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Im TV-Interview geflucht Adrien Fourmaux kam ein TV-Interview bei der Rallye Schweden teuer zu stehen
Motorsport Images

Im TV-Interview geflucht: 10.000 Euro Strafe für WRC-Pilot Adrien Fourmaux

Hyundai-Pilot Adrien Fourmaux wird bei der Rallye Schweden die neue FIA-Richtlinie über die Verwendung unangebrachter Sprache zum Verhängnis

Hyundai-Fahrer Adrien Fourmaux wurde nach einem Vorfall während der Rallye Schweden zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt. Weitere 20.000 Euro wurden zur Bewährung ausgesetzt. Grund dafür war die Verwendung von "unangemessener Sprache" in einem Interview, das im Rahmen des zweiten Laufs zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) live im Fernsehen übertragen wurde.

Der Vorfall ereignete sich am Ende der 18. Wertungsprüfung, als Fourmaux im Interview auf ein Missgeschick am Start der elften Prüfung zurückblickte, bei dem er die Etappe begann, ohne seinen Helm korrekt befestigt zu haben.

In seiner Antwort sagte Fourmaux bezogen auf den Vorfall vom Vortag im englischen Original "we fucked up yesterday", was auf Deutsch sinngemäß bedeuten würde: "Wir haben es gestern verbockt." Die Verwendung des Schimpfworts wurde von den Sportkommissaren als Verstoß gegen Artikel 12.2.1.l des Internationalen Sportkodex (ISC) der FIA gewertet.

Wie die Sportkommissare die Strafe begründen

Im Urteil der Sportkommissare heißt es: "Nach Abschluss der Powerstage der Rallye Schweden 2025 gab der Fahrer ein Interview und schloss dieses mit den Worten '... we f***ed up yesterday' ab. Der Kommentator von Rally.TV reagierte darauf mit 'Entschuldigung für die Ausdrucksweise'."

Fourmaux erklärte gegenüber den Stewards, dass er mit der Aussage auf Fehler des Vortages anspielte und das Schimpfwort in einer umgangssprachlichen und beschreibenden Weise benutzt habe. Er entschuldigte sich dafür und betonte, dass er niemanden beleidigen oder verletzen wollte.

Die FIA und die Stewards erinnerten den Fahrer sowie seinen Teamvertreter an die Haltung der FIA zu unangemessener Sprache und weiteren Verhaltensregeln, darunter auch die Vermeidung von beleidigenden Äußerungen oder politisch, religiös oder persönlich gefärbten Aussagen.

FIA erinnert an Vorbildfunktion der Fahrer

"Die Stewards und die FIA erkennen an, dass die verwendeten Worte leider zu gängigen umgangssprachlichen Ausdrücken geworden sind. Dennoch ist es entscheidend zu betonen, dass solche Sprache als anstößig gilt und in der öffentlichen Kommunikation, einschließlich Live-Übertragungen, unangebracht ist", so der Bericht weiter.

Die FIA hob hervor, dass Motorsport eine globale Sportart ist, die Menschen verschiedenster Altersgruppen und kultureller Hintergründe anspricht. Unangemessene Sprache könne von Teilen des Publikums als beleidigend empfunden oder missverstanden werden.

Darüber hinaus stellte die FIA klar, dass Sportler als öffentliche Figuren und Vorbilder eine besondere Verantwortung tragen, in ihrer Kommunikation Professionalität und Respekt zu zeigen.

Regeln waren im Januar verschärft worden

Abschließend betonten die Stewards, dass die verhängte Geldstrafe sowie die auf Bewährung ausgesetzte Strafe verhältnismäßig im Rahmen der Richtlinien des FIA ISC seien.

Die FIA hatte die Regeln und Strafen für die Verwendung unangemessener Sprache im Januar 2025 deutlich verschärft. Im schlimmsten Fall drohen den Fahrern nun sogar Rennsperren. Zuvor hatte bereits FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem die Formel-1-Fahrer ermahnt, bei offiziellen Auftritten auf die Verwendung von Schimpfwörtern und Ähnlichem zu verzichten.

Motorsport-Total.com

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