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Mitropa Rally Cup: Bericht Rebenland
Foto: Photofelzi

Albert von Thurn und Taxis und Jara Hain stürmen zum Sieg

Albert von Thurn und Taxis mit Copilotin Jara Hain (DEU) siegen im Škoda Fabia RS Rally2 beim Saisonauftakt des Mitropa Rally Cup. Die Italiener Rino Muradore/Alex Petrigh (Ford Escort RS 2000 MKII) gewinnen die Wertung für historische Fahrzeuge. Florian Auer und Beifahrerin Elke Irlacher (DEU) gewinnen die interne Club Championship im Mitsubishi Lancer Evo VIII.

Bei extremen Wetterverhältnissen gewinnen Albert von Thurn und Taxis mit Copilotin Jara Hain (DEU) die Wertung zum Mitropa Rally Cup (MRC) bei der Rebenland-Rallye (28.-29.3.25) in Österreich. Mit ihrem Škoda Fabia RS Rally2 meistern sie die vom Dauerregen zu einer Schlammwüste verwandelten Strecken als schnellstes Team vor Hermann Gaßner jun./Michael Wenzel (DEU) im Renault Clio Rally3. Auch der dritte Platz geht an die Familie Gaßner, Hermann sr. und Beifahrerin Karin Thannhäuser (DEU) stellen ihren Mitsubishi Lancer Evo X R4 im Ziel auf Rang 3 ab.

Dabei haderte der 41jährige Regensburger von Thurn und Taxis zunächst mit Abstimmungsproblemen am Fahrzeug. Gaßner jun. nutze seine Chance und setze auf den Sonderprüfungen 2 und 3 die Bestzeit und übernahm durch diesen Husarenritt sogar kurzzeitig die Führung in der MRC-Wertung. Nach dem anschließenden Regrouping konterte von Thurn und Taxis, holte seine Führung zurück und setzte bei allen weiteren Sonderprüfungen die schnellste Zeit in der Mitropa Cup Wertung.

Mit dieser Attacke rückte Albert von Thurn und Taxis im Gesamtklassement der Rebenland-Rallye dem Doppelstaatsmeister Hermann Neubauer immer näher auf die Pelle und fand sich nach der drittletzten Prüfung auf dem 2. Platz der Gesamtwertung wieder. Neubauer konterte und beendet die Rebenland Rallye auf Rang 2. Mit seinem dritten Platz in der Gesamtwertung und dem Sieg in der Mitropa Rally Cup Wertung zeigte sich Albert von Thurn und Taxis im Ziel überglücklich.

„Ich bin total hin und weg, Wahnsinn“, so ein strahlender Albert von Thurn und Taxis. „Am Freitag nach dem Start war komplett der Spaß weg, ich habe mich wirklich vor den Strecken gefürchtet. Wir haben die Regenreifen nicht zum Arbeiten gebracht, so war so glatt. Doch dann funktionierte alles und es war richtig klasse!“

Hermann Gaßner jun. beendet die Rallye mit dem deutlich schwächeren Renault Clio Rally3 auf der Platz 2 der MRC-Wertung und einem beachtlichem fünften Gesamtrang. „Wir sind das erst mal mit diesem Auto im Regen gefahren und es hat alles reibungslos geklappt, besser konnte es für uns nicht laufen“, freut sich der 36-jährige Oberbayer.

Der Routinier Hermann Gaßner sr., 7-facher Gewinner des Mitropa Rally Cup, eroberte den 3. Platz in der MRC-Wertung und machte so den deutschen dreifach-Sieg komplett. In der Gesamtwertung beendet er die Rallye auf dem achten Platz.

In der Wertung für historische Fahrzeuge setze das italienische Team Rino Muradore/Alex Petrigh im Ford Escort RS 2000 MKII gleich vom Start weg von allen Konkurrenten ab und beendet die Rallye in dieser Wertungsgruppe mit einem Start-Ziel-Sieg. Das deutsche Team Burghard Brink/Thomas Puls (Lancia Delta Integrale 16V) und die Österreichisch-deutsche Paarung Alois Nothdurfter/Walter Münch (Ford Sierra RS Cosworth) kämpften um Platz zwei, ehe Nothdurfter seinen Cossi nach einem Ausflug in den Weingarten zwischen den Reben abstellen musste. Damit war die Sache entschieden und Brink verriet im Ziel: „Das Motto lautete, bloß nichts riskieren, nur durchrollen. Das waren wirklich unglaubliche Straßenverhältnisse!“

Das ungarische Team Csaba Fehérvári /Imre Pozsonyi lieferte sich im Toyota Corolla AE92 einen Zweikampf mit Lindner/Schütter (AUT) einen Zweikampf und Rang 3. Ein technischer Defekt am Ford Escort RS 1600 MKI der Österreicher entschied die Sache vorzeigt zu Gunsten der Ungarn.

In der internen Club Championship des Mitropa Rally Cup gewinnen Florian Auer und Beifahrerin Elke Irlacher (DEU) in ihrem Mitsubishi Lancer Evo VIII. Direkt in Führung gehend folgte ihnen der amtierende Champion dieser Wertungsgruppe, Martin Kainz mit Copilotin Melanie Kalinke (Mitsubishi Lancer Evo IX) als stetiger Verfolger auf den Fersen. Nach einem Defekt am Turbolader freute sich Kainz am Ende darüber, überhaupt das Ziel zu sehen und über Platz 2. Um Rang drei fahren die Österreicher Herbert Weingartner/Manuela Kampner (Subaru Impreza GT) und Gábor Zsebe/ László Mohácsi jun. (HUN) im Škoda Felicia 1.6. Zum Schluss musste sich Weingartner geschlagen geben, der Ungar belegt das letzte Treppchen auf dem Podium.

Der Mitropa Rally Cup ist eine der ältesten Rallyeserien Europas. Sie wurde im Jahre 1965 gegründet. Die Serie ist eine von der FIA (Fédération Internationale de l’Automobile) anerkannte Meisterschaft. Teilnehmer können sich in die Kategorien FIA homologierten Fahrzeuge und historische Fahrzeuge nach FIA Anhang K einschreiben.

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