei der diesjährigen Rallye Weiz, als vor der 13. und vorletzten Prüfung der Rallye ein Loch im Getriebegehäuse zur unverzüglichen Aufgabe zwang. Davor hatte schon ein fehlender fünfter Gang angedeutet, dass am Getriebe ein mehr oder weniger größerer Schaden vorliegen würde. Ein massiver Ölgeruch auf der Zwischenetappe mit darauffolgender Prüfung der Sachlage sorgte für die endgültige Gewissheit, dass ein sofortiger Stopp unausweichlich sein würde.

Trotz aller Stress-Situationen und der letztendlichen Aufgabe hat der Start von Andreas Schart und Christoph Gutschi bei der Rallye Weiz 2021 nach eigenen Angaben absolut Sinn gemacht, immerhin sind sie dadurch um einige wertvolle Erfahrungen reicher geworden. Es herrschte durchwegs eine optimistische Stimmung, die durch das begeisterte Publikum noch zusätzlich gefestigt wurde. Vor allem die Atmosphäre am Rundkurs Anger hatte zu manch einer verstärkten Quertreiberei motiviert, die nach dem Umbau des Wagens noch leichter von der Hand geht.

Der nächste Start von Andreas Schart und Christoph Gutschi steht noch nicht fest, aber da nach der Rallye bekanntlich so gut wie immer auch vor der Rallye ist, wird der nächste Einsatz so gut wie sicher kommen ...

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