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Jännerrallye 2023: Vorschau Baumschlager
Harald Illmer

Ich bin wieder hier, in meinem Review

Anfang November 2021 ist Raimund Baumschlager zum bisher letzten Mal am Start einer ORM Rallye gestanden. 14 Monate und eine Herz-Operation später, feiert der Rekordstaatsmeister, bei der vom 5. bis 7. Jänner ausgetragenen, 36. Internationalen Jännerrallye, sein mit Spannung erwartetes Comeback auf nationaler Bühne.

Aber nicht nur der Routinier aus Rosenau zählt zu den Attraktionen beim Rallye-Klassiker im Mühlviertel, sondern auch sein Bolide. Baumschlager wird erstmals in Österreich mit dem Škoda Fabia RS Rally2 am Start sein. Der Fabia RS basiert auf einer neuen Plattform, wird von einem neuem 1,6 Liter Turbomotor angetrieben und erzeugt dank neuer Aerodynamik doppelt so viel Abtrieb wie sein Vorgänger. Sind die 17 Son-derprüfungen für den neuen Škoda also noch Neuland, kennt Baumschlager das Rallyeterrain im Mühlviertel bestens aus der Vergangenheit. Bereits zum 16. Mal nimmt der 63-Jährige die „Jänner“ in Angriff, viermal (2004, 2006, 2009, 2015) konnte er sie siegreich beenden. Auch der Co-Pilot ist mit Pirmin Winklhofer ein alter Bekannter. Mit Winklhofer auf dem Beifahrersitz hat Baumschlager 2017 den Meistertitel gewonnen. Der gebürtige Deutsche, der mittlerweile Weinbauer im Burgenland ist, wird die gesamte Sai-son an der Seite von Baumschlager bestreiten, auch weil Thomas Zeltner aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Verfügung steht.

„Das Gefühl am Start wird sicher ein besonders sein. Zum einen ist es meine 40. Saison als Rallyepilot, also eine Jubiläumssaison. Zum anderen weiß ich es sehr zu schätzen, dass ich nach den gesundheitlichen Problemen wieder hier sein kann, um das zu machen, was ich so gerne mache, nämlich eine Rallye zu fahren“, erzählt Baumschlager, der zuletzt noch eineinhalb Testtage absolviert hat und sich körperlich „pumperlgsund und topfit“ fühlt. Der 14fache Staatsmeister ist auch längst mit seinem neuen Boliden zusammengewachsen: „Obwohl das Auto ein wenig größer und aerodynamisch anders ist als sein Vorgänger, habe ich mich sofort daran gewöhnt. Der Škoda FABIA RS liegt extrem ruhig und es ist ein Vergnügen ihn zu fahren.“

Und genau ein solches soll die Jännerrallye für Raimund Baumschlager auch werden. Der Beweis seiner Klasse und seiner Ausnahmestellung im heimischen Rallyesport ist vielfach erbracht, sein Comeback mit bekannter Vorgeschichte eine Sensation, daher soll das Genießen im Vordergrund stehen: „Ich möchte beim Fahren Spaß haben, jeden Kilometer genießen und dankbar sein, dass ich wieder dabei sein kann“. Aber Baumschlager wäre nicht Baumschlager, würde er sich nicht auch am Wettbewerb orientieren und den Vergleich mit der deutlich jüngeren Konkurrenz suchen, auch wenn am Ende die Erkenntnis kommt „Rallyesieger mit 63 Jahren sind auch international eher eine Rarität.“

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