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2026 Chance für Irland? Irland könnte 2026 wieder Gastgeber der Rallye-WM sein
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WRC will zusätzliche Asphaltrallye: 2026 Chance für Irland?

Die traditionsreiche Rallye Irland könnte 2026 als zusätzlicher Asphaltlauf in den Kalender der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) aufgenommen werden

Mit Irland nimmt ein weiteres Land Kurs auf die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC). Bereits 2026 könnte die WRC wieder auf der "grünen Insel" Station machen. Konkrete Verhandlungen zwischen dem WRC-Promoter und den lokalen Organisatoren nähern sich einen entscheidenden Stadium, wie WRC-Event-Direktor Simon Larkin im Gespräch mit Autosport, einer Schwesterpublikation von Motorsport-Total.com im Motorsport Network, bestätigte.

"Wir arbeiten mit Motorsport Ireland zusammen, insbesondere mit ihrem Präsidenten Aiden Harper, der einen fantastischen Job macht", so Larkin. "Ich denke, dass die Meisterschaft gerne nach Irland gehen würde, und wir wollen auch eine weitere Asphaltveranstaltung hinzufügen, um das Ganze etwas auszubalancieren. Irland ist ein fantastischer Kandidat."

Gerade der Wunsch der Rallye-WM, eine weitere Asphaltrallye in den Kalender aufzunehmen, könnte für Irland eine Chance sein. Im Jahr 2024 werden inklusive der Rallye Monte Carlo nur vier der 13 WM-Läufe auf Asphalt ausgetragen.

Irland war viermals Schauplatz eines WRC-Laufs

Im 14 Läufe umfassenden Kalender der WRC-Saison 2025 stehen mit Monte Carlo, Zentraleuropa, Japan und der erstmals im Rahmen der Rallye-WM ausgetragenen Rallye Gran Canaria nur vier Asphaltrallyes auf dem Programm. 2026 sollen es nach dem Willen der WRC-Veranstalter fünf sein, wobei auch die Rallye Kroatien nach einem Jahr Pause wieder in den Kalender zurückkehren soll.

"Es ist sehr wahrscheinlich, dass [ein zusätzlicher Asphaltlauf] in den bestehenden 14-Läufe-Kalender aufgenommen wird", sagt Larkin, der sich im vergangenen Monat mit Mitgliedern der irischen Regierung getroffen hat, um die WM-Pläne des Landes zu besprechen. "Wir haben uns mit der Abteilung für große Sportarten des Sportministeriums getroffen und eine gute Präsentation gemacht, die wir weiter verfolgen und erneut vorstellen werden", sagt er.

Zwischen 2005 und 2009 war Irland viermal Gastgeber eines WM-Laufs. Der Rallye-Sport hat auf der Insel eine lange Tradition. Der "Circuit of Ireland" wurde 1931 zum ersten Mal ausgetragen und zählt damit zu den ältesten Rallyes der Welt.

Nach schwierigen Jahren Rückkehr auf die große Bühne?

Nach dem letzten Gastspiel der Rallye-Europameisterschaft im Jahr 2016 hatte die Rallye in den vergangenen Jahren mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Von 2017 bis 2019 fiel die Veranstaltung aus finanziellen Gründen aus, ein geplantes Comeback 2020 und 2021 wurde durch die COVID-19-Pandemie vereitelt.

Pläne, die Rallye Irland im Rahmen der Rallye-Weltmeisterschaft wieder aufleben zu lassen, sind nicht neu. Sie scheiterten zuletzt daran, dass die von der irischen Regierung für 2025 zugesagte Finanzierung in Höhe von 15 Millionen Euro nicht gesichert werden konnte.

Doch jetzt sind die wirtschaftlichen Voraussetzungen für einen WM-Lauf in Irland nach Ansicht der lokalen Organisatoren wieder gegeben. Motorsport Ireland schätzt, dass die Rallye 300 Millionen Euro für die lokale Wirtschaft generieren würde, da sie über einen Zeitraum von drei Jahren an drei Orten - Waterford, Kerry und Limerick - stattfinden würde.

Die wirtschaftliche Nachhaltigkeit der Veranstaltungen ist auch für den WRC-Veranstalter wichtig, wenn er den Kalender zusammenstellt. "Wir nehmen für viele dieser Veranstaltungen öffentliche Gelder in Anspruch und wollen beweisen, dass es sich dabei nicht um verschwendetes Geld handelt, sondern dass dieses Geld wieder zurückfließt, da die Zahl der internationalen Besucher, die an diesen Veranstaltungen teilnehmen, neues Geld in die Region und die Stadt bringt, was sich wiederum auszahlt", so Larkin.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der WM-Läufe werden derzeit am Beispiel der Zentraleuropa-Rallye sowie der Läufe in Litauen und Polen untersucht.

Motorsport-Total.com

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