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Foto: Harald Illmer

Wagner out - alles klar an der Spitze

Hermann Neubauer steht vor seinem sechsten Sieg in Weiz / Ein Ausfall des Staatsmeisters eröffnet seinen Verfolgern Titelchancen / Jari-Matti Latvala lässt seinen Toyota Celica in der EHRC fliegen

Nicht heiß und nicht kalt. Optimale Wetterbedingungen fanden die Teilnehmer Rallye Weiz heute am Vormittag vor, um in den Entscheidungstag zu starrten. Weniger optimal lief es jedoch beim Staatsmeister. Simon Wagner kam auf der ersten Prüfung des Tages, Koglhof, mit eineinhalb Minuten Verspätung auf SP-Sieger Hermann Neubauer und mit aktivierter Warnblinkanlage ins Ziel. Der Hyundai i20 des Vorjahressiegers hatte keine Leistung. Auf SP 5. Thannhausen, kam noch eine Minute dazu. Simon Wagner: „eine Verbindung der Turboladersteuerung ist runtergerutscht. Ich habe versucht, sie mit einem Kabelbinder zu fixieren, aber das hat leider nur 500 Meter gehalten. Jetzt konnten wir nur noch versuchen, uns irgendwie ins Service zu retten.“

Das tat der Oberösterreicher auch und schaltete mit repariertem Auto auf Angriffsmodus. Zu viel, denn auf SP 7 Thannhausen war die Aufholjagd beendet noch ehe sie begonnen hatte. Nach einem Ausrritt landete der dreifache Saisonsieger im Graben, blieb aber wie seine Copilotin Hanna Ostlender unverletzt.

Vorne nützte Hermann Neubauer jeden Millimeter der Wertungskilometer gnadenlos aus. Der fünffache Weiz-Sieger im Toyota Yaris Rally2 ist auf Kurs zum sechsten Streich, führt bereits 45 Sekunden vor Michael Lengauer im Citroen DS3 Rally2. Dritter ist momentan der Deutsche Albert von Thurn und Taxis (Skoda Fabia Rally2), der jedoch noch skeptisch nach oben blickt. „Wer weiß, was der für Nachmittag prognostizierte Regen noch für Umstürze in der Reihung bringen wird.“

Ein Fehler von Christoph Zellhofer verschaffte Günther Knobloch (Renault Clio Rally3) ein wenig Luft im Kampf um den Sieg in der ORM 2. Auf SP 4 Thannhausen rutschte Zellhofer ins Gemüse. „Ich habe dann versucht, den Rückwärtsgang einzulegen, und dabei auch noch den Motor abgewürgt. Da hab‘ ich leider alles falsch gemacht“, gab sich der Suzuki-Pilot reumütig, aber wenigstens ehrlich. Günther Knobloch jedenfalls hat nunmehr .. Vorsprung und den Weiz-Sieg vor Augen. Den dritten Platz fixiert im Moment der aus Birkfeld stammende Steirer Fabian Zeiringer (Renault Clio Rally3).

Souverän an der Spitze liegt erwartungsgemäß Marcel Neulinger in der ORM 3. Der junge Oberösterreicher im Lancia Ypsilon Rally2 liegt voll auf Titelverteidigungskurs. Sowohl in der Klasse der zweirad-getriebenen Fahrzeuge als auch in der RP Tools Junioren-Staatsmeisterschaft. Eine starke Leistung zeigt in der ORM 2 Leander Pfleger im Opel Adam R2. Der junge Steirer liegt auf Platz zwei und ist auch in der Junioren-Staatsmeisterschaft noch punkteberechtigt.

Mit Neugier war auch der Vergleich zwischen Elektro und Benzin erwartet worden. Weshalb man die Teilnehmer des ADAC Opel GSE Rally Cups mitten ins ORM-Starterfeld integriert hat. Die Antwort ist: Momentan liegt der Deutsche Timo Schulz als Bstter auf dem 14. Platz der Gesamtwertung Bester Österreicher im Elektro-Sektor ist Luca Prröglhöf auf Platz 23. Erfreulich ist: Der Niederösterreicher Lukas Wilhelm und sein deutscher Copilot Paul Gehbauer, die gestern nach einem Unfall mit dem Opel Mokka zum Check ins LKH Weiz eingeliefert wurden, sind von dort noch gestern wieder entlassen worden.

?Rallye Weiz 2026, Zwischenstand TEC7 ORM nach 7von 11 Sonderprüfungen:

EHRC: Latvala bläst zum Angriff??

Das war wohl zu erwarten: Nach seinem gestrigen Missgeschick, als er auf SP 3 in einen Graben rutschte und von dort nicht mehr herauskam, leidet der finnische Weltklasse-Pilot Jari-Matti Latvala am akuten Aufhol-Fieber. Trotz zehnminütiger Strafzeit für die gestern nicht absolvierte Prüfung, liegt der Toyota-Pilot schon wieder in den Top ten, auf Platz sieben.

Vorne tobt ein Porsche-Fight zwischen dem Polen Maciej Lubiak und Österreichs Historic-Aushängeschild Karl Wagner. Der Wiener kämpfte in der Früh mit Getriebeproblemen, verlor die Führung und hat jetzt einen Rückstand von exakt 13 Sekunden. Abgesichert ist dieser zweite Platz ebenso wenig wie Lubisaks erster. Denn der sensationell schnelle Steirer Martin Karlhofer im Lancia Delta Integrale hat nur zwei Sekunden Rückstand auf Wagner. Und auch Renato Travaglia (BMW E30 M3) ist mit neun Sekunden Rückstand noch absolut im Rennen ums Podest.

In der EHCR PR2000 hat Topstar Francois Delecour alles im Griff. Er führt 17 Sekunden vor dem Briten Colin Turkington (BMW M3). ?

Rallye Weiz 2026, Zwischenstand EHRC PRE 92 nach 7 von 11 Sonderprüfungen

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