RALLYE

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Jännerrallye:  PK
Foto: Ernst Haneder

Spannung steigt, Hoffnungen leben

Bei der Pressekonferenz zur 39. LKW FRIENDS on the road JÄNNERRALLYE powered by WIMBERGER waren Teilnehmer, Sponsoren und Medienvertreter in riesiger Anzahl zu Besuch

Mit der Pressekonferenz im ROTAX MAX Dome in der Linzer Holzstraße wurde am vergangenen Mittwoch praktisch der Startschuss für die 39. Auflage der LKW FRIENDS on the road JÄNNERRALLYE powered by WIMBERGER 2026 abgefeuert. Vor voll gefülltem Haus stellten die Organisatoren Christian Birklbauer und Georg Höfer, der auch Rallyeleiter sein wird, den Sponsoren und Medien die kommende Großveranstaltung vom 2. bis 4. Jänner in Freistadt vor. Zudem bekamen die anwesenden Teilnehmer von Staatsmeister Simon Wagner über Jännerrallye-Titelverteidiger Michael Lengauer bis zum Junioren-Champion Marcel Neulinger ihre Bühne, um sich selber und auch ihre Erwartungen zu präsentieren.

Zu Wort kamen über Videobotschaften auch die beiden internationalen Aushängeschilder des Saisonauftakts. So meinte der norwegische WM-Pilot Mads Østberg, der in einem Citroen C3 Rally2 des Freistädter E&S Teams die Jännerrallye mit der Startnummer 1 eröffnen wird: „Als Skandinavier hoffe ich natürlich auf jede Menge Schnee. Die Jännerrallye war schon immer ein Traum von mir. Ich freue mich schon sehr auf meinen Start und bin überzeugt, dass wir den vielen Fans dort eine gute Show bieten können.“

Mit Startnummer 2 wird der brandneu angelieferte Ford Fiesta Rallye 2 von Romet Jürgensen aus Estland gebrandet sein. Der von M-Sport aus England importierte Bolide wird von ZM Racing eingesetzt und somit auch betreut. Romet Jürgensen gilt als aufstrebender Pilot in der Weltmeisterschaft und will seine Klasse im Mühlviertel ausspielen: „Ich habe mir einige Videos der letzten Jännerrallyes angesehen und dabei festgestellt, dass die Bedingungen eigentlich nicht vorherzusagen sind. So wird es wohl auch heuer sein. Aber ich freue mich natürlich schon sehr auf meinen ersten Start in Oberösterreich und werde voll auf Angriff fahren.“

Während die beiden Topstars also ihrer Jännerrallye-Premiere entgegenfiebern, geht ein absoluter Publikumsliebling dort bereits zum 20. Mal an den Start. Der Bäckermeister aus Sankt Oswald bei Freistadt Ernst Haneder fährt mit einem Toyota GR Yaris in der ORM 2 und schwärmt dabei genauso wie bei seiner ersten Teilnahme: „Nach 20 Starts könnte man glauben, das ist Routine, aber gerade die Jännerrallye verzeiht keine Routine. Wetter, Eis, Nebel, Lichtverhältnisse – jedes Jahr ist anders. Es gibt Rallyes, die fährt man mit dem Gasfuß. Die Jännerrallye fährt man mit dem Kopf. Wer da ins Ziel kommt, hat Respekt vor dem Bewerb, egal ob Profi oder Amateur. Ich bin einfach dankbar, dass ich meinen Kindheitstraum erfüllen durfte und diesmal wieder darf. Viele fahren Rallye, um zu gewinnen. Ich fahre die Jännerrallye, weil sie Teil meiner Geschichte ist.“

Junioren-Champion Marcel Neulinger ist über die komplette Saison 2026 ins BRR Team von Rekordstaatsmeister Raimund Baumschlager integriert und lenkt einen in Österreich noch nicht so bekannten Lancia Ypsilon Rally4. Hinsichtlich seiner Erwartungshaltung findet Marcel Neulinger so kurze wie unmissverständliche Worte: „Platz zwei wäre schon eine Enttäuschung.“

Der fünffache Historic-Europameister Karl Wagner, der mit der Firma TEC7 auch für die nächsten zwei Jahre als Hauptsponsor der Österreichischen Rallye-Staatsmeister fungiert, sieht mit seinem Porsche 911 Chancen und Herausforderung zugleich: „Die Jännerrallye mit Hinterradantrieb zu bestreiten, ist immer wieder ein Abenteuer an sich. Aber das heißt nicht, dass wir nicht alles probieren werden, um am Ende zumindest auf einem Podestplatz ins Ziel zu kommen.“

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