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Ogier stellt klar: keine Jagd auf Sebastien Loeb Sebastien Ogier will im nächsten Jahr mehr Zeit mit seiner Familie verbringen
Motorsport Images

Ogier stellt klar: Ergebnisse ändern nichts an seiner Entscheidung für 2022

Selbst wenn Sebastien Ogier in diesem Jahr zum achten Mal Rallye-Weltmeister wird, will er nicht Sebastien Loebs Rekord jagen - 2022 keine komplette Saison mehr

Sebastien Ogier hat die besten Chancen, seine WRC-Karriere mit einem achten Weltmeistertitel zu beenden. Der Toyota-Pilot hat vier der ersten sechs Rallyes 2021 gewonnen. Der Vorsprung auf seinen Teamkollegen Elfyn Evans beträgt bereits 34 WM-Punkte.

Mit Saisonende will Ogier seine Vollzeit-Karriere in der Rallye-WM beenden. Für 2022 ist ein Teilzeitprogramm geplant. Welche und wie viele Läufe der dann 38-Jährige bestreiten wird, steht noch nicht fest, weil es noch keinen Kalender für das nächste Jahr gibt.

Sollte es mit dem achten WM-Titel klappen, dann würde nur noch einer auf Rekordchampion Sebastien Loeb fehlen. Deswegen tauchten Spekulationen auf, dass Ogier doch weitermachen und versuchen könnte, Loebs Rekord zu egalisieren oder sogar zu übertreffen.

Sportliches Ergebnis ändert seine Meinung nicht

"Es war ein sehr guter Saisonstart", sagt Ogier. "Vier von sechs Rallyes zu gewinnen ist eine Leistung, denn der Wettbewerb ist momentan sehr hoch. Das ist gut und ich genieße es, aber ich sage es wieder, dass ich in meinem Leben andere Prioritäten und einen anderen Plan für die Zukunft habe."

"Kein sportliches Ergebnis wird meine Meinung ändern. Ich werde mein Bestes geben, um diesen achten WM-Titel zu gewinnen. Es war eine gute erste Saisonhälfte, aber es werden noch so viele WM-Punkte vergeben. Wir müssen weitermachen und dieses Momentum fortsetzen."

Somit schließt Ogier aus, dass er die komplette Saison 2022 fahren wird. Das wird den Beginn der neuen Hybrid-Ära darstellen. Toyota-Teamchef Jari-Matti Latvala hat bereits festgehalten, dass er einen Fahrer sucht, der sich mit Ogier abwechseln wird.

"Ich halte mir die Türe offen, einige Rallyes zu fahren. Vielleicht wird es nur eine, vielleicht werden es ein paar. Es würde für die Planung natürlich helfen, einen Kalender zu haben. Zu 100 Prozent sicher ist, dass ich im nächsten Jahr mehr Freiheiten möchte als jetzt."

"Warten wir ab, was in meinen Kalender passt, damit ich etwas Adrenalin spüre und mir nicht langweilig wird. Jeder braucht etwas Adrenalin. Wenn man ein Leben wie ich hatte, kann man nicht aufhören und plötzlich nichts tun. Das wäre schwierig."

"Ich muss für das nächste Jahr die richtige Balance finden, damit ich in allen Bereichen glücklich bin." Offen ist, was Ogier parallel zu seinen Rallye-Einsätzen machen möchte. Rundstreckenrennen würden ihn reizen. Darunter auch die 24 Stunden von Le Mans.

Toyota ist mit einem Hypercar-Projekt in der Langstrecken-WM. Konkrete Gespräche gab es mit Ogier für das nächste Jahr aber noch keine. Sollte sich eine Zusammenarbeit ergeben, dann hätte dieses Projekt Vorrang vor den Rallye-Einsätzen.

Motorsport-Total.com

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