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WRC 2027 WRC-Chassis 2027: Ein Hersteller und zwei Tuner zeigen interesse
FIA

WRC 2027: Kommen die Tuner?

Neue Regeln in der Rallye-Weltmeisterschaft ab 2027 wecken Interesse - Auch bei Herstellern ohne eigene Straßensportwagen

Die Rallye-Weltmeisterschaft steht vor einem potenziellen Umbruch: Die neuen technischen Regeln für 2027, die eine kostengünstigere und flexiblere Fahrzeugbasis ermöglichen sollen, stoßen offenbar bereits jetzt auf wachsendes Interesse - und zwar bei Tuning-Schmieden.

Mit einem klaren Ziel vor Augen hat der Automobilweltverband FIA das neue Reglement auf den Weg gebracht: Die Einstiegshürde für neue Wettbewerber zu senken und gleichzeitig ein vergleichbares Leistungsniveau wie bei den aktuellen Rally1-Autos zu gewährleisten. Kernstück ist ein Kostenlimit von 345.000 Euro pro Fahrzeug. Technisch basieren die neuen Fahrzeuge auf einem Spaceframe-Chassis, kombiniert mit Rally2-Technikkomponenten.

Freie Hand für Tuner bei Chassis und Design

Ein entscheidender Aspekt: Erstmals dürfen ab 2027 nicht nur klassische Hersteller, sondern auch Tuningfirmen komplette Fahrzeuge entwickeln - inklusive Karosserie und Aufbau.

Das Regelwerk, das im Juni vom Motorsport-Weltrat nochmals präzisiert wurde, erlaubt dabei eine nahezu freie Gestaltung: Vom klassischen Kompaktmodell über Crossover-Formen bis hin zu reinen Eigenentwicklungen sind verschiedenste Konzepte möglich.

"Was ich sagen kann: Zwei Tuner arbeiten sehr eng mit uns an diesem Projekt", verrät FIA-Technikdirektor Xavier Mestellen Pinon. "Sie sind stark eingebunden, aber wir führen auch Gespräche mit weiteren." Namen nannte der Franzose nicht - doch dass hier ernsthafte Projekte verfolgt werden, scheint gesetzt.

Neuer Hersteller zeigt konkretes Interesse

Parallel dazu scheint sich auch ein neuer Automobilhersteller ernsthaft mit einem Einstieg in die WRC zu beschäftigen. Nach Informationen von Motorsport.com Global, der englischsprachigen Schwesterplattform von Motorsport-Total.com im Motorsport Network, steht beim anstehenden Rom-Rallye ein Treffen an, das konkrete Weichen stellen könnte. Eine Ankündigung wird allerdings nicht vor Ort erwartet.

Derweil halten sich die aktuellen WRC-Hersteller mit konkreten Bekenntnissen zurück. Toyota hat zwar erste vorbereitende Arbeiten aufgenommen, bestätigt aber ebenso wie Hyundai und M-Sport-Ford noch kein Engagement ab 2027. Besonders Hyundai pocht auf mehr technische Offenheit bei der Wahl des Antriebsstrangs - Ziel sei es, Technologien mit höherem Serienbezug zu präsentieren.

Noch kein grünes Licht für alternative Antriebe

Vorläufig wird das Reglement auf klassische Verbrennungsmotoren ausgelegt sein. Die FIA betont jedoch, dass in späteren Phasen auch alternative Antriebstechnologien möglich sein sollen - ein konkreter Zeitplan oder Ausgleichsmechanismus zur Sicherstellung der Wettbewerbsparität steht allerdings noch aus.

Ein nächster Meilenstein ist in Sicht: Die finalen Überrollkäfig-Vorgaben sollen innerhalb der nächsten zwei Monate verabschiedet werden - ein wichtiger Schritt für interessierte Teams und Tuner, um die Fahrzeugentwicklung voranzutreiben.

Motorsport-Total.com

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