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Volle Rallye-Simulation von Hyundai: WRC-Teams bereit für die Rally1-Ära? Hyundai hat mit dem Prototypen eine volle Rallye simuliert
Hyundai Motorsport

Volle Rallye-Simulation von Hyundai: WRC-Teams bereit für die Rally1-Ära?

Hyundai hat mit seinem Rally1-Prototypen eine volle Rallye-Simulation abgespult - Die FIA ist mit dem Ergebnis zufrieden

Laut dem Automobil-Weltverband (FIA) sind alle Hersteller bereit für die neue Rally1-Ära in der Rallye-WM (WRC) mit Hybridautos. Hyundai hat erst kürzlich vor den Augen der FIA-Verantwortlichen eine komplette Rallye-Simulation abgespult und wichtige Daten für die neue Fahrzeuggeneration gesammelt. Dabei kamen aber auch kleinere Probleme zu Tage.

Rallye-Direktor Yves Matton und Technikchef Jerome Touquet gehörten zu dem kleinem FIA-Team, dass den dreitägigen Test von Hyundai begleitet hat. Die Koreaner haben Ende Oktober in Norditalien eine volle Rallye simuliert und die Grenzen des neuen Rally1-Hybridautos ausgetestet.

Toyota, Hyundai und M-Sport mit Ford haben bereits Tests mit den Boliden für die WRC-Saison 2022 durchgeführt, um sich auf die Rennen in der neuen Ära vorzubereiten. Hyundai war jedoch der erste Hersteller, der eine komplette Rallye simuliert hat. Dazu gehörten Wertungsprüfungen, Sektionen auf der Straße, Zonen, in denen nur der Elektroantrieb erlaubt ist, und der Service-Park.

Leistung und Haltbarkeit im Fokus

Insgesamt wurden 1.485 Kilometer in Hyundais neuem Rally1-Auto zurückgelegt. Der i20 soll noch weiter getestet und modifiziert werden, ehe die neue Saison am 20. bis 23. Januar in Monte Carlo startet. Beim Test identifizierte das Team zwar einige Kinderkrankheiten mit der neuen Technologie, da das Auto aber ins Ziel kam, ist Matton davon überzeugt, dass die Marken für die Saison 2022 bereit sind.

Laut Matton muss aber noch an der Leistung und der Haltbarkeit der neuen Rally1-Autos gefeilt werden, ehe das erste Event der kommenden Saison auf dem Programm steht. Gegenüber 'Motorsport-Total.com' sagt er: "Es scheint, als liefe es bei allen Herstellern rund. Es ist aber immer schwierig zu sagen, wo sie stehen, wenn man nicht tief und intern in die Arbeit integriert ist."

Matton freut sich, dass Hyundai die drei Tage ohne ein großes Problem überstanden und eine komplette Rallye-Distanz zurückgelegt hat. "Monte Carlo wird der erste Schritt sein und dann werden wir die Autos stetig verbessern", so der FIA-Rallye-Boss. "Wir wollen die Leistung und die Haltbarkeit der Autos verbessern und haben keine Zweifel, dass die Fahrzeuge uns in Monte Carlo eine interessante Rallye liefern werden."

Kinderkrankheiten identifiziert

Auf den Wertungsprüfungen erwartet Matton keine große Veränderung zur aktuellen Fahrzeuggeneration, jedoch sei es in Zukunft möglich, ohne Lärm durch die Straßen der Austragungsorte zu fahren. Außerdem erhalten die Marken die Möglichkeit, Hybridautos, die es im Verkaufsraum der Hersteller gibt, zu präsentieren.

Der Test hat aber auch einige Problemzonen der Rally1-Autos zu Tage gebracht: Es gibt ein Problem, das Fahrzeug aus dem vollelektrischen Modus wieder in den Verbrennermodus zu schalten. Thierry Neuville hat die FIA auf diese Problematik aufmerksam gemacht. Der Belgier ist ein Kritiker der neuen Autos, gibt aber zu, dass die sie womöglich sicherer sein werden als die aktuellen WRC-Fahrzeuge.

Während die Entwicklung der Autos auf einem guten Weg zu sein scheint, fühlt sich Neuville noch nicht bereit, um in Monte Carlo auf Punktejagd zu gehen. Er brauche noch weitere Testkilometer, um sich an die neuen Fahrzeuge zu gewöhnen. Er sagt: "Ich glaube, wir stecken jetzt gerade bei Halbzeit."

Sicherheit vs. Komfort

Ein weiterer Diskussionspunkt ist die Sitzposition der Co-Piloten. Im neuen Auto sitzen die Co-Piloten deutlich höher, was zu ihrer Sicherheit beitragen soll. Studien haben gezeigt, dass diese höhere Sitzposition deutlich sicherer für einen Rennfahrer ist als die aktuelle Lösung - jedoch nur auf Kosten des Komforts.

Zwischen der FIA und den Co-Piloten hat es daher bei der Rallye Spanien Gespräche gegeben, um eine gute Lösung zu entwickeln. Matton sagt: "Wir wollen mit ihrem Feedback den besten Kompromiss finden. Es ist immer eine Abwägung zwischen Komfort und Sicherheit. Wir werden ihr interessantes Feedback aber sicher mit einbeziehen."

Motorsport-Total.com

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