RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Luca Pröglhof startet nicht im Rebenland
Daniel Fessl

Herzschmerz: Pröglhöf muss Saisonstart verschieben

Eigentlich hatte der junge Sittendorfer Luca Pröglhöf für die Saison 2022 die Teilnahme an der kompletten österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft geplant. Schweren Herzens muss Pröglhöf aber auf den Start bei der Rebenland Rallye im Raum Leutschach in der Südsteiermark verzichten.

Nach einer Herzmuskelentzündung im Jänner ist er zwar körperlich wieder halbwegs fit, muss sich aber noch eine gewisse Zeit lang schonen. Somit gab es keine Freigabe des Arztes. „Auch wenn es schmerzt, aber die Gesundheit geht natürlich vor. Ich kann es kaum erwarten, endlich wieder im Rallyeauto zu sitzen, aber jetzt heißt es erst mal noch eine Weile runter vom Gas“, so Pröglhöf.

Leider wackelt aufgrund dessen auch der Start bei der Lavanttal Rallye. Sollte auch dort noch keine Teilnahme möglich sein, werden Luca und sein Copilot Peter Medinger ihr Programm für 2022 neu überdenken müssen. In dem Fall wären dann bereits alle Streichresultate aufgebraucht. Sollte dann noch eine Rallye kippen, oder ein weiterer Start verhindert werden, ergibt sich ein Lauf Rückstand zu den Mitbewerbern. Da das Ziel der 2WD Meistertitel ist, ergibt das ein zu bedenkendes Risiko.

Eine weitere Erschwernis ist der aktuell herrschende Krieg, um neue Kooperationspartner für das Projekt zu begeistern - „Dass ein großer Konzern oder eine Firma, welcher auch in der Ukraine tätig ist, Sponsorbudget streichen muss, um es für humanitäre Hilfe umzumünzen, ist für uns absolut verständlich. Das macht die Finanzierung eines solchen Projekts aber nicht gerade leichter, jedoch werden wir nicht aufgeben. Wir sind bereits am Ideen sammeln, wie auch wir als Rennteam der Bevölkerung in der Ukraine helfen können“, erzählt Luca weiter.

Natürlich wird im Pröglhöf Racing Team fleißig weiter am Budget und am Projekt gearbeitet, damit der hoffentlich baldige Wiedereinstieg auch mit dem geplanten Fahrzeug der Kategorie Rally4 möglich ist. Dass dieser Schritt sinnvoll und schon überfällig ist, hat das Team im M1 Fiesta ja schon beweisen können.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

WRC-Thriller bei der Rallye Italien auf Sardinien: Elfyn Evans rettet einen minimalen Vorsprung ins Ziel und krönt sich zum Rallye-Weltmeister 2026. Raith/Maier auf Platz 16. Granados WRC Masters Cup-Sieger 2026.

Peter Klein Kolumne

Dobersberg und die First Lady

Mit einem Blick voraus auf die kommende Herbstrallye erinnert sich motorline.cc-Kolumnist Peter Klein an Dobersberg, an die Semperit-Rallye und einiges mehr…

WRC, Sardinien: Vorschau Raith

Ein Herzenswunsch wird Wirklichkeit

Der Steirer Kevin Raith steht am kommenden Wochenende in Sardinien zum zweiten Mal in seiner Karriere am Start einer WM-Rallye / Im Cockpit seines Ford Fiesta Rally2 sitzt Claudia Maier als Copilotin

Die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) wächst 2027 auf 15 Läufe an: Mit den USA und Großbritannien kehren zwei Traditionsmärkte zurück