RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Motorräder: Irres Dakar-Finale Ricky Brabec vergab seinen dritten Gesamtsieg noch auf den letzten Metern
Honda

Irres Dakar-Finale: Brabec verliert Sieg um 2 Sekunden - Benavides triumphiert

Dakar-Thriller bis zur Ziellinie - Ricky Brabec verliert nach einem Navigationsfehler den sicher geglaubten Sieg - Luciano Benavides jubelt mit minimalem Vorsprung

Die Rallye Dakar 2026 in Saudi-Arabien ist bei den Motorrädern mit einem wahren Krimi zu Ende gegangen. Auf den letzten Kilometern unterlief Ricky Brabec (Honda) der entscheidende Fehler. Luciano Benavides (KTM) fuhr vorbei und eroberte seinen ersten Gesamtsieg.

Doch der Reihe nach: Nach seinem gestrigen Tagessieg hatte Brabec in der Gesamtwertung 3:20 Minuten Vorsprung auf Benavides. Brabec eröffnete die finalen 105 Kilometer bei Yanbu und hatte damit die Möglichkeit, Zeitboni zu sammeln.

Benavides stand drei Minuten später als Zweiter an der Startlinie. Zunächst lief für Brabec alles nach Plan. Obwohl Benavides auf der Strecke etwas näher kam, baute Brabec inklusive der Zeitboni seinen Vorsprung in der Gesamtwertung aus.

Doch es blieb knapp. Nach 43 Kilometern hatte Brabec in der virtuellen Zwischenwertung 28 Sekunden Vorsprung, aber nach 65 Kilometern waren es nur noch 13. Bei Kilometer 86 waren es wieder 22 Sekunden.

Dann aber verspielte der US-Amerikaner doch noch seinen dritten Gesamtsieg. "Zwei Kilometer vor dem Ziel", ärgert sich Brabec und berichtet: "Ich weiß nicht - ich habe die falsche Linkskurve genommen. Das hat mich in eine üble Situation gebracht."

Als Brabec und Benavides das Ziel erreichten, zeigte sich der Ausmaß. Benavides gewann die Rallye mit zwei Sekunden Vorsprung. "Ich fühle mich schrecklich", ärgert sich Brabec. "Wir haben die ganze Woche hart gekämpft, und um zwei Sekunden - das ist knapp. Es ist Motorsport."

Inklusive des Prologs und der 13 Etappen kam Benavides auf eine Gesamtzeit von 49 Stunden und 41 Sekunden. Sein Vorsprung von zwei Sekunden ist der knappste in der Geschichte der Rallye Dakar, die seit 1979 ausgetragen wird.

"Kämpft immer für eure Träume und gebt nie auf", jubelt der Argentinier. "Ich habe nie aufgegeben, und heute - obwohl ich Zeit verlor und sah, dass Ricky pushte - dachte ich: Okay, es ist nicht vorbei, bis zum letzten Kilometer."

"Und im letzten Kilometer hat er einen Fehler gemacht, und ich habe es richtig gemacht. Das ist unglaublich. Ich verstehe nicht, was gerade passiert ist. Ich habe meiner Navigation vertraut, und ich sah die Lichter des Biwaks genau dort, wo Ricky sich verfahren hatte."

"Am Anfang dachte ich noch, es wäre nur ein Touristenfahrer, weil ich nur ein Licht sah, das näherkam. Er war noch weit weg. Aber dann sagte ich mir: Das ist eine knifflige Marke im Roadbook. Ich habe etwas gebremst, und dann sah ich ihn."

"Er konnte nicht mehr zu mir aufschließen, weil wir am See waren - er musste ganz zurück und wieder auf die Piste. Da habe ich dann bis zum Ziel Vollgas gegeben. Ich habe fast die letzte Kurve verpasst, es war wirklich riskant, aber ich habe es geschafft und mit zwei Sekunden gewonnen!"

Für Luciano Benavides war es der erste Dakar-Sieg. Sein älterer Bruder Kevin Benavides hat 2021 mit Honda und 2023 mit KTM gewonnen. Für die österreichische Marke war es der 21. Gesamtsieg. Dazu kam ein Sieg mit der Marke GasGas.

Die 13. und finale Etappe gewann Edgar Canet (KTM). Im Endergebnis belegte Tosha Schareina (Honda) hinter Benavides und Brabec den dritten Platz. Auf den Plätzen vier und fünf folgten Skyler Howes (Honda) und Daniel Sanders (KTM).

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Akropolis-Rallye mit Innovationen

Neue Route und schwimmender Parc Ferme

Spektakuläre Innovation bei der WRC in Griechenland: Ein schwimmender Parc Ferme soll die Logistik revolutionieren - Die Details zur neuen Akropolis-Route

Sepp Pointinger im Interview

„Hätten 10-15 Historische mehr!“

Rallye-„Urgestein“ Sepp Pointinger erzählt von seinem Start bei der Monte Historique, erklärt warum er seit 2011 nicht mehr in Österreich startet und bringt einen Vorschlag zur Bewertung von Sitzen, Gurten und dergleichen ein.

ARC Rallye Triestingtal: Bericht Zellhofer

Zellhofer/Seidl werden Fünfte

Mit dem SUZUKI SWIFT ZMX gewinnen Sie auch überlegen die Proto Klasse 8 - Testlauf für die Rebenland Rallye in 14 Tagen hat Erwartungen gänzlich erfüllt

ARC Rallye Triestingtal: Vorschau ZM Racing

Starker Testeinsatz von ZM-Racing

Auf der Nennliste findet man insgesamt fünf Mannschaften die starten werden. Max und Christoph Zellhofer, Klemens Haingartner, Peter Hopf u. Markus Wurz

ARC Rallye Triestingtal: Bericht Pröglhöf

Luca Pröglhöf triumphiert im Triestingtal

Mit einer beeindruckenden Leistung sicherte sich Luca Pröglhöf den Klassensieg bei der Triestingtal-Rallye – und erfüllte damit den klaren Auftrag seines Teamchefs Luca Waldherr.

ARC Rallye Triestingtal: Bericht ZM Racing

Schöner Mannschaftserfolg für ZM-Racing

Man belegte durch Max und Christoph Zellhofer die Plätze Drei und Fünf, Peter Hopf Neunter, Markus Wurz Zehnter u. Klemens Heingartner 17.ter