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Mühlsteinrallye: Vorschau Wagner/Schwarz
Fotos: Daniel Fessl, Harald Illmer

S wie Simon, Sigi, Sachertorte, Sonne und ....

Simon Wagner und Sigi Schwarz - zwei Erfolgs-Generationen in einem Rallye-Cockpit! 2019 gabs bei der coronabedingt vorerst letzten Perger Mühlsteinrallye den ersten und bislang einzigen gemeinsamen Einsatz des Duos Wagner/Schwarz - man kam, sah und siegte. Am 13. August feiert die Mühlsteinrallye ihr Comeback - mit Wagner/Schwarz als schillernde Titelverteidiger....

„Simon wird immer schneller - ich werde dafür immer älter, so ergänzen wir uns“, lässt Sigi Schwarz einen seiner knockentrockenen Scherze vom Stapel. Der legendenumwobene Copilot und Edel-Gastronom wird beim großen Comeback der Perger Mühlsteinrallye (13. August) wieder an der Seite von Simon Wagner aus dem „Gebetsbuch“ lesen.

Der vom ungarischen Eurosol Racing Team eingesetzte Skoda Fabia rally2 evo wird mit der Startnummer 1 die stark besetzte ARC-Rallye eröffnen - denn das generationenübergreifende Duo Wagner/Schwarz tritt als Titelverteidiger an: Simon und Sigi („S wie Simon, S wie Sigi, S wie Sachertorte, S wie Sonne...“) gewannen bei der zuletzt im Jahr 2019 abgehaltenen Mühlsteinrallye souverän, bei ihrer ersten und bislang auch einzigen gemeinsamen Rallye...

Titelverteidiger

Simon Wagner erinnert sich: „Mein Stammcopilot Gerry Winter war wegen eines privaten Termins verhindert - Sigi und ich kannten uns bereits gut und so kam es zu unserem ersten gemeinsamen Einsatz.“ Die Perger Mühlsteinrallye, für Oberösterreichs Piloten neben der Jännerrallye ein weiterer Homeground, hat für den regierenden Rallye-Staatsmeister noch aus einem weiteren Grund eine ganz besondere Bedeutung: „Dort konnte ich 2018 meinen ersten Gesamtsieg feiern.“

Seither kamen zahlreiche weitere Siege hinzu, im Vorjahr krönte sich Simon Wagner zum Österreichischen Rallye Staatsmeister, zuletzt sorgte der Mauthausener auch international für Aufsehen - in der Rallye Europameisterschaft konnte er das Podium erklimmen und dabei eindrucksvoll demonstrieren, dass er auch in der ERC das Zeug zum Sieger hat...

S wie Sieg?

„S wie Sieg“ müsste daher das Motto für das bevorstehende Perger Rallye-Festival sein - Simon sagt: „Jein. Denn die diesjährige Ausgabe stellt sich als wirklich bestens besetzter ARC-Lauf dar.“ Besonders stark schätzt Simon den „Hausherren“ dieser Rallye ein - der Tiefbohr-Unternehmer Gerald Rigler zündet ein bärenstarkes Ford Focus World Rally Car der alten Generation - und das ist nicht nur optisch ein Hingucker: „Gerald ist ein verwegen schneller Pilot und er kennt natürlich die Strecken gut, die erste Sonderprüfung findet mehr oder weniger bei ihm daheim statt - die ersten beiden SPs sind zudem superschnell und das kommt dem WRC entgegen.“ Wagner hat noch einen weiteren Piloten im Visier, den Quereinsteiger Peter Eibisberger, der in Perg erst seine sechste Rallye absolvieren wird und mit Pirmin Winklhofer einen erfahrenen Top-Copiloten an seiner Seite hat: „Peter Eibisberger kommt von der Rundstrecke und könnte ein Geheimtipp sein.“

Schwer einschätzen kann Simon ausgerechnet seinen Bruder Julian Wagner - denn der frischgebackene ORM2WD-Staatsmeister zündet zum ersten Mal den Audi A1 rally2 Kit, den sonst Enrico Windisch pilotiert: „Da tue ich mir extrem hart - man weiß nicht, wie schnell das Auto wirklich ist, wir wissen auch nicht, wie gut Julian damit zurechtkommen wird, zudem fährt er zum ersten Mal mit Pia Sumer, die bislang nur einige Einsätze an meiner Seite hatte, die sie freilich meisterhaft absolvieren konnte.“

“Großartiges Starterfeld“

Eines kann Simon Wagner jedoch mit Sicherheit sagen: „Es ist bemerkenswert, wie viele Starter die Perger Mühlsteinrallye 2022 vorweisen kann, nachdem sie in den letzten beiden Jahren jeweils wegen Corona abgesagt werden musste. Da kann man dem Veranstalter nur ganz herzlich gratulieren. Es geht also doch noch...“

Und was sagt Sigi Schwarz zum Thema „S wie Sieg“? Kann bei einer dermaßen erfolgreichen Bilanz, wie sie sowohl Wagner als auch Schwarz vorweisen in Wahrheit nur ein Sieg das Ziel sein? Der seit 1986 aktive Copilot, vierfacher Staatsmeister und mit allen Rallyewassern gewaschen, betont noch einmal das Wort „Titelverteidiger“ und bleibt dann seiner Linie als „Menschenfreund“ treu: „Ich hoffe natürlich, dass wir schnell sein werden - doch das Wichtigste ist, dass wir alle eine schöne Rallye erleben und wir den Tag so richtig genießen können...“

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