RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Nach Chile-Ausfall Sebastien Ogier glaubt nicht mehr, dass er 2024 Rallye-Weltmeister werden kann
Motorsport Images

Sebastien Ogier schreibt WRC-Titel nach Ausfall bei der Rallye Chile ab

Nach seinem Ausfall bei der Rallye Chile glaubt Sebastien Ogier nicht mehr daran, Thierry Neuville im Kampf um den WM-Titel noch abfangen zu können

"Es scheint vorbei zu sein" - mit diesen Worten fasste Sebastien Ogier am Samstag seine Hoffnungen im Kampf um den Fahrertitel in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) zusammen. Nach seinem Ausfall auf der achten Wertungsprüfung der Rallye Chile glaubt der achtfache Weltmeister nicht mehr daran, den WM-Führenden Thierry Neuville noch einholen zu können.

Nach drei Siegen und drei zweiten Plätzen war Ogier vor der letzten Schotterrallye des Jahres mit 38 Punkten der bestplatzierte Toyota-Pilot. Deshalb bat das Team den Franzosen, sein Teilzeitprogramm zu verlängern und bei allen verbleibenden WM-Läufen an den Start zu gehen.

In Chile zeigte Ogier zu Beginn eine beeindruckende Pace, ehe ihn am Freitag ein Reifenschaden gut 1:50 Minuten kostete. Danach kämpfte sich Ogier vom 15. auf den neunten Platz nach vorne. Doch dann traf er am Samstag auf der achten Wertungsprüfung einen Stein, wodurch eine Schraube an der Vorderradaufhängung seines GR Yaris brach und er in einem Graben liegen blieb.

Gebrochener Bolzen führte zum Ausfall

"Es war ziemlich einfach, es lagen Steine auf der Strecke am Bremspunkt und mindestens einer sehr nahe an der Ideallinie, was ich nicht in meinen Aufzeichnungen hatte", erklärt Ogier den Vorfall.

"Das Problem an diesem Bremspunkt ist, dass man voll auf der Bremse steht und ein kleiner Aufprall einen großen Schaden verursachen kann. Aber eigentlich war es kein großer Schaden, nur ein gebrochener Bolzen. Das war's, dann konnte ich die nächste Kurve nicht mehr nehmen, und dann sind wir im Graben steckengeblieben, weil es dort sehr weich war. Da wir die Schraube nicht dabei hatten, konnten wir es nicht reparieren", so Ogier weiter.

Damit waren seine letzten Meisterschaftshoffnungen geplatzt, doch Ogier nahm es gelassen. "Zumindest in dieser Hinsicht bin ich nicht wirklich enttäuscht, denn es ist erst vor zwei Rallyes zu einem Ziel geworden. Davor war es nicht wirklich eines", so der Franzose, der seit 2021 keine komplette WRC-Saison mehr bestritten hat.

Volle Konzentration auf den Herstellertitel

"Viele Leute haben mir gesagt, dass ich der Meisterschaft keinen Gefallen tue, wenn ich sie gewinne und nicht die ganze Saison fahre", sagt Ogier. "Letztlich bin ich ein Wettkämpfer, und solange ich die Chance hatte, habe ich versucht, sie zu nutzen."

Ogier konzentriert sich nun ganz darauf, Toyota in der Herstellerwertung zu helfen. Dort liegt die japanische Marke derzeit 35 Punkte hinter Hyundai. "Das war mein Hauptziel in diesem Jahr, dem Team zu helfen", sagt er.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

WRC Kroatien: Nach Tag 2 (SP8)

Pajari führt - Keferböck im Masters Cup vorne

Nachdem Oliver Solberg und auch Elfyn Evans früh im Wald landeten hat sich Toyota-Youngster Sami Pajari in Kroatien an die Spitze gesetzt, aber Hyundai hält mit. Im WRC Masters Cup führen Keferböck/Minor mit rund vier Minuten Vorsprung.

EHRC Historic Rally Fafe: Bericht Rosenberger

Der "Technikteufel" war erneut aktiv

Nach den Troubles auf Mallorca war der „Technik-Teufel“ nun auch in Portugal aktiv - Der Subaru Impreza GT Turbo Gr. A von Autosportif blieb schon nach SP1 stehen
- Rosenberger & Co Schwarz glänzten danach mit SP-Bestzeiten und Klassensieg

ARC, Lavanttal Rallye: Bericht Nothdurfter

Frühlingsstimmen

So wie bei der aktuellen Wetterlage zeichnet sich auch bei den Rallye-Aktivitäten von Alfons Nothdurfter eine deutliche Aufhellung ab. Der Ford Fiesta Proto läuft zwar noch nicht ganz perfekt, aber es waren deutliche Fortschritte gegenüber den bisherigen Rallyes erkennbar.

WRC Kroatien: Bericht K4 Rally Team

Tabellenführung im WRC Masters Cup zurückerobert!

Mit einem klaren Sieg im WRC Masters Cup konnten Johannes Keferböck und Ilka Minor bei der WM-Rallye in Kroatien die Tabellenführung zurückerobern. Schon in zwei Wochen soll ein weiterer Masters-Sieg eingefahren werden. Johannes ist top motiviert: „Auf Gran Canaria volle Attacke!“

Lavanttal Rallye: Mitropa Rally Cup

Stengg & Kobal gewinnen Mitropa Cup

Roland Stengg gewinnt mit Beifahrerin Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) die Mitropa Rally Cup Wertung. In der Gruppe der historischen Fahrzeuge siegen Alois Nothdurfter/Manfred Cerny auf ihrem Ford Sierra RS Cosworth.