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Rallye Zentraleuropa: Tag 2 Kalle Rovanperä kam mit den schwierigen Bedingungen am besten zurecht
Motorsport Images

WRC Rallye Zentraleuropa 2023: Rovanperä macht die Konkurrenz nass

Kalle Rovanperä zeigt am nassen Freitag bei der Rallye Zentraleuropa eine weltmeisterliche Leistung und deklassiert die Konkurrenz - Lappi fliegt heftig ab

Kalle Rovanperä (Toyota) hat am Freitag bei der Rallye Zentraleuropa, dem vorletzten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2023, die Führung übernommen und seine Rivalen fast schon zu Statisten degradiert. Bei schwierigen Bedingungen mit Regen und zunehmend schmutzigen Straßen zeigte der Finne eine weltmeisterliche Leistung und fuhr einen deutlichen Vorsprung heraus.

Nach acht von 18 Wertungsprüfungen liegt Rovanperä 36,4 Sekunden vor Thierry Neuville (Hyundai). Dritter ist mit 47,2 Sekunden Rückstand Elfyn Evans (Toyota), der bei der Zentraleuropa-Rallye mehr Punkte als Rovanperä holen muss, um die Titelentscheidung bis zum Saisonfinale zu vertagen.

Vierter ist Ott Tänak (Ford), der allerdings bereits 1.30,4 Minuten Rückstand auf die Spitze hat. Auf den weiteren Plätzen folgen Takamoto Katsuta, Sebastien Ogier (beide Toyota), Teemu Suninen (Hyundai) und Gregoire Munster (Ford). Mit Emil Lindholm (Hyundai) und Eric Cais (Skoda) komplettieren zwei WRC2-Fahrer die Top 10.

Bei herbstlichem Wetter konnte Neuville seine Führung vom Vortag nur eine Wertungsprüfung lang verteidigen. Doch schon auf der zweiten Wertungsprüfung des Tages verlor er fast 20 Sekunden auf Rovanperä und gab die Führung an den Finnen ab, der sich in der Folge vom Feld absetzte.

Neuville wählt die falsche Abstimmung

"Heute war es besonders schwierig. Zum Glück war das Wetter ausnahmsweise auf unserer Seite", sagt Rovanperä. "Es war gut, als erstes Auto auf die Strecke zu gehen. Wir können mit unserem Tag zufrieden sein."

Neuville wollte sich trotz des Rückstands keine Vorwürfe machen und führte diesen vor allem auf eine falsche Fahrwerksabstimmung zurück. "Ich bin ständig am Limit des Grips dieses Autos, wir haben heute Morgen einfach ein zu hartes Set-up gewählt."

Auch Evans fehlte das letzte Vertrauen in sein Auto. "Ich hatte an ein paar rutschige Stellen einige heikle Momente. Es sah einfach nicht gut aus und ich habe nicht das volle Potenzial ausgeschöpft", sagt der Waliser, dessen letzte theoretische WM-Chancen am Freitag einen Dämpfer erhielten.

Lappi zerlegt seinen Hyundai

Die letzte Prüfung des Tages erreichte Tänak mit einem kuriosen Defekt. "Ich habe keinen Schalthebel mehr. Das passierte auf den letzten fünf Kilometern oder so", sagt der Este. "Ich weiß nicht, warum mir das passiert, vielleicht war ich zu lange im Kraftraum."

Der achtmalige Weltmeister Ogier erlebte einen gebrauchten Tag. Gleich auf der ersten Prüfung des Tages verlor er wegen eines Reifenschadens vorne 41,9 Sekunden. Weit zurückgefallen, wurde der Franzose anschließend etwas lustlos. "Ich habe keine Motivation mehr", sagte er nach der vierten Prüfung.

Esapekka Lappi (Hyundai) sorgte für den heftigsten Abflug im Feld der Rally1-Fahrer. Kurz nach dem Start zur fünften Wertungsprüfung kam der Finne von der Straße ab und schlug so heftig auf, dass die Kofferraumklappe herausgerissen wurde. Lappi und sein Beifahrer Janne Ferm überstanden den Unfall unverletzt. Ob sie am Samstag an den Start gehen können, ist angesichts der Schäden am Auto zumindest fraglich.

Am Samstag erwarten die Teams bei der Premiere der Zentraleuropa-Rallye zwei Schleifen mit je drei Wertungsprüfungen über insgesamt 109,5 Kilometer.

Motorsport-Total.com

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