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ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2
Foto: Harald Illmer

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

Die Saison 2026 der TEC7 ORM2-Staatsmeisterschaft ging bei der „ET König Judenburg-Rallye 2026 powered by Peter Hopf Erdbau“ in ihre zweite Hälfte. 14 Teams hatten für den Kampf um den Sieg genannt, dennoch waren es einmal mehr die bereits bekannten Mannschaften, die sich die Podiumsplatzierungen untereinander ausmachten.

Wunderschöne Sonderprüfungen, familiäre Stimmung in der Servicezone, viele Zuseher – vor allem am spektakulären Stadtrundkurs im Herzen der Judenburger Altstadt – und die traumhafte Kulisse der Niederen Tauern sowie der Seetaler Alpen: Die ET König Judenburg-Rallye war vielleicht nicht der am stärksten besetzte Meisterschaftslauf der Saison, zählte aber sicher zu den schönsten Veranstaltungen des Jahres. In der TEC7 ORM2 nahmen nicht weniger als 14 Teams die erste Etappe bei ziemlich wechselhaften Witterungsbedingungen am Freitagnachmittag in Angriff. So mancher hatte schon auf Regen spekuliert, letztlich blieb es aber bei nur ein paar Tropfen, die in der Gaal sowie in Seckau vom Himmel fielen.

Lichtenegger vom Regen kalt erwischt

Christoph Zellhofer setzte sich mit einem Blitzstart am Rundkurs Gaal-Hammergraben an die Spitze, die er bis zum Ende des ersten Tages nicht mehr abgeben sollte. Dabei war es vor allem der junge Kärntner Maximilian Lichtenegger unter Anleitung von Co-Pilot Bernhard Ettel (Renault Clio Rally3), der sich an Zellhofers Fersen heftete und mit nur 1,5 Sekunden Rückstand übernachtete. Ebenso in Schlagdistanz blieben Roland Stengg (plus 4,0 Sekunden) und Günther Knobloch, der nach fünf gefahrenen Sonderprüfungen nur 7,4 Sekunden zurücklag.

Am Samstagmorgen wurden die Karten dann völlig neu gemischt: Teils sintflutartiger Regen hatte die ohnehin schon anspruchsvollen Vormittagsprüfungen auf das Gaberl beziehungsweise zur Sabathyhütte noch unberechenbarer gemacht, und die Akteure mussten diesen erschwerten Bedingungen teilweise Tribut zollen. Am schlimmsten erwischte es Maximilian Lichtenegger, der seinen Renault Clio Rally3 gleich auf der ersten SP des Tages nach einem Ausritt abstellen musste. Und auch Roland Stengg erwischte einen schwierigen Start in den Tag, indem er auf den ersten beiden Sonderprüfungen rund 25 Sekunden auf den weiterhin führenden Christoph Zellhofer verlor.

Zweikampf Zellhofer und Knobloch

Der Kampf um die Führung hatte sich damit zu einem astreinen Zweikampf zwischen Christoph Zellhofer und Günther Knobloch entwickelt – und die beiden Akteure boten einen spektakulären Fight: Im Verlauf des Samstagvormittags wechselten SP-Bestzeiten und Gesamtführung, ehe der niederösterreichische Suzuki-Pilot mit zwei klaren Sonderprüfungsbestzeiten am Stadtrundkurs Judenburg und auf der ersten Durchfahrt über die SP „Möderbrugg“ einen signifikanten Vorsprung herausfahren konnte. Von da an gab es für Zellhofer kein Halten mehr: Er sicherte sich am Nachmittag jede einzelne SP-Bestzeit und damit auch die Zusatzpunkte für den Sieg auf der abschließenden Power Stage.

„Ich bin sehr froh, dass wir uns mit diesem Sieg die Möglichkeit eröffnet haben, noch um die Meisterschaft kämpfen zu können“, so Christoph Zellhofer im Ziel der Judenburg-Rallye 2026, der in der TEC7 ORM2 Gesamtwertung nur mehr zwei Punkte hinter Günther Knobloch liegt. Der Grazer Renault-Pilot hatte am Ende der Rallye gemischte Gefühle: „Natürlich ist ein zweiter Platz sehr erfreulich, andererseits haben wir uns gerade am Nachmittag mit unserem Leistungsnachteil etwas schwergetan, dementsprechend ist es schade, dass es diesmal nicht gereicht hat.“

Der Grazer Renault-Pilot hatte am Ende der Rallye gemischte Gefühle: „Natürlich ist ein zweiter Platz sehr erfreulich, andererseits waren wir lange Zeit siegfähig, dementsprechend ist es schade, dass es diesmal nicht gereicht hat.“ Ganz ähnlich resümierte Roland Stengg, der nach einem starken ersten Tag wie ein Sieganwärter ausgesehen hatte: „Am heutigen Samstag hat es nicht so richtig gepasst, da gibt’s Verbesserungspotenzial. Aber wenn mir vor der Saison jemand gesagt hätte, dass ich regelmäßig in die Top 3 fahre, hätte ich das gerne genommen!“

Schwierige Verhältnisse

Hinter den Stockerlplätzen gab es überraschend viele Ausfälle, nicht weniger als fünf der 14 ORM2-Teams kamen nicht ins Ziel. Platz vier ging an den deutschen Altmeister Hermann Gaßner (Co Natascha Vraga, Renault Clio Rally3), Platz fünf an den zweiten Suzuki Swift ZMX-Piloten Klemens Haingartner (mit Co Manfred Ambroschütz). Martin Bachl/Sandra Aichberger (Mitsubishi Lancer Evo V) wurden Sechste, Andreas Mörtl/Timo Klinger (Renault Clio Rally3) Siebente, während Eugen Friedl/Helmut Aigner mit einem Ford Fiesta Proto auf Platz acht über die Zielrampe fuhren. Neunte und letzte klassierte ORM2-Teilnehmer waren Jan Dolzer/Victoria Praschinger (Subaru Impreza WRX STi).

Die nächste Vorentscheidung im spannenden Titel-Zweikampf der TEC7 ORM2 zwischen Christoph Zellhofer und Günther Knobloch könnte bei der Rallye Weiz fallen: Der fünfte und vorletzte Staatsmeisterschaftslauf findet am 17. und 18. Juli 2026 in der Steiermark statt.

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