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Hayden Paddon strebt keine WRC-Rückkehr an Hayden Paddon fährt in dieser Saison die komplette Rallye-EM
Motorsport Images

"Der Zug ist abgefahren": Hayden Paddon strebt keine WRC-Rückkehr an

WRC-Sieger Hayden Paddon kämpft nicht mehr um eine Rückkehr in die Rallye-Weltmeisterschaft, sondern konzentriert sich auf die ERC und Rallyes in Neuseeland

Gut sieben Jahre nach seinem Sieg bei der Rallye Argentinien 2016 hat Hayden Paddon das Kapitel Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) für sich abgeschlossen. Der Neuseeländer glaubt nicht mehr an eine Rückkehr in die Königsklasse der WRC und konzentriert sich stattdessen auf Programme im Rally2-Auto - in seiner Heimat und in der Rallye-Europameisterschaft (ERC).

"Ich bin jetzt in einer anderen Phase meiner Karriere, ich versuche nicht, in die WRC zurückzukehren", sagte Paddon der englischsprchigen Ausgabe von 'Motorsport.com'. "Wenn man jung ist, macht man die ganze WRC- und WRC2-Sache und versucht, Aufmerksamkeit zu bekommen, aber der Zug ist jetzt offensichtlich abgefahren."

"Also habe ich mich für ein Programm entschieden, das mir mehr Spaß macht und für uns etwas günstiger ist", so Paddon weiter. Auch wenn dieses Programm mit abwechselnden Einsätzen in Neuseeland und Europa eine Menge Reisestrapazen mit sich bringen wird.

Doppelprogramm Europa-Neuseeland

"Mit der kompletten Europa-Saison, den Einsätzen in Neuseeland und den vielen Back-to-Back-Events werde ich sehr beschäftigt und am Ende des Jahres wahrscheinlich ziemlich platt sein", erwartet der Neuseeländer, der im März den ERC-Saisonauftakt in Portugal mit einem Hyundai i20 N Rally2 für sich entscheiden konnte.

"Der große Reiz der ERC liegt darin, dass man Rallyes gewinnen kann", sagt Paddon. "In der WRC2 fährt man nur in einer Klasse. Ich mag es zu gewinnen, also will ich Rallyes gewinnen und nicht nur die Klasse."

Für Hyundai bestritt Paddon 2018 seine letzte volle Saison als Werksfahrer in der WRC und ist der Marke nach wie vor sehr verbunden. Deshalb wurde nach dem Abschied von Ott Tänak Ende 2022 über eine mögliche Rückkehr Paddons in das Werksteam des südkoreanischen Herstellers spekuliert. Ein ernsthaftes Thema war dies jedoch zu keinem Zeitpunkt.

Rückkehr ins Hyundai-Werksteam war nie ein Thema

"Es gab nie irgendwelche Gespräche [mit Hyundai für 2023]", sagt Paddon. "Ich bin ein ziemlich realistischer Mensch, und wenn man vier oder fünf Jahre weg war, ist es viel schwieriger, wieder zurückzukommen."

Zuletzt hatte Paddon für 2019 zwei Starts im WRC-Auto von M-Sport geplant, doch beide kamen nicht zustande: Die Rallye Finnland verpasste der Neuseeländer nach einem Testunfall, die Rallye Australien wurde wegen Buschfeuern abgesagt. Das habe ihn damals sehr getroffen.

"Nach allem, was 2019 in der Rallye-WM passiert ist, war ich ziemlich niedergeschlagen", gibt Paddon zu, "aber jetzt bin ich viel glücklicher in meinem Leben. Ich genieße es, wieder in Neuseeland zu sein, ich wollte dort bleiben und hin- und herreisen, und es ist großartig, dass wir das mit unserem eigenen Team tun."

Auch wenn Paddon das Kapitel Rallye-Weltmeisterschaft grundsätzlich abgeschlossen hat, würde er in einem besonderen Fall doch noch eine Ausnahme machen: "Wenn die Rallye Neuseeland wiederkommt, würde ich sie gerne in einem WRC-Auto bestreiten. Wir haben es im vergangenen Jahr versucht, aber es hat nicht geklappt. Meine Heimrallye in einem WRC-Auto zu fahren, wäre ein Traum, der in Erfüllung geht."

Motorsport-Total.com

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