RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Jännerrallye: Bericht Schindelegger
Foto: Claudio Pocar

Die Vernunft musste siegen

Bei der Jännerrallye 2025 wollte das Rallyeteam Schindelegger die ersten Punkte für die neue Saison sammeln. Doch durch eine Erkrankung ausgebremst, musste das Team am letzten Renntag die Vernunft siegen lassen und die Rallye vorzeitig beenden.

Der Start in die Rallyesaison 2025 war für das Rallyeteam Schindelegger äußerst enttäuschend. Top vorbereitet und hoch motiviert standen Lukas und Helmut am Start in Freistadt. Denn kurz vor dem Start des letzten Tages der dreitägigen Rallye musste Lukas krankheitsbedingt aufgeben.

Auch dieses Jahr fahren die Beiden mit dem kernsanierten Ford Escort RS2000 und hatten Dank der Unterstützung der Sponsoren Eschelmüller Holz, SanLucar und Hengstberger nochmals in das Reifenmaterial investiert, das exklusiv für die Jännerrallye benötigt wird.

Doch egal wie gut und neu die Reifen sind, aus einer Heckschleuder wie dem Ford Escort des Teams kann man kein ideales Fahrzeug für Eis und Schnee machen. Damit war schon mit dem Wintereinbruch am Tag vor der Jännerrallye klar, dass es für das Rallyeteam Schindelegger nicht um den Gesamtsieg bei den Historischen gehen kann, sondern nur darum, solide Punkte mitzunehmen und den Fans eine gute Show zu bieten.

Das gelang sowohl am Freitag als auch am Samstag sehr gut. Lukas und Helmut legten eine fehlerfreie Fahrt hin, die nur so von endlosen Drifts geprägt war und dabei auch einige ordentliche Zeiten produzierte. Gerade aber der Samstag sollte für das Team zur Zerreißprobe werden. Denn die Jännerrallye wird nicht nur durch Eis und Schnee geprägt, sondern auch durch den äußerst fordernden Zeitplan und die langen Verbindungswege. Damit bleiben keinem der Teams irgendwelche Pausen zur Regeneration. Der Samstag allein beinhaltete 100 Sonderprüfungskilometer, aufgeteilt auf 10 Sonderprüfungen und fast 14 Stunden im Rennauto.

Für Lukas, der schon seit der zweitägigen Besichtigung immer wieder durch sich verschlimmernde Hustenanfälle beeinträchtigt wurde, sollte der Samstag dann endgültig zu viel sein. Die Krankheit forderte zu viel Kraft und das Risiko, durch einen Konzentrationsfehler einen Unfall zu verursachen, wurde zu groß. Und so musste am Morgen des Schlusstages die Vernunft siegen und das Team aufgeben, denn noch waren 8 Sonderprüfungen und 300km zu fahren.

Damit beginnt die Rallyesaison 2025 denkbar schlecht für das Rallyeteam Schindelegger. Doch noch ist nichts - außer einem Streichergebnis - verloren. Das Positive für das Team ist, dass weder Mensch, noch Maschine bleibende Schäden davongetragen haben und so kann der Kampf um die Titelverteidigung ungestört bei der Rebenland Rallye fortgesetzt werden.

Diese findet am 28. und 29. März in Leutschach statt und wird mit Asphalt deutlich passenderen Untergrund für die Heckschleuder bieten, als es noch auf Eis und Schnee der Fall war.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ET König Rallye: Bericht TEC7 HRM & ORC

Wagner siegt - Karlhofer mit Sensations-Comeback

Karl Wagner und Gerda Zauner gewinnen eine turbulent-großartige ET König Judenburg-Rallye - für Aufsehen sorgte Lancia-Spezialist Martin Karlhofer, der erstmals seit 2004 wieder bei einer Rallye an den Start ging und prompt mit einigen Bestzeiten aufhorchen ließ. Bei den Österreichischen Rallye Classics gewannen Alex Strobl und Cathy Schmidt.

ARC, ET König Rallye: Bericht Zellhofer

Christoph Zellhofer bremste seine Gegner aus

Der Niederösterreicher hielt mit einem Triumph bei der ET KÖNIG Rallye im Murtal seine Titelchance in der ORM 2 am Leben / Auf dem Stadtkurs durch Judenburg stellte er im Suzuki Swift ZMX die Weiche auf Sieg

ORM/ARC, ET König Rallye: Nach SP10

Alles beim Alten an der Spitze

Toyota-Pilot Hermann Neubauer hält bei der ET KÖNIG Rallye im Raum Judenburg nach wie vor die Führung / Sekunden-Duelle um Platz drei und in der ORM 2 (Foto zeigt Günther Knobloch, der knapp vor Christoph Zellhofer die ORM2 anführt)

Nachgefragt bei AMF & Manfred Stohl

Streitfrage: Rallye schon ab 13?

Der 19-jährige Este Jaspar Vaher zeigte in der ERC gehörig auf - er fuhr schon ab 13 als Vorausauto, ab 14 im Bewerb. Soll man auch bei uns das Mindestalter für Rallye-Teilnahmen herabsetzen?

MRC, Rally Mecsek: Vorschau

Mitropa Rally Cup gastiert in Ungarn 

Bei der 59. Mecsek Rallye (11.-13.06.26) in Ungarn geht der Mitropa Rally Cup in seine 5. Runde der diesjährigen Meisterschaft.

ARC, ET König Rallye: Bericht Neulinger

Marcel Neulinger triumphiert auch in Judenburg!

Marcel Neulinger setzte seine beeindruckende Siegesserie bei der ET KÖNIG Judenburg Rallye 2026 fort und holte den vierten Saisonsieg in der Steiermark!