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ARC Hartbergerland-Rallye: Bericht RM Racing Austria
Harald Illmer

Mühlberger, Langthaler, Schulz und Co: Hier wird Menschlichkeit großgeschrieben

Von der familiären Note bis zum Beifahrerinnenjubiläum: RM Racing Austria blickt auf eine gelungene Rallye zurück, auch wenn Teamchef Roman Mühlberger Opfer eines schwer benennbaren Ausfalls wurde

Roman Mühlberger als Teamchef nutzte die Gelegenheit des 3. ARC Lauf 2021 in Rahmen des ersten Tages bei der Hartbergerland Rallye, um seit langen wieder selbst eines seiner Rallyefahrzeuge zu bewegen und so Katja Totschnig im Ford Fiesta Rally2 zu ihrem 20-jährigen Beifahrerinnenjubiläum zu verhelfen.

Ebenso nach längerer Pause auf der linken Seite eines Rallyeautos konnte man rund um Hartberg Stefan Langthaler bewundern, welcher einen Evo VI pilotierte. Auch Franz Schulz vertraute wieder auf die Dienste des RM Racing Austria Support und ließ eben da seinen Peugeot 206 betreuen. Bei all den sportlichen Ehrgeiz der Penibilität in der Vorbereitung und vor Ort, kommt bei RM Racing Austria aber auch nie die familiäre und freundschaftliche Note zu kurz, die manch anderswo ins Hintertreffen geratene Menschlichkeit wird hier ganz großgeschrieben. Eine Eigenschaft, welcher sich auch Raphael Silberbauer samt familiären Anhang mit seinem Ford Fiesta ST nahtlos anschließt und sich dadurch – wenig verwunderlich – sehr gut betreut und wohl fühlt.

Ebenso wenig verwunderlich also, dass der Zugang und das Credo, welches Teaminhaber Mühlberger für sein Unternehmen gewählt hat, einen generationsübergreifenden Erfahrungsaustausch vor Ort garantiert, wenn sich Rallyegrößen wie Walter Mayer, Joe Bayer, Siegfried Schwarz und viele weitere im Paddock des RM Racing Austria einfinden und mit Rat und Tat sowie einer Unzahl legendärer Rallyegeschichten für familiäre Rallyestimmung sorgen.
Mühlberger manifestierte sich von Anfang an im Spitzenfeld der ARC und unter den Top Ten des gesamten Feldes. Fehlerlos spulte er die Sonderprüfungen ab, überwachte im Service sein bestens eingespielte Serviceteam und geizte auch nicht mit nützlichen Tipps für den Junior im Team Raphael Silberbauer. Dieser haderte am Vormittag mit einer zu weichen Abstimmung und einer falschen Reifenwahl. Auch musste er nach eigenen Angaben seinen Ausritt von Weiz erst völlig aus dem Kopf bringen. Viele technische Tipps und einige gutgemeinte psychologischen Ratschläge zeigten am Nachmittag Wirkung bei dem Rallye-Piloten, so gelang es ihm schlussendlich den zweiten Platz in der JARC sowie den dritten Platz in der ARC Gesamtwertung einzufahren.

Der Teamchef selbst führte bis zur vorletzten Sonderprüfung des ersten Tages die Wertungsgruppe ART an, ehe der Öldruck des Fiesta Rally 2 in den Keller fiel.
Um einen Folgeschaden zu vermeiden, stelle man das Gerät sofort ab. Die größte Schwierigkeit für alle Beteiligten war es anschließend den letzten Ausfall Mühlbergers überhaupt benennen zu können…

Stefan Langthaler meldete am Vormittag einen Verbremser mit Besuch des Notausgangs und einen Regenreifen welcher auf Grund fehlender Nässe sein Leben frühzeitig aushauchte.
Trotzdem fuhr das Duo Langthaler / Götzendorfer eine hervorragende Rallye, welche mit dem zweiten Platz in der ARC belohnt wurde.
Wie Raphael Silberbauer wurde auch Franz Schulz beide Tage von RM Racing Austria betreut.
Schulz fuhr eine fehlerlose Rallye und steigerte sich vor allem am zweiten Tag. Nun geht es an die Revision der diversen Rallyegeräte, um für die im Herbst anstehenden Aufgaben gerüstet zu sein.

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