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Rallye Dakar 2026: 3. Etappe Mitch Guthrie hat mit dem Tagessieg die Gesamtführung übernommen
Marcelo Maragni / Red Bull Content Pool

Rallye Dakar 2026: Ford bestimmt 3. Etappe - Guthrie neuer Spitzenreiter

Mitch Guthrie gewinnt die dritte Dakar-Etappe - Al-Attiyah und Loeb verlieren einige Minuten - Ford in der Gesamtwertung auf den ersten fünf Plätzen

Auch die dritte Etappe der Rallye Dakar 2026 in Saudi-Arabien sorgte für einen großen Umschwung in der Gesamtwertung. Ford-Fahrer Mitch Guthrie dominierte die gewertete Speziale von 421 Kilometern rund um Al-'Ula und eroberte mit dem Tagessieg auch die Führung in der Gesamtwertung.

Für Ford war es ein erfolgreicher Tag, denn Privatfahrer Martin Prokop, der in diesem Jahr ebenfalls einen Raptor von M-Sport fährt, belegte den zweiten Platz. Am Vortag hatte Toyota noch einen Fünffachsieg gefeiert, aber nun war das Eröffnen der Etappe deutlich schwieriger.

Lediglich Guy Botterill brachte einen Hilux auf Platz drei ins Spitzenfeld. Ansonsten schaffte es kein Toyota-Fahrer am Dienstag in die Top 10. Denn bei teilweise steinigem, aber auch sandigem Terrain galt die Faustformel, dass hintere Starter einen Vorteil hatten.

Timo Gottschalk, Navigator von Yazeed Al-Rajhi in einem Toyota, beschreibt: "Das war navigatorisch eine sehr anspruchsvolle Prüfung, besonders, weil wir mehr als die Hälfte der Route eröffnet haben und einsam vornweg gefahren sind." Sie belegten nur Platz 16 in der Tageswertung.

Reifenschäden spielten erneut eine Rolle. Sebastien Loeb (Dacia) hatte auf den ersten 100 Kilometern gleich zwei Reifenschäden. Da er dann keinen Ersatzreifen mehr hatte, musste er umso vorsichtiger und langsamer fahren - das kostete viel Zeit.

Die Dacia-Flagge hielten Lucas Moraes und Cristina Gutierrez mit den Plätzen vier und fünf hoch. Nasser Al-Attiyah, der den Tag als Führender der Gesamtwertung begonnen hatte, büßte 22 Minuten ein. Loeb sogar 25 Minuten.

Damit änderte sich das Bild in der Gesamtwertung komplett. Guthrie hält nun 26 Sekunden vor Prokop die Führung. Auf den Plätzen drei bis fünf folgen weitere Ford-Fahrer: Mattias Ekström, Carlos Sainz und Nani Roma.

Das Dacia-Duo Moraes und Gutierrez verbesserte sich in der Gesamtwertung auf die Positionen sechs und sieben. Century-Fahrer Mathieu Serradori ist neuer Achter. Bester Toyota-Vertreter ist Saood Variawa auf Rang neun.

Al-Attiyah fiel auf den zehnten Platz zurück und hat 11:39 Minuten Rückstand. Loeb liegt knapp 17 Minuten hinter der Spitze und ist Zwölfter. Dafür haben sie für die morgige Etappe eine spätere und theoretisch bessere Startposition, um eine Aufholjagd zu starten.



Motorräder: Schareina holt ersten Tagessieg für Honda

Honda konnte in der dritten Etappe die bisherige Erfolgsserie von KTM durchbrechen. Tosha Schareina sicherte sich vor seinem Teamkollegen Ricky Brabec den Tagessieg. Das KTM-Duo Daniel Sanders und Luciano Benavides belegte die Plätze drei und vier.

Trotzdem behielt Titelverteidiger Sanders die Führung in der Gesamtwertung. Sein Vorsprung auf Brabec beträgt 1:07 Minuten. Schareina hat sich auf Platz drei (+1:13 Minuten) verbessert. Edgar Canet (KTM) belegte heute nur Platz sieben und fiel in der Gesamtwertung auf Platz vier zurück.

Für den Österreicher Tobias Ebster ist die Rallye bereits vorbei. In einer langsamen Linkskurve stürzte der Hero-Fahrer und brach sich das linke Kahnbein. Er trat noch am Dienstag die Heimreise an und muss operiert werden.

Die vierte Etappe am Mittwoch ist der erste Teil einer Marathon-Etappe. Von Al-'Ula muss eine gewertete Speziale von 417 Kilometern für Motorräder und 451 Kilometer für Autos zurückgelegt werden. Am Abend übernachten die Teilnehmer in einem Zeltlager und erhalten keine Unterstützung von ihren Teams.

Motorsport-Total.com

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