RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Frust bei WRC-Teams über Hybrid-Einheiten Die WRC-Teams haben die Arbeit mit dem Hybrid-System aufgenommen (Symbolbild)
Toyota Gazoo Racing

Verzögerung und fehlende Teile: Frust bei WRC-Teams über Hybrid-Einheiten

Die drei WRC-Hersteller haben die erste Hybrid-Testeinheit erhalten, doch einem Medienbericht zu Folge sorgen fehlende Bauteile bei den Teams für Verärgerung

Nach wochenlanger Verzögerung haben die drei in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) aktiven Hersteller jeweils die erste Testeinheit des Hybrid-Antriebs für die Saison 2022 erhalten. Doch bei den ausgelieferten Systemen gibt es offenbar noch Kinderkrankheiten.

"Wenn entscheidende Teile fehlen und das System nicht wie geplant funktioniert, ist das frustrierend. Und frustrierend ist dabei noch nett ausgedrückt", wird ein namentlich nicht genannter Teamvertreter von 'DritFish' zitiert.

So sei unter anderem die Ladeeinheit für den Plug-in-Hybrid nicht mitgeliefert worden. Auch die Software des von den Unternehmen Compact Dynamics und Kreisel entwickelten Systems sei noch nicht vollständig. Beklagt wurden seitens der Teams auch Lieferverzögerungen, die Compact-Dynamics-CEO Oliver Blamberger gegenüber 'DirtFish' auch einräumt.

"Ursprünglich wollten wir jedem Team Ende Januar, also in Kalenderwoche 5, den Hybrid liefern", wird Blamberger zitiert. "Aufgrund von Problemen bei unseren Zulieferern in China in Folge der Coronavirus-Pandemie und den Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Österreich gab es eine Verzögerung."

"Am vergangenen Freitag haben wir jedem Team das erste Test-System geliefert", so Blamberger weiter. Unter den Bedingungen der COVID-19-Pandemie innerhalb von zehn Monaten ein solches System zu entwicklen und an die Teams auszuliefern stellt aus Sicht des Firmenchefs "einen großen Erfolg" dar.

Das Fehlern der externen Ladeeinheit bestätigt Blamberger ebenfalls. Diese soll innerhalb der nächsten beiden Wochen ausgeliefert werden. Zwingend notwendig sei diese zum Betrieb der Testeinheit aber nicht. "Man kann sie auch durch Kopplung des Generators mit dem Verbrennungsmotor aufladen."

Davon abgesehen seien die Systeme aus Sicht von Compact Dynamics betriebsbereit. "Jedes System hat unsere Qualitätsprüfung zu 100 Prozent bestanden. Hinsichtlich der Leistung und der Sicherheit entsprechend sie den Anforderungen", so Blamberger weiter.

Motorsport-Total.com

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Peter Klein Kolumne

Dobersberg und die First Lady

Mit einem Blick voraus auf die kommende Herbstrallye erinnert sich motorline.cc-Kolumnist Peter Klein an Dobersberg, an die Semperit-Rallye und einiges mehr…

3 Städte Rallye: Bericht

Neubauer deklassiert DRM-Spitze

Beim Comeback der 3 Städte Rallye triumphierte Hermann Neubauer über die versammelte DRM-Spitze. BRR-Pilot Albert von Thurn und Taxis fuhr sensationell.

WRC, Sardinien: Vorschau Raith

Ein Herzenswunsch wird Wirklichkeit

Der Steirer Kevin Raith steht am kommenden Wochenende in Sardinien zum zweiten Mal in seiner Karriere am Start einer WM-Rallye / Im Cockpit seines Ford Fiesta Rally2 sitzt Claudia Maier als Copilotin

Ford kehrt 2028 als Werksteam in die Rallye-Weltmeisterschaft zurück: Gemeinsam mit M-Sport plant der Konzern zudem ein neues WRC-Auto für 2029

WRC, Sardinien: Bericht Raith Tag 3

Tolle Leistung auf brutalem Terrain

Kevin Raith und Copilotin Claudia Maier liegen nach dem dritten Tag der WM-Rallye in Sardinien auf einem fantastischen Top-ten-Platz in der WRC2-Wertung / Morgen letzter Tag der WM-Saison 2026