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Szilveszter-Rallye: Bericht Gruber
Bitto Zsolt

Nach dem Event ist vor dem Event

Auch bei seinem zweiten, aber sicher nicht letzten Rallye-Einsatz erlebte Mario Wanko einiges an Nervenkitzel. Wiederum bei der Szilveszter-Rallye in Ungarn mit viel Herz im Einsatz, machte das Waldviertler Lada-Team Bekanntschaft mit Reifenstapeln, die zur Begrenzung der Strecke errichtet wurden. Für den nötigen mentalen Ausgleich sorgte vor allem Copilot Benjamin Manz. Fazit: Team im Ziel, Lada im Ziel … und zugleich Vorfreude auf das Zeremoniell bei der Jännerrallye in memoriam Christof Klausner.

Trotz einer Wetterlage, die sehr berechenbare Fahrverhältnisse begünstigt hatte (überwiegend Sonnenschein), war Mario Wanko, der wie im vergangenen Jahr mit Martin Gruber getauscht hatte und das Lenkrad des Lada 2107 übernommen hatte, mit einigen Schrecksekunden konfrontiert. Letztendlich aber hielten sich die Auswirkungen der „Hoppalas“ in Grenzen, es konnte auch wieder das Ziel erreicht werden. Ein weiteres kleines und doch feines Erfolgserlebnis des Lada-Teams aus dem Bezirk Waidhofen an der Thaya (nördliches Waldviertel).

Die erste Wertungsprüfung der Szilveszter-Rallye zeigte bereits, dass auch trockene Fahrbahnen ihre Tücken haben können. Zumal, wenn die Fahrbahn-Oberfläche so viele unterschiedliche Haftungsgrade aufweist wie auf den Strecken des ungarischen Traditions-Events. Das Ergebnis wurde sogleich sichtbar, als der Lada des Racing Teams Gruber beim Anbremsen einer Schikane an der linken Seite einen Gummiberg (Reifenstapel) streifte. Zum Glück blieben davon nur Schleifspuren, mit einer Zeitstrafe von gerade 15 Sekunden hielt sich auch wettbewerbstechnisch der Schaden in Grenzen.

Insgesamt erwies sich die Wahl der am Wettbewerbswagen eingesetzten Reifen als richtig, es waren auf den folgenden Prüfungen einige Platzgewinne möglich, auch wenn gegen die überwiegend schärfer getunte ungarische Konkurrenz, von der sich ein großer Teil ebenfalls der Marke Lada verschrieben hat, schwer anzukämpfen war. Zudem kam es auf der letzten Prüfung noch einmal zu einem Zusammenstoß mit einem Hindernis, wiederum ein Reifenstapel, nachdem der Lada artgerecht mit dem Heck ausgebrochen war, wobei diesmal die Front (Stoßstange, Kühlergrill …) leicht beschädigt sowie die rechte hintere Tür eingedrückt wurde. Immerhin wirkte sich dieser Zwischenfall kaum erkennbar auf die gefahrene Zeit aus. So konnte immerhin ein achter Platz innerhalb der ungarischen Wertungskategorie H2 geschafft werden, gesamt landete Mario Wanko gemeinsam mit Benjamin Manz, der ihn als Copilot hervorragend unterstützt hatte, an der 86. Stelle. Wenn man die hohe Zahl der 125 im Ziel angekommenen Wagen und den eher dezenten Tuning-Grad des Lada des Racing Teams Gruber berücksichtigt, ein durchaus respektabler Wert. Überdies zeigte sich einmal mehr, dass der Lustfaktor trotz der beschränkten PS-Zahl ein enormer ist, was auch Benjamin Manz sichtlich beeindruckte.

Für die gute Gesamtleistung erntete das Fahrerteam viel Lob von den übrigen Team-Mitgliedern, viel Dank gebührt an dieser Stelle auch den Mechanikern, Freunden und sonstigen Unterstützern, die der gesamten Mannschaft sprichwörtlich die Steigbügel halten. Ein paar Instandsetzungsarbeiten am Lada werden zweifellos vorgenommen werden müssen, dem aktiven Mitwirken am Christof Klausner Memorial sollte nichts im Wege stehen. Der Event wird maximal feierlich begangen werden. Was in diesem Fall heißt: Sideways, wo immer es möglich ist.

Für diesen in Kürze bevorstehenden Event wird Mario auf den Beifahrersitz wechseln, das Steuer übernimmt diesmal wieder Teamchef Martin Gruber. Die Programmierung auf maximalen Spaß bleibt die gleiche. Der idealistische Spirit dahinter ebenso.

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