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WRC Schweden: Nach SP8 Elfyn Evans hat am Abend wieder die Führung zurückerobert
Toyota Racing

WRC Rallye Schweden 2025: Mehrere Führungswechsel! Evans an der Spitze

Spannung pur bei der Rallye Schweden - Mehrmals wechselt am Freitag die Führung - Elfyn Evans nur hauchdünn vor Takamoto Katsuta und Ott Tänak an der Spitze

Die Rallye Schweden bot am ersten langen Tag viel Spannung, denn speziell am Nachmittag wechselte mehrmals die Führung. Elfyn Evans führt nach acht Wertungsprüfungen 0,6 Sekunden vor seinem Toyota-Teamkollegen Takamoto Katsuta. Knapp dahinter hat auch das Hyundai-Trio weiterhin alle Chancen auf den Sieg.

Der Winterklassiker auf Schnee und Eis begann bereits Donnerstagabend mit der Umea-Superspecial. Evans gewann mit einer halben Sekunde Vorsprung auf Ott Tänak (Hyundai) und seinen Toyota-Teamkollegen Kalle Rovanperä.

In Abwesenheit von Monte-Carlo-Sieger Sebastien Ogier musste Evans am Freitag als Erster die Prüfungen eröffnen. In der Vormittagsschleife über drei Prüfungen baute der Waliser seinen Vorsprung auf 1,9 Sekunden aus.

"Es war okay", reflektierte Evans im Mittagsservice. "Aber es ist sehr schwierig, den Grip einzuschätzen. Es ist auch noch zu früh, um die neuen Hankook-Reifen einzuordnen. Der Nachmittag wird dann ein richtiger Test werden."

Stark startete Adrien Fourmaux in die Rallye. Der neue Hyundai-Fahrer gewann am Vormittag zwei der drei Prüfungen und brachte sich als erster Evans-Verfolger in Stellung. "Bei diesen Bedingungen ist es sehr schön zu fahren", freut sich der Franzose über seine gute Performance.

Tänak fiel auf den vierten Platz zurück und klagte über starkes Untersteuern. Katsuta war nach dem Vormittag Vierter, 8,4 Sekunden hinter Evans. Rovanperä hatte mit Untersteuern 18 Sekunden verloren. Thierry Neuville (Hyundai) lag schon 19,5 Sekunden zurück.

Zahlreiche Führungswechsel am Nachmittag

Nach der Vormittagsschleife änderten sich die Bedingungen, denn in den Fahrspuren brach immer mehr Schotter unter dem Schnee hervor. Das sorgte für einen spannenden Nachmittag mit mehreren Führungswechseln. Die Reifenstrategie spielte ebenfalls eine Rolle.

In der fünften Wertungsprüfung verbremsten sich Evans und Fourmaux jeweils bei Abzweigungen und verloren rund 15 Sekunden. Katsuta fuhr die schnellste Zeit und übernahm die Gesamtführung. Aber das Bild änderte sich weiter.

Für die sechste Wertungsprüfung wechselte Evans beide Ersatzreifen. Katsuta hingegen würgte einmal seinen Motor ab und verlor acht Sekunden. Somit übernahm wieder Evans die Führung 1,9 Sekunden vor Katsuta und 3,6 vor Tänak.

In der kürzeren siebten Wertungsprüfung, als die Dunkelheit hereinbrach, machten die beiden Hyundai von Neuville und Tänak das Tempo. Dadurch übernahm Tänak die Führung eine halbe Sekunde vor Katsuta und 1,4 Sekunden vor Evans. Es blieb weiterhin spannend.

Am Freitagabend stand erneut die Umea-Superspecial auf dem Programm. Wieder fuhr Evans Bestzeit. Damit änderte sich das Gesamtklassement abermals. Evans übernahm wieder die Führung, aber nur sechs Zehntelsekunden vor Katsuta.

Der Japaner ist im Kampf um seinen ersten WRC-Sieg dabei. "Es ist noch ein weiter Weg", sagt Katsuta. "Morgen starten wir in einer ähnlichen Position, die Bedingungen sollten ausgeglichener sein. Es wird also interessant."

Hyundai lauert auf die Chance

Hinter dem Toyota-Duo folgt die geballte Hyundai-Mannschaft. Mit zweieinhalb Sekunden Rückstand hat auch Tänak als Dritter alle Chancen. Fourmaux liegt ebenfalls nur 7,9 Sekunden zurück. Neuville ist mit 9,1 Sekunden Rückstand ebenfalls im Kampf dabei.

Ex-Weltmeister Rovanperä, der 2022 in Schweden gewonnen hat, hatte den ganzen Tag mit dem Set-up seines Yaris zu kämpfen. Das Untersteuern konnte der Finne nicht beheben. Sein Rückstand beläuft sich bereits auf 25,5 Sekunden.

"Es war definitiv nicht der beste Tag für uns", räumt Rovanperä ein. "Aber manchmal ist es eben so. Wir müssen morgen attackieren." Das M-Sport-Ford-Duo Martins Sesks und Josh McErlean hält die Plätze sieben und acht.

Am Samstag stehen drei Wertungsprüfungen auf dem Programm, die jeweils zweimal befahren werden. Am Abend wird zusätzlich noch die zehn Kilometer lange Umea-Prüfung gefahren, die Sonntagmittag die abschließende Powerstage bildet.

Motorsport-Total.com

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