RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Ott Tänak Ott Tänak freut sich auf die Rally1 ohne Elektromotor
Hyundai Motorsport

Tänak: Rally1-Auto ohne Hybrid "genau das, was ein Rallyeauto sein sollte"

Für die WRC-Saison 2025 wurde der Hybrid aus den Rally1-Autos gestrichen - Ott Tänak hält den reinen Verbrenner für ein pures Rallyeauto

"Einfacher" und "leichter zu fahren": Ott Tänak freut sich über das Aus des Elektromotors in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC). Nachdem die Rally1-Autos von 2022 bis 2024 mit einem Hybridsystem ausgestattet waren, strich der Automobil-Weltverband (FIA) die Elektro-Komponente für die Saison 2025 aus dem Reglement. Die Rallye-1-Autos sind nun etwas langsamer, weil die Leistung fehlt, gleichzeitig wird Gewicht gespart, weil keine Batterie mitgeschleppt werden muss.

Die Fahrer verzichten auf 130 Pferdestärken, die der Elektromotor lieferte. Der 1,6-Liter-Turbomotor hat aber auch alleine genug Dampf auf der Kette, um für spannendes Racing zu sorgen. 87 Kilogramm wurden vom Auto genommen, was die Rally1-Boliden nicht nur leichter, sondern auch agiler macht. Die abgespeckten Rally1-Autos werden bei der Rallye Monte Carlo vom 23. bis 26. Januar 2025 erstmals im Wettbewerb eingesetzt.

Natürlich wurden die Toyotas, Hyundais und Fords im Vorfeld der Saison ausgiebig ohne Elektromotor getestet, um wichtige Daten für die Saison 2025 zu sammeln. Auch die neuen Reifen von Hankook wurden einem Härtetest unterzogen. Tänak über seine Erfahrungen: "So muss ein Rallyeauto sein. Es war eine große Aufgabe, das Auto an die Regeländerungen anzupassen."

"Das Konzept des Rallyeautos ist jetzt viel einfacher", fährt der Weltmeister von 2019 fort. "Früher gab es viele Strategien und wir mussten den Hybrid ausreizen. Wir mussten entscheiden, wie und wann wir die Leistung nutzen und das in unserem Aufschrieb festhalten. Jetzt sind wir wieder bei den Wurzeln, so wie es vor ein paar Jahren war."

"Es ist viel einfacher", fährt Tänak fort. "Es ist auch einfacher, das Auto zu fahren. Vom Fahrverhalten her ist es so, wie ein Rallyeauto sein sollte. Das Auto ist wieder leichter, was im Motorsport immer gut ist. Gewicht ist alles und wenn das Fahrzeug leichter ist, kann man mehr damit spielen, was positiv ist. Wir haben einen Millimeter am Ladedruckbegrenzer verloren, was nicht positiv ist, weil wir weniger Leistung haben. Insgesamt ist das Konzept aber nicht so schlecht."

Vor dem Saisonstart 2025 gibt es dennoch einige Fragezeichen, auch weil die neuen Hankook-Reifen eine Rolle spielen werden. Doch Tänak weiß die Regeländerungen schon jetzt zu schätzen: "Wir fühlen uns viel wohler als im vergangenen Jahr. Wir kennen das Auto und das Team ist viel besser vorbereitet als vor einem Jahr. Ich fühle mich gut im Auto und hatte Ende vergangenen Jahres viel Selbstvertrauen auf Asphalt."

Ohne Elektromotor will Tänak die Rallye Monte Carlo etwas mehr genießen als in den vergangenen Jahren. "Mit dem Hybrid war es sehr anspruchsvoll, aber ich habe über die Jahre auch immer die Teams gewechselt. Ich hatte also jedes Jahr ein neues Auto bei einem neuen Team, deshalb war der Start immer eine große Herausforderung für mich. Dieses Jahr komme ich mit einem Auto, das ich kenne und das ich in der Vergangenheit gelernt habe. Das hilft sehr."

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Österreicher @ Veszprem & Ciocco

Stohl nach starkem ersten Tag out

Manfred Stohl und Peter Müller lagen nach Tag 1 der Veszprem Rallye in Führung - am verregneten zweiten Tag blieb man auf Platz zwei stromlos liegen. Lichtenegger/Ettel in Ciocco auf Rang 22.

Achim Mörtl Kolumne: Ausblick Lavanttal

Vom „Mitfahren“ und anderen Ausweichmanövern

Mit gewohnt spitzer Feder analysiert motorline.cc-Kolumnist Achim Mörtl die Herangehensweise von Michael Lengauer vor der Lavanttal Rallye - ein wenig „Empörungsgymnastik“ für die Osterfeiertage…

ARC, Lavanttal Rallye: Vorschau Nothdurfter

One more try – one more chance

Nach zwei Jahren steht für Alfons Nothdurfter wieder einmal ein Start in Wolfsberg und Umgebung auf dem Programm, es wird sein erstes Antreten im Lavanttal mit Christian Roschker und dem noch nicht lange im Besitz befindlichen Ford Fiesta Proto sein.

Unwetterfolgen treffen WRC

Route der Rallye auf Gran Canaria umgebaut

Nach heftigen Unwettern wird die Strecke der Kanaren-Rallye angepasst: Überschwemmungen und Erdrutsche machen Änderungen am Ablauf notwendig

TEC7 ORM, Rebenland Rallye: Nach SP 11

Titelverteidiger im Angriffsmodus

Simon Wagner holte frühmorgens auf, doch der Spitzenreiter der Rebenland Rallye, Michael Lengauer, schlug wieder zurück / Entscheidung um den Sieg fällt bei den Königsprüfungen am Nachmittag / Sekundenkrimi auch um Platz drei

TEC7 ORM Rallye Backstage, der neue offizielle Podcast der Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft, feiert seine Premiere. Zum Auftakt begrüßt Moderator und Creator Noir Trawniczek keinen Geringeren als den fünffachen Staatsmeister Simon Wagner.