RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Hyundai auf dem Vormarsch? Tänak und Neuville im Jahr 2024 wiedervereint: Reicht es zum Durchbruch?
Romain Thuillier / Hyundai Motorsport

Hyundai auf dem Vormarsch? Neuville vertraut "Leuten in Schlüsselpositionen"

Hyundai hat mit Francois-Xavier Demaison und Cyril Abiteboul zwei Schlüsselpositionen stark besetzt - Thierry Neuville möchte 2024 angreifen

"Jedes Jahr sieht es gut aus, aber dann endet es schlecht", scherzt Thierry Neuville, der für Hyundai in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) antritt, im Gespräch mit Dirtfish.com. Dennoch glaubt der Belgier, der seit 2014 mit den Koreanern um den WM-Titel kämpft, an den Durchbruch in der Saison 2024, da die Schlüsselpositionen bei der Marke gut besetzt sind. Mit Teamchef Cyril Abiteboul und Ingenieur Francois-Xavier Demaison, die beide Formel-1-Erfahrung mitbringen, soll es für Hyundai aufwärts gehen.

"Ich hatte noch nie so viel Vertrauen in die Schlüsselpersonen wie heute", sagt der 35-Jährige, der in seiner Karriere fünfmal Gesamtzweiter wurde - viermal mit Hyundai. "Cyril lernt die WRC in seiner Position kennen, und deshalb wollen wir im nächsten Jahr unbedingt angreifen. Die Zusammenarbeit mit Francois-Xavier und Christian Loriaux [Technischer Berater von Hyundai] läuft sehr gut."

Neuville glaubt, dass Hyundai schon lange für den großen WRC-Titel bereit sei, doch selbst Ott Tänak, der 2023 für M-Sport-Ford fährt und 2024 zu Hyundai zurückkehren wird, konnte den Titel bisher nicht nach Südkorea holen. Der Este gewann die Weltmeisterschaft 2019, damals aber noch mit Toyota. Seitdem dominieren die Japaner die Serie und gewannen fünf Fahrertitel.

Davor waren Ford, Volkswagen und Citroen die Platzhirsche in der WRC, Hyundai wartet seit dem Einstieg im Jahr 2014 auf den ersten Gesamtsieg - und das trotz Top-Material und Top-Fahrern. In der Saison 2024 heißt es für die Marke "jetzt oder nie", meint zumindest Neuville, der gemeinsam mit Rückkehrer Tänak die WM aufmischen will.

Zuletzt sorgte Neuville mit seinem Sieg bei der Zentral-Europa-Rallye für Schwung und gute Stimmung bei Hyundai. Doch der erfahrene Belgier warnt vor zu viel Euphorie, denn "jede Saison beginnt bei null", die Ergebnisse von 2023 würden daher nicht viel bedeuten. In jedem Fall erwartet Neuville 2024 einen heißen Kampf, nicht nur mit Toyota, sondern auch mit seinem neuen alten Teamkollegen Tänak.

"Es ist immer ein Geben und Nehmen, denn durch die Regeln, die Positionen und die Startaufstellung wird es nie große Abstände geben", ist sich Neuville sicher. Hyundai startete schwach in die Saison 2023 und musste bis zur Rallye Italien - dem sechsten Lauf des Jahres - auf den ersten Sieg warten. Seitdem feierte Neuville zwei Siege, die Meisterschaft ging vorzeitig an Kalle Rovanperä, der seinen Titel vor dem Finale in Japan erfolgreich verteidigte.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ARC, Mühlstein Rallye: Bericht

Großartiges Comeback der Mühlstein Rallye

Zwar feierte der Tscheche Adam Brezik einen klaren Sieg - doch dahinter kam es zu einem spannenden Rennverlauf - am Nachmittag kam es zum großen Showdown im Kampf um das Podium…

ERC & CZ, Barum-Rallye: Vorschau

Wagner, Stengg & Pröglhöf in Zlin

Drei österreichische Piloten suchen bei der Barum Rallye ihr Glück - allen voran Simon Wagner, der dort bereits dreimal auf dem ERC-Podium stand…

ARC, Mühlstein Rallye: Bericht Friesenecker

"Können auf Ergebnis stolz sein!"

Mario Friesenecker und Manuel Otter, erstmals gemeinsam im Ford Fiesta ST des Kellner und Maier Racing Teams am Start, blicken zurück auf die Mühlstein Rallye 2026.