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Evans trauert WM-Chance nach In Finnland feierte Elfyn Evans einen von zwei Saisonsiegen
Motorsport Images

Evans trauert WM-Chance nach: "Wenn ich zurückblicke, ärgere ich mich"

Elfyn Evans musste sich gegen Weltmeister Kalle Rovanperä geschlagen geben - Der Toyota-Pilot "ärgert sich" über einige Momente und Fehler in dieser Saison

Elfyn Evans musste seine geringen Titelhoffnungen bei der Rallye Zentraleuropa nach einem Unfall aufgeben. Toyota-Teamkollege Kalle Rovanperä reichte ein zweiten Platz, um den erneuten WM-Titel zu feiern. "Von unserer Seite aus wussten wir, dass die Chance gering war", sagt Evans. "Wir mussten es versuchen, und es hat leider nicht geklappt."

Wenngleich die Titelchancen von Evans schon vor der Rallye Zentraleuropa sehr gering waren, glaubt der Waliser, dass die Entscheidung um den diesjährigen WM-Titel bis zum Finale in Japan offen geblieben wäre, wenn der Toyota-Pilot seinen Teamkollegen bei den Asphaltprüfungen in Tschechien, Deutschland und Österreich geschlagen hätte.

Allerdings kam der 34-Jährige auf der elften Etappe von der Strecke ab und prallte gegen ein Scheunentor. Dabei wurde sein Toyota GR Yaris Rally1 so stark beschädigt, dass er die Wertungsprüfung nicht beenden konnte. Das war jedoch nicht der einzige Grund für die WM-Niederlage, denn Evans hat den WM-Titel nach eigener Aussage schon früher verloren, unter anderem in Portugal und Estland.

Evans in Portugal mit "blödem Unfall"

Vor der Portugal-Rallye führte der Toyota-Pilot die Gesamtwertung an, allerdings hatte der Waliser auf der siebten Wertungsprüfung einen schweren Unfall. "Sicherlich habe ich während der Saison [etwas bereut], ich meine Portugal", erinnert Evans gegenüber Motorsport.com. "Und obwohl es ein wirklich großer Unfall war, war es auch ein etwas blöder Unfall."

"Manchmal ist es okay, mutig zu sein, aber dumm und mutig ist nicht so klug, also war das einer", zeigt sich der aktuelle WM-Zweite über den Unfall selbstkritisch. "Ich denke, es gibt ein paar Bereiche, die wir definitiv hätten besser machen können."

Außerdem gibt es weitere Moment in dieser Saison, mit denen Evans im Nachhinein zu kämpfen hat: "Wenn ich zurückblicke, ärgere ich mich über Estland, denn wenn ich das Gefühl gehabt hätte, das ich in Finnland mit dem Auto hatte, hätte es auch ganz anders laufen können", glaubt der Toyota-Pilot, der in Estland den vierten Platz belegte.

Evans feierte in diesem Jahr schon zwei Siege, nämlich in Finnland und Kroatien. "Finnland war so einfach, aber Estland war ein solcher Kampf", erinnert sich der 34-Jährige. "Wenn wir das Auto zwei Wochen früher gehabt hätten, wäre das sehr hilfreich gewesen."

Lob für Toyota-Teamkollege Rovanperä

Nichtsdestotrotz hat Evans auch Worte für seinen Kontrahenten übrig, der sich nun als jüngster Doppel-Weltmeister in der Geschichte der WRC bezeichnen darf. "Zuallererst möchte ich Kalle gratulieren", sagt der Waliser. "Er ist eine unglaubliche Saison gefahren, und er hat es verdient."

"Hier [bei der Zentraleuropa-Rallye] gab es am Freitag keine Chance, Kalle zu folgen, denn ich denke, die Streckenposition gab dir einen Vorteil von etwa fünf Sekunden pro Etappe", vermutet Evans. "Aber wir wissen auch, wie gut er bei diesen schwierigen Bedingungen ist, sein Stil scheint sehr gut zu passen."

"Zumindest bewegen sich die Dinge in die richtige Richtung. Sogar von meiner Seite aus gab es bei dieser Rallye mehr Fortschritte auf Asphalt, und ich weiß, dass wir in Kroatien gewonnen haben, aber wir hatten hier eine etwas bessere Form."

"Dinge bewegen sich in die richtige Richtung"

Insgesamt ist Evans mit seiner diesjährigen Saison zufrieden, denn im Vergleich zum Vorjahr konnte der Toyota-Pilot deutliche Fortschritte machen und seinen Teamkollegen oftmals unter Druck setzen. "Ich sage immer wieder, dass sich die Dinge zum Besseren wenden. Vor fast zwei Jahren war es schlimm, also bewegen sich die Dinge zumindest in die richtige Richtung", sagt er.

"Es ist einfach das Gefühl von Selbstvertrauen und die Tatsache, dass das Auto ein bisschen mehr von dem tut, was ich will", versucht der 34-Jährige zu erklären. "Es ist nicht so, dass ich eine völlig andere Richtung eingeschlagen hätte als alle anderen, aber ich kam einfach nicht mit den Dingen zurecht, die zu Beginn [der Saison 2022] passierten, während es die anderen konnten."

Beim Finale in Japan muss sich Evans noch einmal gegen Thierry Neuville behaupten, der in der Gesamtwertung nur sieben Punkte hinter dem Toyota-Pilot liegt. Allerdings hat er Hoffnung auf einen versöhnlichen Saisonabschluss: "Seit diesem Jahr läuft es ziemlich gut mit dem Auto und ich verbessere mich ständig."

Motorsport-Total.com

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