RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Beim WRC-Safari-Comeback wird Cleverster, nicht Schnellster gewinnen Giraffen an der Strecke sind bei der Safari-Rallye in Kenia keine Seltenheit
Mitsubishi Motors

WRC-Stars: Beim Safari-Comeback wird Cleverster, nicht Schnellster gewinnen

Sebastien Ogier geht davon aus, die Safari-Rallye in Kenia "mehr mit dem Kopf als dem rechten Fuß" fahren zu müssen - Thierry Neuville sieht es genauso

Am Wochenende ist es soweit: Erstmals seit 2002 ist die Safari-Rallye in Kenia wieder Station im Rennkalender der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC). Wenngleich die Rallye diesmal "nur" über 320 WP-Kilometer geht und damit der Marathoncharakter früherer Jahre wegfällt, ist den aktuellen Stars der WRC-Szene bewusst, dass eine ganz besondere Herausforderung auf sie wartet.

Toyota-Pilot Sebastien Ogier, der die aktuelle WRC-Gesamtwertung mit elf Punkten Vorsprung auf Teamkollege Elfyn Evans anführt, stellt sich darauf ein, dass am Sonntag nach der Powerstage "Hell's Gate" nicht der schnellste, sondern der cleverste Fahrer der Sieger der Safari-Rallye 2021 sein wird.

"Wir wissen, dass es eine extreme Rallye ist. Mehr denn je wird es darauf ankommen, dass man in gewissen Sektionen mit Köpfchen fährt anstatt mit dem rechten Fuß", sagt Ogier und lässt damit anklingen, dass Vollgas in Kenia nicht zwangsläufig das Rezept zum Erfolg sein wird.

"Man wird hier und da Vorsicht walten lassen müssen, aber das ist einfacher gesagt als getan", so Ogier, der davon ausgeht, dass es "eine der größten Herausforderungen an diesem Wochenende sein wird, den richtigen Rhythmus zu finden". Warum? "Es gibt Tiere, es gibt Abschnitte mit weichem Sand und es gibt Abschnitte mit groben Steinen, die herumliegen. Wir haben es also mit einer ganzen Menge Gefahrenmomenten zu tun."

Hyundai-Pilot Thierry Neuville, aktuell Dritter der WRC-Gesamtwertung, sieht es genauso. "Wir sprechen wir definitiv nicht von einer Rallye, bei der man die ganze Zeit Vollgas fahren kann. Ich glaube, wir brauchen eine clevere Strategie, indem wir attackieren, wenn es Zeit dafür ist, aber auch Tempo herausnehmen, wenn es Zeit dafür ist. Wir werden einfach versuchen, nicht zu viel Zeit auf diejenigen zu verlieren, die vielleicht nicht verlangsamen."

Ogier merkt dazu abschließend an: "Sollte an diesem Wochenende der Schnellste gewinnen, dann muss er eine Menge Glück auf seiner Seite gehabt haben. Denn unter diesen Voraussetzungen Attacke zu machen ist eine große Herausforderung."

Als die Rallye-WM im Jahr 2002 zum bislang letzten Mal in Kenia gastierte, war es Colin McRae, der die Rallye am Steuer eines Ford Focus RS WRC gewann. Für den populären Schotten, der 1995 Weltmeister wurde, war es der letzte seiner 25 WRC-Siege. Gut fünf Jahre später, am 15. September 2007, kam McRae bei einem Hubschrauberunglück ganz in der Nähe seines Wohnsitzes ums Leben.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

TEC7 ORM3, Lavanttal Rallye: Bericht

Marcel Neulinger erneut das Maß der Dinge

Mit Marcels älterem Bruder Nico (Rang drei) standen gleich zwei Neulingers am Siegerpodest in Wolfsberg. Lukas Dirnberger hält sich mit Rang zwei im Titelrennen.

TEC7 HRM, Lavanttal Rallye: Bericht

Nach Gaubinger-Ausfall folgte der Wagner-Durchmarsch

Kurioser, wechselhafter Freitagnachmittag im Lavanttal. Wie im Rebenland übernahm zunächst Patrik Gaubinger die Führung, nach dessen Ausfall zündete Karl Wagner ein Bestzeitenfeuerwerk. Bei den ORC war Federico Laurencich der einzige im Ziel.

EHRC Historic Rally Fafe: Bericht Schindelegger

Sensationeller EHRC-Start in Fafe

Das Rallyeteam Schindelegger hat in Fafe bei der historischen Schotter- Europameisterschaft mit Gesamtplatz 6 einen Traum-Saisonstart hingelegt.

Takamoto Katsuta: Hintergrund

Wie der Japaner zum WM-Anwärter wurde

Takamoto Katsuta führt die WRC-Weltmeisterschaft an - Als erster japanischer Fahrer überhaupt - Was sich im Hintergrund zum Positiven verändert hat

CZ, Rally Sumava Klatovy: Vorschau Wagner

Wagner in CZ: Angriff auf den Titel!

Simon Wagner und Hanna Ostlender greifen auch 2026 wieder in der Tschechischen Rallye-Meisterschaft an – und das mit einem klaren Ziel: Nach dem Vizemeistertitel im Vorjahr soll nun der volle Angriff auf den Titel erfolgen.

WRC Kroatien 2026: Katsuta erbt Sieg

Neuville wirft Sieg weg - Keferböck gewinnt Masters Cup

In der Powerstage wirft Neuville den fast schon sicheren Sieg weg - Katsuta feiert zweiten WRC-Sieg hintereinander. Keferböck/Minor holen sich mit dem WRC Masters Cup Sieg die Tabellenführung zurück.