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Jännerrallye: Bericht Schindelegger
Foto: Claudio Pocar

Die Vernunft musste siegen

Bei der Jännerrallye 2025 wollte das Rallyeteam Schindelegger die ersten Punkte für die neue Saison sammeln. Doch durch eine Erkrankung ausgebremst, musste das Team am letzten Renntag die Vernunft siegen lassen und die Rallye vorzeitig beenden.

Der Start in die Rallyesaison 2025 war für das Rallyeteam Schindelegger äußerst enttäuschend. Top vorbereitet und hoch motiviert standen Lukas und Helmut am Start in Freistadt. Denn kurz vor dem Start des letzten Tages der dreitägigen Rallye musste Lukas krankheitsbedingt aufgeben.

Auch dieses Jahr fahren die Beiden mit dem kernsanierten Ford Escort RS2000 und hatten Dank der Unterstützung der Sponsoren Eschelmüller Holz, SanLucar und Hengstberger nochmals in das Reifenmaterial investiert, das exklusiv für die Jännerrallye benötigt wird.

Doch egal wie gut und neu die Reifen sind, aus einer Heckschleuder wie dem Ford Escort des Teams kann man kein ideales Fahrzeug für Eis und Schnee machen. Damit war schon mit dem Wintereinbruch am Tag vor der Jännerrallye klar, dass es für das Rallyeteam Schindelegger nicht um den Gesamtsieg bei den Historischen gehen kann, sondern nur darum, solide Punkte mitzunehmen und den Fans eine gute Show zu bieten.

Das gelang sowohl am Freitag als auch am Samstag sehr gut. Lukas und Helmut legten eine fehlerfreie Fahrt hin, die nur so von endlosen Drifts geprägt war und dabei auch einige ordentliche Zeiten produzierte. Gerade aber der Samstag sollte für das Team zur Zerreißprobe werden. Denn die Jännerrallye wird nicht nur durch Eis und Schnee geprägt, sondern auch durch den äußerst fordernden Zeitplan und die langen Verbindungswege. Damit bleiben keinem der Teams irgendwelche Pausen zur Regeneration. Der Samstag allein beinhaltete 100 Sonderprüfungskilometer, aufgeteilt auf 10 Sonderprüfungen und fast 14 Stunden im Rennauto.

Für Lukas, der schon seit der zweitägigen Besichtigung immer wieder durch sich verschlimmernde Hustenanfälle beeinträchtigt wurde, sollte der Samstag dann endgültig zu viel sein. Die Krankheit forderte zu viel Kraft und das Risiko, durch einen Konzentrationsfehler einen Unfall zu verursachen, wurde zu groß. Und so musste am Morgen des Schlusstages die Vernunft siegen und das Team aufgeben, denn noch waren 8 Sonderprüfungen und 300km zu fahren.

Damit beginnt die Rallyesaison 2025 denkbar schlecht für das Rallyeteam Schindelegger. Doch noch ist nichts - außer einem Streichergebnis - verloren. Das Positive für das Team ist, dass weder Mensch, noch Maschine bleibende Schäden davongetragen haben und so kann der Kampf um die Titelverteidigung ungestört bei der Rebenland Rallye fortgesetzt werden.

Diese findet am 28. und 29. März in Leutschach statt und wird mit Asphalt deutlich passenderen Untergrund für die Heckschleuder bieten, als es noch auf Eis und Schnee der Fall war.

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