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Blaufränkischland Rallye 2022: Nachbericht [ANDA]STEER
Rainer Binder

No fuel – no fun

Es hat eigentlich sehr gut ausgesehen für Andreas Schart und Rolf Offner, als sie sich in der Region Deutschkreutz dem sehr aussagekräftigen Wettbewerb gestellt haben: Relativ bald nach Beginn ist ihnen der Sprung auf Platz Zwölf gelungen. Einen kräftigen Strich durch die Rechnung hat ihnen ein Defekt an der Benzinzufuhr auf der vierten Prüfung gemacht. Auch eine umgehend erfolgte Intervention, um eventuell nach erfolgter Reparatur noch außer Konkurrenz weiterfahren zu dürfen, blieb ergebnislos.

Die Blaufränkischland-Rallye des laufenden Jahres war einmal mehr ein sehr heiß umkämpfter Wettbewerb, bei dem auch in der Kategorie 8/Open N das Können der Fahrerteams auf eine harte, aber faire Probe gestellt wurde. Andreas Schart und Rolf Offner waren offenbar auf diese Bewährungsprobe bestens vorbereitet: Ihnen gelang zunächst eine 17. Gesamtzeit, danach wurde jeweils eine zwölfte und eine 14. Gesamtzeit für sie registriert. Dies bedeutete einen zwölften Rang in der Zwischenwertung nach der dritten Prüfung, durchaus in Reichweite zu einer Top-Zehn-Platzierung.

Dieser zunächst sehr erfreuliche Start in die Saison 2022 des Teams von [ANDA]STEER-RACING ist auch der Tatsache zu danken, daß Rolf Offner als Copilot auch nach fast 20 Jahren Unterbrechung eine bemerkenswert gute Performance abgelegt hat. Dementsprechend war das gemeinsame Gefühl im Wagen während des Wettbewerbes ebenfalls ein absolut optimales, was sicher auch anhand der gefahrenen Zeiten sichtbar wird.

Ebenso hervorzuheben ist die hervorragende technische Abstimmung des auch diesmal wieder von Race Rent Austria, dem Team von Wolfgang Schmollngruber, vorbereiteten Mitsubishi Lancer Evo IX. Das Handling des Wagens paßt nun endgültig perfekt zum Fahrstil von Andreas Schart, der nun gewiß mit einem sehr guten Gefühl den bevorstehenden Rallyes entgegensehen kann. Auch mit der Reifenwahl (Intermediates nach kurzfristig einsetzendem Schneefall) lagen die [ANDA]STEER-Jungs goldrichtig.

Daß letztendlich der Ausgang des Events nicht so ganz dem bis zur dritten Prüfung sehr runden Wettbewerbsverlauf entsprochen hat, lag daran, daß der Motor des Mitsubishi gleichermaßen vor der vollen Schüssel verhungert ist, denn ein Massekabelanschluß an der Benzinpumpe war für die während der Rallye aufgetretenen Vibrationen offensichtlich zu schwach. So wurde die überaus hoffnungsvolle Fahrt, bei der ein Podestplatz in der Kategorie in Reichweite gewesen wäre und wo sich die Kärnten-Partie auch prächtig gegen die hochkarätigen Teamkollegen Michael Kogler und Markus Stockinger behaupten konnten, kurzerhand und ziemlich abrupt gestoppt.

Die anschließend im Servicepark erfolgte Reparatur brachte zwar sofort Erfolg, was jedoch nichts daran änderte, daß das Ergebnis verloren war. Auch das Ansinnen, sich eventuell außerhalb der Wertung wieder auf die Strecke zu begeben und sich so noch besser auf das Auto einstellen zu können, mußte abgehakt werden. Der Wunsch wurde zwar bei der Fahrtleitung vorgebracht, aber offensichtlich wurde kein Weg gefunden, hier im Rahmen des Reglements eine Möglichkeit zu finden. Eine Tatsache, die beim Fahrerteam sehr enttäuscht und mit großer Frustration zur Kenntnis genommen wurde.

Immerhin geben die positiven Eindrücke, die während der Blaufränkischland-Rallye 2022 in sportlicher Hinsicht gewonnen werden konnten, großen Anlaß zu Optimismus für die kommenden Rallyes. Eine davon ist bereits für den 18. und 19. März des Jahres geplant: Die Rebenland-Rallye in der südlichen Steiermark. Auch hier deutet wieder Einiges auf sehr viel Action und Spannung hin!

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