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WRC: Besiegt Toyota den Schotterfluch? Toyota hofft auf einen Sprung an die Spitze in Mexiko
Motorsport Images

Rallye Mexiko: Besiegt Toyota den Schotterfluch in der WRC?

Toyota und Schotter: Das war im vergangenen Jahr eine unglückliche Kombination - Die Japaner hoffen, dass der Knoten in Mexiko platzt

In der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2022 sind Toyota und die Schotterpisten im Kalender keine guten Freunde geworden. Die Japaner waren ihren Konkurrenten oft unterlegen, konnten aber dennoch die Fahrer- und Teamwertung für sich entscheiden. 2023 will die Marke auch auf losem Untergrund angreifen und um die Spitze kämpfen. Dafür wurde hart am Yaris gearbeitet.

Wenn der Schotter keine Fehler verzeiht und die Fahrer besonders fordert, dann hatte Toyota in der Saison 2022 seine Probleme. Sardinien in Italien und Griechenland waren die einzigen Rallyes, bei denen der Hersteller nicht auf dem Podium stand. In Mexiko will Toyota beweisen, dass es auch mit schwierigen Schotterpisten zurechtkommt.

Laut Toyota-Teamchef Jari-Matti Latvala wurde an der Radaufhängung des Yaris gearbeitet, um mit dem losen Untergrund besser zurechtzukommen. Außerdem wurde vor der Rallye Mexiko in Spanien getestet. Der Finne, der beim japanischen WRC-Team die Fäden in der Hand hält, ist zuversichtlich, dass Toyota den richtigen Weg eingeschlagen hat. Die Rückkehr von Mexiko in den Kalender ist sicherlich der ultimative Test.

Toyota strotzt vor Selbstvertrauen

"Wir wissen, dass uns dieser Untergrund im vergangenen Jahr nicht gelegen hat, aber ich bin mir sicher, dass wir in diesem Jahr konkurrenzfähig sein werden", so Latvala. "Wir haben viel an der Radaufhängung des Autos gearbeitet, die uns auf der Strecke Zeit gekostet hat." Vor allem am Kurvenausgang sei der Toyota nicht gut genug gewesen, so die Analyse des Teamchefs.

Die Fahrer hätten zudem über zu viel Untersteuern geklagt, weshalb das Handling beim Test in Spanien im Fokus stand. "Unsere Ingenieure haben viel Zeit in die Veranstaltung und den Test investiert", sagt Latvala. "Wir haben versucht, das Maximum aus den drei Testtagen herauszuholen." Entsprechend zufrieden ist der Finne mit der Vorbereitung auf die Rallye Mexiko.

Auch die Fahrer hätten sich nach dem Test positiv über die Entwicklung des Autos geäußert. Das Handling allein entscheidet aber noch nicht über den Rallye-Sieg. Gerade in Mexiko spielt die Startposition an den ersten Tagen eine wichtige Rolle. Kalle Rovanperä geht an den ersten beiden Tagen als Zweiter ins Rennen, während M-Sport-Pilot Ott Tänak die Prüfungen eröffnen wird.

Startposition elementar wichtig

"Wenn man als Erster startet, ist es fast unmöglich, hier zu gewinnen", meint Latvala. "Für die ersten beiden Autos ist es sehr schwierig. Ab Startplatz vier hat man gute Chancen auf den Sieg, aber die ersten beiden haben definitiv einen Nachteil. Mit einem guten Lauf kann auch der Drittplatzierte eine Chance haben."

Sebastien Ogier hat in Mexiko gute Chancen auf den Sieg. Der Franzose fährt in der WRC nur Teilzeit und hat daher eine gute Ausgangsposition. Zudem hat er in Mexiko bereits sechs Mal gewonnen und kennt die Prüfungen wie seine Westentasche. "Meine Startposition ist gut, aber da viele Autos vor mir auf die Strecke gehen, besteht die Gefahr, dass plötzlich Steine im Weg liegen, mit denen man nicht gerechnet hat. Ein Risiko besteht immer", so Ogier.

Motorsport-Total.com

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