RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Mühlsteinrallye: Vorbericht Hinterreiter
Rainer Binder

Stern-Sehen zum Gern-Sehen

Wenn es darum geht, ein starkes heckgetriebenes Rallyeauto artgerecht zu bewegen, ist Manfred Hinterreiter immer wieder eine erste Adresse. Ganz besonders in seiner Heimat-Gemeinde Schwertberg und der näheren Umgebung davon werden seine Auftritte gerne gesehen. Somit ist die Mühlstein-Rallye für seine Fans und ihn eine willkommene Gelegenheit, sein Können vorzuführen. Seit Kurzem als Copilot mit dabei ist Manfreds Sohn, Dominik Hinterreiter.

Mit „Rallye“ und „Mercedes“ verbinden viele Rallye-Anhänger sehr ansehnliche Erinnerungen. In jüngerer Zeit war es hauptsächlich der Unterhaltungswert, der die Marke mit dem Stern beim Publikum beliebt gemacht hat. Dass das letzte im größeren Stil eingesetzte Rallye-Modell von Daimler-Benz, der Mercedes 190 2,3 E 16V, durchaus auch Qualitäten in Sachen Speed und Wettbewerbsfähigkeit hatte, beweist der Verlauf der Deutschen Rallye-Meisterschaft des Jahres 1987. Der bekannte deutsche Top-Sportler Harald Demuth konnte in jenem Jahr einige Gesamtsiege im nationalen Championat schaffen und wäre beinahe auch Meister geworden. Der Konkurrent, der ihn damals geschlagen hatte, war niemand Geringerer als Armin Schwarz im Audi, der später Werksfahrer in der Weltmeisterschaft wurde – unter anderem bei Toyota oder Skoda.

Wenn die sportlichste Serien-Version des Mercedes 190 auf der Rallyestrecke erscheint, ist auch heute noch die Begeisterung groß. Natürlich ist gegen die neueren Konkurrenz-Fahrzeuge, vor allem mit Vierradantrieb, kaum anzukämpfen. Aber gegen Wagen, die etwa zur gleichen Zeit produziert worden sind, sind immer noch gute Ergebnisse möglich. Dies zeigte sich etwa beim Comeback von Manfred Hinterreiter im März dieses Jahres, als er trotz widrigster Bedingungen den dritten Platz in seiner Klasse schaffen konnte.

Damit konnte der Schwertberger, dem die lange Covid-Pause ebenso zu schaffen gemacht hat wie vielen Anderen, nahtlos an die Erfolge in seiner bislang besten Saison, dem Jahr 2019, anschließen, als ihm mehrere Platzierungen in den Top-20 der Gesamtwertung gelungen sind. Unter allen Österreichern, die bislang Starts mit einem Mercedes des Typs 190 2,3 E 16V unternommen haben, ist er damit sicher eine Ausnahmeerscheinung im positiven Sinn. Nur Christoph Weber bewegte einen solchen Wagen ähnlich furios und virtuos. Wobei: Manfred Hinterreiter blieb dem Benz treu. Seit seinen ersten Rallye-Starts im Jahr 2007.

Klarerweise wird der Start von Manfred Hinterreiter bei der Mühlstein-Rallye 2022 von Vielen mit großer Spannung erwartet, wie auch von ihm selber. Wie bei der Blaufränkischland-Rallye, wird Sohn Dominik die Beifahrer-Arbeit übernehmen, der seine Bewährungsprobe erfolgreich bestanden hat. Die Konkurrenz in der Klasse 7.2 ist wie im Burgenland sehr klein, aber dafür höchst fein: Mit Niki Schelle im Suzuki Ignis in der Version Super 1600 dürfte ein übermächtiger Gegner am Start sein. Allerdings war Manfred Hinterreiter schon früher öfter für Überraschungen gut, man wird sehen.

Ein großes Ereignis wird es mit Sicherheit sein, wenn Manfred und Dominik Hinterreiter vor ihrem Heimpublikum ihren Stern fliegen lassen. Es spricht einiges dafür.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ERC, Rally di Roma: Bericht Neulinger

Platz sechs bei der Hitzeschlacht in Rom!

Marcel Neulinger / Jürgen Heigl holten im BWT Lancia Ypsilon Rally4 HF bei der ERC Rally di Roma Capitale 2026 Platz sechs in der Junior-Rallye-Europameisterschaft gegen harte internationale Konkurrenz!

ET König: TEC7 ORM3 & RP Tools Junioren

Neulinger in einer eigenen Welt

Marcel Neulinger ist in der ORM3 das Maß der Dinge. Der regierende ORM3- und Junioren-Staatsmeister holte bei der ET König Judenburg-Rallye 14 von 15 Bestzeiten und konnte die Führung in der Tabelle sowohl in der ORM3 als auch in der RP Tools Junioren-ÖM erheblich ausbauen

ET König Judenburg Rallye: Bericht AARC

Steinbock/Bachmayer übernehmen AART-Führung

Steinbock/Bachmayer übernehmen die Führung in der AART Zwischenwertung und Max & Ben Maier sind nach der „ET-König Rallye powered by Peter Hopf“ die neuen Leader in der AARC!

Mitropa Cup: Rally del Casentino

Start-Ziel-Sieg für Albert von Thurn und Taxis

Albert von Thurn und Taxis und Jara Hain gewinnen die Mitropa Rally Cup Wertung bei der 46. Rally Internazionale del Casentino. Rino Muradore /Cristina Delbello siegen im Ford Escort RS 1800 MKII in der Wertung für historische Fahrzeuge.

ARC, ET König Rallye: Bericht Baumschlager

Starkes Comeback nach Schulteroperation!

Das Comeback von Raimund Baumschlager nach seiner Schulteroperation verlief erfolgreich: Der Rekordstaatsmeister holte gemeinsam mit Co-Pilot Thomas Zeltner in Judenburg einen starken vierten Platz.