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Rallye Dakar 2026: Etappe 8 Der Südafrikaner Saood Variawa hat die achte Etappe für sich entschieden
Toyota

Al-Attiyah behauptet Führung

Saood Variawa (Toyota) erobert Etappensieg knapp vor Henk Lategan (Toyota) - Nasser Al-Attiyah (Dacia) verteidigt Führung, aber Verfolger kommen näher

Der südafrikanische Toyota-Fahrer Saood Variawa sorgte auf der achten Etappe der Rallye Dakar 2026 in Saudi-Arabien für eine Überraschung. Variawa gewann die Etappe knapp vor seinem Markenkollegen Henk Lategan und vor Mattias Ekström (Ford). Nasser Al-Attiyah (Dacia) verteidigte die Führung in der Gesamtwertung.

Die achte Etappe bestand aus einer Schleife südlich von Wadi ad-Dawasir. Mit einem gewerteten Abschnitt von 483 Kilometern war es ein langer, harter Tag für Mensch und Maschine. Und bei den Autos fuhr ein vermeintlicher Außenseiter ins Rampenlicht.

Ford-Fahrer Ekström erreichte zunächst als Erster das Ziel. Der Schwede musste die heutige Strecke eröffnen, aber Variawa, der 53 Minuten später als 26. gestartet war, zeigte vor allem im Schlussabschnitt eine furiose Fahrt.

Bei der Zwischenwertung nach 382 Kilometern war Variawa noch Sechster, nach 414 Kilometern war er schon Dritter und im Ziel gewann er mit nur drei Sekunden Vorsprung die Etappe. Zwei südafrikanische Toyota-Fahrer durften am Montag jubeln, denn Lategan wurde Zweiter.

Ekström, der lange wie der Tagessieger aussah, musste sich um lediglich 29 Sekunden geschlagen geben und belegte Platz drei. "Es war sehr windig und schwierig wegen der Sicht", berichtet der Ford-Fahrer. "Wir hatten da vorne eine echte Herausforderung."

"An manchen Stellen standen viele Bäume, man kommt mit hohem Tempo an und kann sich das Auto beschädigen. Aber wir hatten keinen Reifenschaden und keine Navigationsprobleme. Es hat sich gut angefühlt. Wir haben es genossen, und für mich war das eine wirklich tolle Etappe."

Al-Attiyah hatte im Ziel 1:16 Minuten Rückstand und wurde hinter Seth Quintero (Toyota) Vierter. "Sehr schwierig", schildert Al-Attiyah. "Wir haben einen kleinen Fehler gemacht, kurz vor dem Ziel, und etwa drei Minuten verloren. Aber okay, ich bin zufrieden mit der Performance."

In der Gesamtwertung verteidigte Al-Attiyah die Führung, aber seine Verfolger rückten wieder etwas näher. Ekström hat exakt vier Minuten Rückstand und Lategan 6:08 Minuten. Dahinter folgen die Ford-Fahrer Nani Roma (+9:37 Minuten) und Carlos Sainz (10:39).

Sebastien Loeb, der die achte Etappe mit seinem Dacia als Achter beendete, hält in der Gesamtwertung weiterhin den sechsten Platz. Im Vergleich zum Vortag wuchs sein Rückstand etwas an und beträgt 17:25 Minuten.



Motorräder: Benavides schnappt Sanders die Führung weg

Im Vorfeld erwarteten die Motorradfahrer eine Etappe mit schwieriger Navigation. Luciano Benavides musste die Strecke nach seinem gestrigen Tagessieg eröffnen, doch inklusive Zeitboni stellte das keinen gravierenden Nachteil dar.

Bereits bei den ersten Zwischenwertungen hatte der KTM-Fahrer gute Zeiten. Benavides erreichte als erster Fahrer das Ziel. Mit den Zeitboni sicherte sich der Argentinier den Tagessieg und eroberte auch die Führung in der Gesamtwertung.

"Die letzten beiden Etappen waren ein bisschen schneller, und unter diesen Bedingungen kann ich wirklich richtig gut fahren und super Entscheidungen treffen", freut sich Benavides. "Ich habe den ganzen Tag gepusht und mich super gefühlt."

Im Tagesergebnis büßte Sanders trotz des zweiten Platzes insgesamt 4:50 Minuten ein. Damit führt Benavides nun die Gesamtwertung mit zehn Sekunden Vorsprung vor seinem KTM-Teamkollegen an. "Heute war die Navigation etwas einfacher", berichtet Sanders.

"Aber es war extrem schwer, Zeit auf Luciano als Erstem gutzumachen. Es war Pech für jeden, der nicht Erster oder Zweiter war. Von Platz vier zu starten, war echt hart, um Zeit aufzuholen, und jeder Fehler bedeutete, dass du keine Chance mehr hattest, die Spitze einzuholen."

Mit 4:47 Minuten Rückstand liegt Honda-Fahrer Ricky Brabec weiterhin im Rennen um den Gesamtsieg. Sein Teamkollege Tosha Schareina liegt als Vierter schon 20 Minuten zurück. Am Dienstag startet die zweite Marathon-Etappe bei der diesjährigen Rallye Dakar.

Die Teilnehmer verlassen Wadi ad-Dawasir und schlagen eine nördliche Route ein. Motorräder (410 Kilometer) und Autos (418 Kilometer) fahren wieder getrennte Strecken. Am Abend gibt es nur ein provisorisches Biwak. Die Fahrer sind ohne Unterstützung der Teams auf sich selbst gestellt.

Motorsport-Total.com

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