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Lavanttal Rallye: Bericht Mitropa Rally Cup
Paolo Drioli

Fast das halbe Feld fuhr mit

Von den insgesamt 81 Teilnehmern der diesjährigen Lavanttal Rallye kämpften 40 Teams um Meisterschaftspunkte im Mitropa Rally Cup. Am Ende ging auch der 2. Lauf des diesjährigen MRC an das ungarische Team Kristóf Klausz/Tamás Papp. Die Wertung für historische Fahrzeuge sichert sich das einheimische Team Patrik und Julia Hochegger auf einem Opel Kadett GT/E.

Der Ungar Kristóf Klausz gewinnt mit Beifahrer Tamás Papp auch den zweiten Wertungslauf des Mitropa Rally Cup (MRC) mit einem Start-Ziel-Sieg auf seinem Škoda Fabia Rally2 evo. Auf Platz 2 des Podiums läuft das deutsche Team Albert von Thurn und Taxis /Jara Hain (Škoda Fabia Rally2 evo) ein. Das Treppchen auf dem Podium komplett machen der diesjährige Mitropa Rally Cup Neueinsteiger Dominik Dinkel mit Beifahrer Primin Winklhofer (Ford Fiesta Rally2).

Heftig umkämpft wurde Platz 2 der MRC-Wertung. Am Ende des ersten Tages lag Dominik Dinkel mit einem kleinen Vorsprung von 3,5 Sekunden vor seinem Widersacher Albert von Thurn und Taxis. Ab dem Vormittag des 2. Tages übernahm diesen Platz dann jedoch von Thurn und Taxis. Ein von einem Magen-Darm-Infekt geplagter Dinkel, das übrigens das gesamt ZM-Racingteam befiel, konnte dem auch aufgrund des angegriffenen Gesundheitszustands nichts entgegensetzen.

Die Top 5 Teams machen der Ungarn András Hadik/Krisztián Kertész (Ford Fiesta Rally2) sowie die amtierenden MRC Meister, Hermann Gaßner sen./Karin Thannhäuser (Mitsubishi Lancer Evo X R4) komplett.

Die 2WD-Sonderwertung gewinnt der 18-jährige Slowene Mark Škulj (Opel Corsa Rally4 ) vor seinem Landsmann Simon Ron?el (Peugeot 208 Rally4). Den dritten Platz belegt der Deutsche Liam Müller (Opel Corsa Rally4).

Der starke Auftritt der Mitropa Rally Cup Mannschaften setzt sich auch bei dieser Rallye fort. So fuhren wieder 5 Mannschaften des MRC unter die Top 10 dieses dritten Wertungslaufs zur Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft. Die Crews kämpften bei extrem schwierigen Streckenverhältnissen auf insgesamt 10 Sonderprüfungen über 122 Kilometern im Renntempo.

In der Wertung für historische Fahrzeuge ließen der Lokalmatador Patrik Hochegger mit Beifahrerin Julia Hochegger mit ihrem Opel Kadett GT/E von Anfang an keinen Zweifel an ihren Siegesambitionen aufkommen. Sie fuhren sicher einem Start-Ziel-Sieg entgegen. Um den zweiten Platz entbrannte ein Kampf zwischen Burghard Brink (Lancia Delta Integrale 16V), Gerhard Openauer und dem amtierenden Meister in dieser Kategorie, dem Italiener Rino Muradore, beide auf Ford Escort RS 2000 MKII. Muradore strauchelte mit technischen Problemen am Samstagmorgen und musste aufgeben. Der lange auf dem 2. Platz fahrende Brink musste sich jedoch am Ende von Openauer geschlagen geben und belegt einen sicheren 3. Platz.

Auch in der Wertung der Mitropa Clubmeisterschaft sicherte sich einem Start-Ziel-Sieg das deutsche Team Martin Kainz/Melanie Kalinke (Mitsubishi Lancer Evo IX) den ersten Platz. Der stark fahrender Italiener Federico Laurencich (Peugeot 106 16V) konnte dem am Ende nichts entgegensetzen. Nach einem anhaltenden Zweikampf mit dem Slowaken Robert Kol?ák (Volkswagen Polo Proto) belegte er Rang 2, Kol?ák macht mit dem 3. Rang das Podium komplett.

Am Freitag begann die 45. LKW FRIENDS on the Road Lavanttal Rallye powered by Skoda Dohr mit der Absage der Sonderprüfung 1 und 3 (Theissenberg – Vorderlimberg, 14,6 km) aufgrund der problematischen Wetterlage. Im Lavanttal war pünktlich zur Rallye der Winter zurückgekehrt. Wegen der Schneelast stürzten auf diesem Streckenabschnitt reihenweise die Bäume um und blockierten die Strecke. Somit blieben am ersten Rallyetag nur knapp 18 Sonderprüfungs-Kilometer übrig.

Auch am Tag zwei präsentierte sich die Rallye mit schwierigen, wechselnden Streckenverhältnissen. Insgesamt ist die traditionsreiche Lavanttal-Rallye eine der anspruchsvollsten Rallyes im Kalender des Mitropa Rally Cup. Diesen dritten Lauf zur Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft gewannen Hermann Neubauer/Ursula Mayrhofer (Škoda Fabia Rally2 evo) vor Simon Wagner/Gerald Winter (Škoda Fabia RS Rally2). Auf Rang 3 lief der Sieger der MRC-Wertung, Kristóf Klausz, ein. Ihm folgte auf Rang 4 die österreichische Rallyelegende Raimund Baumschlager (Škoda Fabia RS Rally2).

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