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Top-Ergebnis trotz einiger Probleme
Rallylife Luciano Stevanato Photography

Team Kramer bei der Rally Due Valli

Wie schon bei der letzten Rallye in Italien blickt das Rallyeteam Kramer auf ein lehrreiches Wochenende beim italienischen Staatsmeisterschaftslauf der Rally Due Valli 2021 zurück.

Gefahren wurde wieder mit dem von Lema Racing angemieteten Renault Clio Rally5 mit der dänischen Co-Pilotin Jeannette Kvick. Bei der Rally mit insgesamt 88 Startern gingen sieben Clios an den Start, um sich auf den Sonderprüfungen rund um Verona zu messen.

Bei der offiziellen Besichtigung stellte sich heraus, dass diesmal die Prüfungen eher mit denen in Österreich oder Kroatien vergleichbar sind, da keine künstlichen Streckenbegrenzungen gesetzt waren. Das ermöglicht ein "cutten" und damit werden die Straßen schmutzig und voll mit Splitt - was dem kärntner Fahrer und der dänischen Copilotin entgegenkommen sollte.

Bei der letzten Rallye wurde festgestellt, dass der Clio von LEMA-Racing anscheinend eine andere Übersetzung verbaut hat als die italienischen Autos. LEMA-Racing hat allerdings schnell festgestellt, dass die von Renault-Sport vorgeschlagenen Teile nicht für dieses Auto homologiert sind und daher nicht eingebaut werden dürfen. Über dieses "Mißverständnis" erfolgt allerdings ein gesonderter Bericht. Wie auch immer, man fuhr mit demselben Material wie bei der 1000 Miglia.

Beim Shakedown, der erneut nur Bergaufkehren und längere Geraden aufwies, wurde nach 4-maligem Bestreiten (alle Zeiten innerhalb einer Sekunde) wieder ein Rückstand von 2 Sekunden auf einen Kilometer auf den Führenden festgestellt. Damit war klar, dass es wiederum schwierig werden würde, ein Top-Ergebnis einzufahren. Die Sonderprüfungen selbst waren jedoch zum Großteil abwärts und – wie bereits oben bemerkt – von der Charakteristik her eher "österreichisch".

Nach dem ersten Tag, an dem nur eine sehr kurze Prüfung zu fahren war, fand man sich auf Platz 39 Gesamt und Platz 6 bei den Clios – mit nur einer Sekunde Abstand auf Platz 3 – wieder.
Nach einem problemlosen Vormittag konnte sich das Team am Samstag nach 4 Prüfungen auf Platz 29 Gesamt und Platz 3 in der Clio-Trophy verbessern. Das Ziel für den Nachmittag hieß daher dieses Ergebnis abzusichern da die ersten beiden Auto schon zu weit vorne waren um sie noch einzuholen.

Auf der ersten Nachmittagsprüfung setzte dann die Servolenkung aus, was einige Sekunden und einigen Schweiß des Fahrers kostete. Der Einbruch der Dunkelheit auf der nächsten Prüfung
sorgte dann für einige Sorgenfalten beim Team, hatte man doch keine Zusatzscheinwerfer montiert und auch im Auto war leider keine Leselampe vorhanden. Jeannette schaffte es jedoch während der Fahrt ihr Handy aus der Hosentasche zu fischen, den 8-stelligen Code einzugeben und die "Taschenlampen-App" zu starten.

So schaffte man es dann auch die bereits völlig im Dunkeln gestartete letzte Sonderprüfung des Tages unter Inkaufnahme eines erheblichen Risikos schnell genug zu absolvieren und erreichte
den vielumjubelten 3. Platz in der Clio-Trophy und auch in der Klasse R1.

Auch mit dem 28. Platz Gesamt war man hochzufrieden. Ein "kleiner" Wermutstropfen war dann allerdings die Siegerehrung bei der sich herausstellte daß gerade in der Clio-Trophy nur die Sieger mit Pokalen belohnt werden sollte.

Für 2022 ist jetzt der Aufstieg in die nächste Klasse geplant, was genau muß erst teamintern besprochen werden. Der eigentlich geplante Start in der italienischen Clio-Trophy wurde jedenfalls ob der Erkenntnisse in Verona ad acta gelegt.

Das Team bedankt sich bei allen Sponsoren und beim LEMA-Racing-Team für die erfolgreiche Rallyesaison und freut sich schon auf 2022.

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