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ARC, Herbstrallye: Bericht Kiehtreiber
Foto: Matthias Österreicher

Nothing’s gonna stop us

Die Saison 2026 verlief für René Kiehtreiber mit zwei Ausfällen und vier erfolgreich beendeten Rallyes sehr wechselhaft, zum Abschluß wollten er und sein Stamm-Copilot es noch einmal genau wissen. Plangemäß wurde die Herbstrallye Dobersberg mit einem ersten Platz in der ARC-Wertung beendet. Was ein abgerissener Turbo-Schlauch fast vereitelt hätte, wurde durch verstärkten fahrerischen Einsatz zum Guten berichtigt. Womit die Waldviertler auch auf der Strecke einen starken, bei vielen Besuchern bleibenden Eindruck hinterlassen konnten.

Seit er sich vor acht Jahren erstmals mit einem selbst zum Rallyefahrzeug umgerüsteten Mitsubishi Lancer Evo V auf Rallyepfade begeben hat, ist René Kiehtreiber für seine spektakuläre Fahrweise bekannt, mit zunehmender Erfahrung wurden auch gute Platzierungen immer mehr zur Regelmäßigkeit. Zwar gab es in diesem Jahr bei der Oster-Rallye Tiefenbach und der Mühlstein-Rallye in Oberösterreich jeweils einen Ausfall durch Fahrwerksschäden, dafür gab es bei der obm Land der 1000 Hügel-Rallye und der Grasl-Rallye jeweils einen Sieg in der C1-Kategorie. Mit der Herbstrallye 2026, wo schließlich der Hattrick komplettiert werden konnte, wurde zweifellos eine weitere sportliche Aktion auf Top-Level gesetzt, die die Klasse des Teams aus dem Waldviertel bestätigt.

Bereits zur Eröffnung des Wettbewerbes setzte das Team Kiehtreiber/Eisenmagen auf ein Wagnis, indem es trotz der zu befürchtenden rutschigen Bedingungen auf Slicks setzte, während die anderen Teilnehmer standardmäßig Regenreifen montiert hatten. Die recht deutliche Führung von 17,5 Sekunden nach der Prüfung Niederedlitz – Münchreith I vor den starken ARC-Konkurrenten Gerolf Schuller/Kathrin Redlingshofer-Milev, die einen technisch artverwandten Mitsubishi Lancer Evo VI einsetzten, zeigte zumindest, daß es eine in der Praxis recht gelungene Entscheidung war. In einem ähnlich starken Stil ging es auf dem ersten Durchlauf von Lexnitz – Hohenwarth weiter, wo die Herbstrallye ihre Fortsetzung fand. Auch auf den folgenden beiden Vormittagsprüfungen bestätigte das Waldviertler Mitsubishi-Team seine Führungsrolle in der Wertung der Austria Challenge. Im Gesamtklassement hielten René Kiehtreiber und Christian Eisenmagen den ebenfalls sehr guten elften Platz, mit guten theoretischen Chancen, eventuell in die Top Ten vorzudringen.

Dann jedoch schlug ausgerechnet auf der Prüfung, die in Renés nähere Heimat Pfaffenschlag führte, das Pech recht widerlich zu, indem es den Ladeluftkühler des prächtigen Mitsubishi zerfetzte. Damit war die Challenge-Führung erst einmal dahin. Erschwerend kam hinzu, daß auch die sechste Prüfung mit reduziertem Ladedruck und damit stark verminderter Motorleistung befahren werden mußte. Mit einem dritten Platz im ARC-Klassement, etwas mehr als eine halbe Minute hinter dem nun Führenden Gerolf Schuller und Patrik Gaubinger im Audi, war dennoch noch eine sehr gute Schadensbegrenzung gelungen, sodaß eine gute Hoffnung bestehen blieb, mit einem eventuell erfolgreichen Schlußangriff das verlorene Terrain wieder zurückerobern zu können.

Die Hoffnung war berechtigt: Nach erfolgter Reparatur spielten René und Christian auf den beiden Abschlußprüfungen ihr gesamtes Geschick aus, was nicht nur für einige spektakuläre Einlagen sorgte, die großen Applaus beim Publikum auslösten, sondern auch zwei neuerliche starke ARC-Bestzeiten brachte. Stark genug, um sich am Ende mit knapp drei Sekunden Vorsprung vor Gerolf Schuller/Kathrin Redlingshofer-Milev als erfolgreichste Teilnehmer der ARC-Wertung der Herbstrallye 2026 zu platzieren.

Ein großes Glücksgefühl für die Waldviertel-Connection (René wohnt in Pfaffenschlag, Christian direkt in Waidhofen an der Thaya), wobei auch des Beifahrers heiß ersehnter Wunsch erfüllt wurde – ein kühlendes Bier zum Abschluß, nach langer Anstrengung. Der Ausgang der Rallye zeigt, daß bei einer guten Beständigkeit des Teams auch in der Jahreswertung gute Aussichten auf eine Platzierung im Top-Bereich möglich sind, deswegen wird auf eine Fortsetzung der Aktivitäten in der Austrian Rallye Challenge in der kommenden Saison sehr eifrig hingearbeitet. Natürlich ist der Erfolg bei der Herbstrallye 2026 auch in einem hohen Maß der Servicemannschaft zu danken, die vor Allem bei der Instandsetzung des Aufladungs-Mechanismus Großes geleistet hat.

Sehr gut bezahlt gemacht hat sich auch die Unterstützung durch die Evofin Versicherungsmakler GmbH. und andere bereitwillige Sponsoren, die mit hinter dem Erfolgskurs des Waldviertler Rallyeteams stehen. Die aktuelle Tendenz läßt erahnen, daß sportlich noch weitere Steigerungen möglich sind, Talent ist ebenso da wie eine profunde technische Ausstattung. Gute Gründe, der Saison 2027 mit Optimismus entgehenzusehen.

Der vorliegende Teambericht wurde im Rahmen des ARC-Presseservice im Zuge der Kooperation von Austrian Rallye Challenge und motorline.cc veröffentlicht.

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