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Jännerrallye 2023: 2. Zwischenbericht Tag 2
Daniel Fessl

Sekundenkrimi begeistert in Freistadt!

Vor den abschließenden zwei Sonderprüfungen des heutigen Tages bei der LKW FRIENDS on the road Jännerrallye powered by Wimberger in Freistadt trennt den österreichischen Staatsmeister Simon Wagner nur ein Wimpernschlag vom führenden Franzosen Adrien Fourmaux. Doch auch auf den Plätzen dahinter spielen sich hochklassige Duelle ab, etwa zwischen den Lokalmatadoren Michael Lengauer und Martin Roßgatterer.

Neun Prüfungen haben die Teilnehmer an der Jännerrallye 2023 bereits hinter sich. Tausende Zuschauer strömen zu den Schauplätzen rund um Freistadt, weitere Tausende verfolgen den Auftakt zur österreichischen Staatsmeisterschaft im sensationellen Livestream per Internet oder im TV via ORF und LT1 OÖ mit.

Momentan zeigt sich ein Duell an der Spitze zwischen dem WM-Starter Adrien Fourmaux im Ford Fiesta Rally2 und dem österreichischen Champion Simon Wagner im Skoda Fabia RS Rally2. Dem Oberösterreicher fehlen vor den zwei Prüfungen heute Abend nur sechs Sekunden zum Glück. Hermann Neubauer, der heuer nach jahrelangem Ford-Gastspiel ebenfalls ins Cockpit eines Skoda Fabia Rally2 gewechselt ist, konnte seine gestrige Führung nicht halten, rutschte nach einem etwas missglückten Auftakt heute in der Früh nicht nur kurz von der Strecke, sondern auch im Klassement auf Platz drei zurück. Sein Rückstand von 38 Sekunden auf den Spitzenreiter ist noch kein absoluter Beinbruch, aber doch schon eine gewisse Herausforderung für ihn.

Eine famose Vorstellung liefert Lokalmatador Michael Lengauer. Der 28-Jährige Oberösterreicher aus Grünbach bei Freistadt sitzt zum ersten Mal in einem Rally2-Boliden und liefert den Fans im Skoda Fabia das Spektakel, das sie sehen wollen. Am Höhepunkt der Lengauer-Show stand die schnellste Zeit auf SP 5, mit der Lengauer mit seinem Copiloten Andreas Thauerböck sämtliche Topstars hinter sich lassen konnte. Lengauer überglücklich: „Wir sind da echt gut in den Rhythmus gekommen und so ist es halt passiert. Wirklich vorgehabt haben wir das nicht. Aber so ist das natürlich mehr als ich mir erträumt habe. Den Umstieg in so ein Auto wie dem Skoda Fabia Rally2 habe ich mir so krass gar nicht vorgestellt, Aber mittlerweile hab‘ ich es so im Griff, dass ich mit dem Auto fahre und nicht das Auto mit mir.“ Vorbelastet mit einem guten Jännerrallye-Resultat ist der schnelle Bursche freilich schon. Bei der letzten Auflage 2020 holte er in der Gesamtwertung mit einem motorisch unterlegenen Subaru Impreza Platz drei.

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