EHRC/ORM/ARC, Weiz: Nach SP7 | 18.07.2026
Wagner out - alles klar an der Spitze
Hermann Neubauer steht vor seinem sechsten Sieg in Weiz / Ein Ausfall des Staatsmeisters eröffnet seinen Verfolgern Titelchancen / Jari-Matti Latvala lässt seinen Toyota Celica in der EHRC fliegen
Nicht heiß und nicht kalt. Optimale Wetterbedingungen fanden die Teilnehmer Rallye Weiz heute am Vormittag vor, um in den Entscheidungstag zu starrten. Weniger optimal lief es jedoch beim Staatsmeister. Simon Wagner kam auf der ersten Prüfung des Tages, Koglhof, mit eineinhalb Minuten Verspätung auf SP-Sieger Hermann Neubauer und mit aktivierter Warnblinkanlage ins Ziel. Der Hyundai i20 des Vorjahressiegers hatte keine Leistung. Auf SP 5. Thannhausen, kam noch eine Minute dazu. Simon Wagner: „eine Verbindung der Turboladersteuerung ist runtergerutscht. Ich habe versucht, sie mit einem Kabelbinder zu fixieren, aber das hat leider nur 500 Meter gehalten. Jetzt konnten wir nur noch versuchen, uns irgendwie ins Service zu retten.“
Das tat der Oberösterreicher auch und schaltete mit repariertem Auto auf Angriffsmodus. Zu viel, denn auf SP 7 Thannhausen war die Aufholjagd beendet noch ehe sie begonnen hatte. Nach einem Ausrritt landete der dreifache Saisonsieger im Graben, blieb aber wie seine Copilotin Hanna Ostlender unverletzt.
Vorne nützte Hermann Neubauer jeden Millimeter der Wertungskilometer gnadenlos aus. Der fünffache Weiz-Sieger im Toyota Yaris Rally2 ist auf Kurs zum sechsten Streich, führt bereits 45 Sekunden vor Michael Lengauer im Citroen DS3 Rally2. Dritter ist momentan der Deutsche Albert von Thurn und Taxis (Skoda Fabia Rally2), der jedoch noch skeptisch nach oben blickt. „Wer weiß, was der für Nachmittag prognostizierte Regen noch für Umstürze in der Reihung bringen wird.“
Ein Fehler von Christoph Zellhofer verschaffte Günther Knobloch (Renault Clio Rally3) ein wenig Luft im Kampf um den Sieg in der ORM 2. Auf SP 4 Thannhausen rutschte Zellhofer ins Gemüse. „Ich habe dann versucht, den Rückwärtsgang einzulegen, und dabei auch noch den Motor abgewürgt. Da hab‘ ich leider alles falsch gemacht“, gab sich der Suzuki-Pilot reumütig, aber wenigstens ehrlich. Günther Knobloch jedenfalls hat nunmehr .. Vorsprung und den Weiz-Sieg vor Augen. Den dritten Platz fixiert im Moment der aus Birkfeld stammende Steirer Fabian Zeiringer (Renault Clio Rally3).
Souverän an der Spitze liegt erwartungsgemäß Marcel Neulinger in der ORM 3. Der junge Oberösterreicher im Lancia Ypsilon Rally2 liegt voll auf Titelverteidigungskurs. Sowohl in der Klasse der zweirad-getriebenen Fahrzeuge als auch in der RP Tools Junioren-Staatsmeisterschaft. Eine starke Leistung zeigt in der ORM 2 Leander Pfleger im Opel Adam R2. Der junge Steirer liegt auf Platz zwei und ist auch in der Junioren-Staatsmeisterschaft noch punkteberechtigt.
Mit Neugier war auch der Vergleich zwischen Elektro und Benzin erwartet worden. Weshalb man die Teilnehmer des ADAC Opel GSE Rally Cups mitten ins ORM-Starterfeld integriert hat. Die Antwort ist: Momentan liegt der Deutsche Timo Schulz als Bstter auf dem 14. Platz der Gesamtwertung Bester Österreicher im Elektro-Sektor ist Luca Prröglhöf auf Platz 23. Erfreulich ist: Der Niederösterreicher Lukas Wilhelm und sein deutscher Copilot Paul Gehbauer, die gestern nach einem Unfall mit dem Opel Mokka zum Check ins LKH Weiz eingeliefert wurden, sind von dort noch gestern wieder entlassen worden.
?Rallye Weiz 2026, Zwischenstand TEC7 ORM nach 7von 11 Sonderprüfungen:

















