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WRC: Rallye Monte Carlo 2021 Black Beauty - der skoda Johannes Keferböck und Ilka Minor werden den ŠKODA FABIA Rally2 evo des Gawooni Racing Teams beim WM-Auftakt, der selektiven Rallye Monte Carlo (21.-24.1.) zünden. Als offizielles WRC3-Team und mit Franz Wittmann junior als „Reife
Grafik: Hothesse Style

Keferböck: Mit Wittmann und WRC3-Einschreibung bei der Kult-Rallye

Johannes Keferböck und Ilka Minor werden den ŠKODA FABIA Rally2 evo des Gawooni Racing Teams beim WM-Auftakt, der selektiven Rallye Monte Carlo (21.-24.1.) zünden. Als offizielles WRC3-Team und mit Franz Wittmann junior als „Reifenspion-Joker“...

Tagtäglich rückt das Kult-Ereignis um exakt 24 Stunden näher - nachdem vergangene Woche die Rallye Monte Carlo ein gewichtiges „grünes Licht“ seitens der Behörden erhielt, stand zwar für 13. Jänner noch eine weitere Entscheidung im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie an, doch die Gefahr einer Absage in letzter Minute besteht beim klassichen Saisonauftakt der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) glücklicherweise nicht. Die Veranstalter haben sich auch gründlich mit der Virusproblematik auseinandergesetzt, es wird laufend getestet - leider muss diese „Monte“ ohne offizielle Zuschauerplätze abgehalten werden...

WRC3-Einschreibung


Zwar ist die Rallye pandemiebedingt etwas kompakter wie gewohnt, das Interesse der PilotInnen hat darunter nicht gelitten: Hinter zehn World Rally Cars starten insgesamt 34 Boliden der Kategorie Rally2 (vormals R5) - acht starten in der für Werksteams ausgeschriebenen WRC2-Weltmeisterschaft.

Die nächsten elf Rally2-Autos bilden das Feld der in die WRC3-Weltmeisterschaft eingeschriebenen Teams - zu ihnen gehört auch das Gawooni Racing Team rund um Johannes Keferböck und Copilotin Ilka Minor, das mit dem brandneuen ŠKODA FABIA Rally2 evo mit Startnummer 36 die Rallye Monte Carlo in Angriff nimmt, mit Hermann Neubauer (Stnr 39) ist übrigens noch ein weiteres österreichisches Team dabei...

Am Sonntag wird ein Vortest abgehalten, den auch Johannes Keferböck nützen wird, um sich von seinem bildhübschen Arbeitsgerät quasi einen inneren Eindruck machen zu können - ein unsprünglich in Österreich geplanter Test musste aus corona- bzw. quarantänetechnischen Gründen ausgelassen werden.

Franz Wittmann junior als Reifenspion


Einen bleibenden Eindruck hinterließ 2009 Franz Wittmann junior, als er bei der damals zur IRC zählenden Monte seinen Mitsubishi Evo IX so richtig fliegen ließ und dabei sogar einige der stärkeren S2000-Piloten schlagen konnte. In der Folge landete der im Driftwinkel gehaltene Wittmann-„Würstelbrater“ als „S2000-Schreck“ das ganze Jahr über auf dem Header der IRC-Website. Nachdem Wittmann im Jahr darauf selbst auf ein S2000 setzte, gab es hohe Erwartungskurven bei relativ niedriger Ankunftsinzidenz.

Jetzt kehrt der mittlerweile in den Flugsport (Fall- u. Gleitschirm, Segelflug, Akrobatik) gewechselte Sohn des Rekordchampions Franz Wittmann senior nach Monaco zurück: „Ilka hat mich gefragt, ob ich als Reifenspion für Johannes mitmachen möchte - und ich habe nicht lange überlegen müssen, denn die Rallye Monte Carlo ist meine große Liebe - dort bin ich die zwei geilsten Rallyes meines Lebens gefahren. Das waren großartige Erlebnisse...“

Die Aufgabe des Eisspions beschreibt Wittmann mit dem „Erstellen eines Bildes von den Streckenverhältnissen“ - welches via Notizen im Aufschrieb „gemalt“ wird. Das Problem diesmal: „Wegen Corona müssen wir schon früher auf die Prüfungen, zum Teil schon um 2 Uhr morgens, da ist der Zeitabstand zwischen dem Erstellen des Bildes und dem Start dieser Prüfung schon sehr groß...“ Dieses Gesamtbild einer Prüfung oder von Prüfungen führt zu Reifenentscheidungen: „Du hast den Slickreifen, den alle in der WRC bei Trockenheit fahren, den breiten Spikereifen und den breiten Schneereifen ohne Spikes.“ Oft werden diese auch, mitunter sogar auch diagonal, gemischt. Franz Wittmann junior sagt: „Ich werde mich bemühen, einen guten Teil zur Reifenentscheidung beitragen zu können und wäre froh, wenn ich dabei nur halb so gut wie mein Vater sein würde, denn er war auf diesem Gebiet eine Größe für sich. Ich freue mich auf jeden Fall, mit Johannes und Ilka zwei Österreichern bei ihrem Auslandseinsatz helfen zu können.“

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