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Rallye Zentraleuropa : Tag 3 Thierry Neuville geht als Führender in den Schlusstag
Motorsport Images

WRC Rallye Zentraleuropa 2023: Thierry Neuville vor Schlusstag auf Siegkurs

Thierry Neuville steuert bei der Premiere der Rallye Zentraleuropa auf den Sieg zu, nachdem Kalle Rovanperä nach dem Ausfall von Elfyn Evans kein Risiko mehr eingeht

Hyundai-Pilot Thierry Neuville führt die Rallye Zentraleuropa, den vorletzten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2023, nach dem Samstag an und liegt vor dem letzten Tag auf Kurs zu seinem zweiten Saisonsieg.

Neuville hatte auf der elften Wertungsprüfung die Führung übernommen, nachdem der bis dahin führende Kalle Rovanperä (Toyota) angesichts des Ausfalls seines letzten Titelrivalen Elfyn Evans (Toyota) das Risiko deutlich reduziert hatte.

Nach 14 von 18 Wertungsprüfungen liegt Neuville 26,2 Sekunden vor Rovanperä, für den es nur noch darum geht, die Rallye zu beenden und sich seinen zweiten WM-Titel zu sichern. Dritter ist Ott Tänak (Ford) mit einem Rückstand von 1:49,1 Minuten.

Neuville steht vor zweitem Saisonsieg

Auf den Plätzen vier und fünf folgen die beiden Toyota-Piloten Sebastien Ogier und Takamoto Katsuta, Sechster ist Teemu Suninen (Hyundai) vor den beiden M-Sport-Piloten Gregoire Munster und Pierre-Louis Loubet (beide Ford). Mit Adrien Fourmaux (Ford) und Emil Lindholm (Skoda) komplettieren zwei Rally2-Piloten die Top 10.

Der Ausfall von Evans, der auf der elften Wertungsprüfung von der Straße rutschte und in eine Scheune krachte, stellte die sportliche Situation an der Spitze auf den Kopf. Rovaneprä, der nun mit 31 Punkten Vorsprung nur noch ins Ziel fahren muss, ließ es auf den folgenden Wertungsprüfungen ruhig angehen, nachdem er auf der zehnten Prüfung selbst von der Strecke gerutscht war.

Damit war der Weg frei für Neuville, der nun nicht mehr mit einem Angriff von Rovanperä rechnen muss, auch wenn der Finne die 14. Wertungsprüfung zum Abschluss des Samstags mit 0,5 Sekunden Vorsprung auf Neuville gewann. "Ich habe den ganzen Nachmittag versucht, meinen Vorsprung zu verwalten. Ich bin froh, den Tag als Führender zu beenden. Wir sind auf Kurs", sagt Neuville.

Ogier am Samstag besser in Form

Rovanperä meinte zu seiner etwas überraschenden Tagesbestzeit: "Ich wollte den Tag mit einem guten Gefühl beenden, also habe ich es etwas ernster genommen. Es ist gut, dass wir heute ins Ziel gekommen sind. Ich glaube, das sind die härtesten Asphaltbedingungen, die ich je erlebt habe."

Im Gegensatz zum Freitag blieb der große Regen am Samstag zwar aus, doch die Straßen waren oft stark verschmutzt und entsprechend rutschig. Das wäre Tänak auf der 14. Wertungsprüfung beinahe zum Verhängnis geworden. Der M-Sport-Pilot rutschte in einer langsamen Rechtskurve von der Straße und verlor mehr als 20 Sekunden - auch weil die Hydraulik seines Autos nicht richtig funktionierte.

Ogier, der sich gestern noch krank durch den Tag schleppte, zeigte sich am Samstag in besserer Form und gewann am Nachmittag zwei Wertungsprüfungen. "Das ist mehr Rallye Großbritannien als alles andere", sagt der Franzose über die Bedingungen. "Es ist unglaublich rutschig und macht keinen Spaß, wenn man auf Slicks keinen Grip hat."

Am Schlusstag der Rallye Zentraleuropa stehen noch einmal vier Wertungsprüfungen über insgesamt 67,24 Kilometer auf dem Programm.

Motorsport-Total.com

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