RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Auch W4 mit LKW friends on the road
Foto: Race Rent Austria

Achim Mörtl: „Win/Win/Win für alle!“

Nach der Lavanttal-Rallye erhält nun auch die Rallye W4 die LKW friends on the road als Sponsor - vermittelt hat Achim Mörtl. Wir haben nachgefragt...

Noir Trawniczek

„LKW friends on the road ist der Verein der österreichischen Transportunternehmer, quasi deren Marketing-Agentur“, sagt Christian Spendel, der auch der Präsident dieses Vereins ist. Spendel sagt: „Es gibt zwischen dem Rallyesport und den LKW friends recht viele Parallelen - so werden sowohl im Rallyesport, in der WRC, als auch bei uns ab sofort E-Fuels eingesetzt. Die Mitfahrten mit Achim Mörtl sind eine sehr emotionale Angelegenheit - hier wollen wir, dass nicht irgendwelche Vorstandsmitglieder mitfahren, sondern jene Leute, die das Gewerbe tragen. Für unsere Unternehmer soll es eine Möglichkeit sein, Dankeschön zu sagen.“

Achim Mörtl hat die LKW friends on the road, die als Hauptsponsor der Jännerrallye fungiert haben, nach Kärnten geholt, als neuen Hauptsponsor der Lavanttal-Rallye. Jetzt wurde bekannt, dass sich auch die Rallye W4 über diesen Sponsor freuen darf. Erneut hat Achim Mörtl dabei eine Vermittlerfunktion ausgeübt - Grund genug, den dreifachen Rallye-Staatsmeister zum Interview zu bitten...

Achim, wie kam es dazu, dass du LKW Friends on the road als Hauptsponsor der Lavanttal-Rallye vermitten konntest?

Ich hatte Mitte Jänner ein Treffen mit Christian Spendel und ich wusste, dass die Lavanttal-Rallye ihren bisherigen Hauptsponsor verloren hatte. Mir gefiel das Konzept, dass man mit einer PR-Kampagne für eine ganze Berufsgruppe einer Veranstaltung ein schönes Gesicht geben kann, wo auch die Veranstaltung profitiert. In Kombination mit den von mir vorgeschlagenen Vorausauto-Mitfahrten kann man noch mehr Emotionen vermitteln - und darum geht es hier. Es ist Win/Win/Win für alle.

Jetzt wissen wir, dass Rallyepiloten auch ein ‚gesundes Ego‘ aufweisen - du hättest auch versuchen können, LKW Friends als Sponsor für ein Comeback zu gewinnen...

Es ist zwar verlockend, wieder Rallyes zu fahren - auch für mich. Und natürlich hätte ich auch ein solches Projekt forcieren können. Aber oft lohnt es sich, über den Tellerrand hinaus zu schauen, denn es zählen da nicht nur eigene Interessen. Wenn ein Veranstalter, der sich heutzutage ohnehin schwer tut, einen neuen Sponsor erhält, hilft das dem gesamten Rallyesport.

Und wie kam es dazu,. dass LKW Friends on the road nun auch Hauptsponsor der Rallye W4 wurde?

Wir wissen, dass die Rallye W4 auch schon einmal abgesagt wurde und ich habe daher den Veranstalter Christian Mrlik angerufen - Christian ist ein sehr sympathischer Mensch und ich habe dann Christian Spendel angerufen und ihm mitgeteilt, dass die Rallye W4 noch keinen Sponsor hat und wir kamen dann zu der Lösung, dass ein solches Engagement eine gute Idee wäre.

Also wird es auch bei der Rallye W4 wieder die Mitfahrten mit dir und Patrick Winter in speziell gebrandeten Race Rent Austria-Mitsubishi geben?

Ja. Denn so können wir Freunde, Gäste, Mitarbeiter der österreichischen Güterbeförderer einladen, diesen Sport aus der Cockpitperspektive zu erleben. So werden Leute gewonnen, welche die Botschaft dann nach außen tragen.

Du sollst auch der Impulsgeber dafür gewesen sein, dass LKW Friends on the road auch jene Doku ‚Wolfsberg - Auckland und zurück’ unseres Kolumnisten Peter Klein, der als ORF-Redakteur den Rallyesport in die Wohnzimmer transportiert hatte, zu finanzieren...*

Ich hatte näheren Kontakt zu Peter und wusste, dass er gemeinsam mit Filmer Rudi Vajda gerne noch einmal einen Film produzieren wollte, eine Doku über die Geschichte der Lavanttal-Rallye. Und ich wusste, dass dieser Film aus privaten Geldern hätte finanziert werden sollen. Und da kam mir die Idee, dass man ja auch dieses Projekt unterstützen könnte. Ich war schon als Jugendlicher ein Fan dieser bekannten Stimme von Peter Klein und wenn man sich die Zugriffszahlen ansieht, die wir via motorline.cc und meine Social Media Kanäle generieren konnten, dann ist das wirklich sensationell.

Neue Sponsoren aquirieren, die Interessen des Sports vertreten - all das bringt man mit den Aufgaben eines Promotors in Verbindung. Bist du da ein Teil des neuen gemeinnützigen ORM-Promotors?

Nein, überhaupt nicht. Damit habe ich gar nichts zu tun.

In der ORM gibt es heuer nach der Rallye W4 noch die Rallye Weiz und die neue Rallye in Aspang - gibt es auch hier die Möglichkeit, dass LKW friends on the road als Sponsor an Bord kommt?

So weit ich weiß, ist die Rallye Weiz von Haus aus gut aufgestellt. Aber natürlich ist es verlockend, dieses Konzept in irgendeiner Form fortzusetzen. Es könnte also durchaus passieren, dass es auch hier zu Gesprächen kommt. Willi Stengg veranstaltet ja auch noch das ORM-Finale...

*) Peter Klein legt Wert auf folgende Anmerkung: "Nur damit alles seine Ordnung hat, LKW friends on the road hat einen Teil der Technikkosten übernommen. Als Gestalter des Beitrags habe ich meine Fahrt- und Nächtigungskosten selbst finanziert und auch ohne jedes Honorar gearbeitet. Aus Freude am Job und Liebe zum Rallyesport! Dumme pN und Unterstellungen einer ,Pensionsaufbesserung, will ich auch auf diesem Weg zurückweisen."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Auch wenn sich manche Dinge in die richtige Richtung entwickeln, so gibt es nach wie vor viele Fragezeichen rund um die TV-Berichte, für die der Promotor verantwortlich zeichnet. Und: Wie schaut's eigentlich mit den ÖM-Sponsoren aus?

"Wir sind zuversichtlich"

WRC 2025 wieder im Nahen Osten?

Kehrt die Rallye-WM 2025 in den Nahen Osten zurück? Die Verantwortlichen sind "absolut zuversichtlich", dass es im nächsten Jahr ein Event in Saudi-Arabien gibt

Trauerfall vor der Rallye Monte-Carlo

Ogier erlebte "Achterbahn der Gefühle"

Sebastien Ogier musste kurz vor der Rallye Monte-Carlo einen Trauerfall verkraften, der sogar einen Startverzicht zur Option stellte - am Ende ist der Toyota-Pilot "stolz"

Dass der Rallyesport nicht gerade von Sponsorgeld überschüttet wird, ist keine Neuigkeit. Dass man einem willigen Unterstützer die Tür zeigt und der vermeintlich viel größere Sponsor dann doch nicht an Bord ist, erschüttert mich ...