Herbstrallye: Vorschau ARC | 20.10.2026
Der große Showdown: Wer wird Clubmeister 2026?
Beim Grande Finale der Austrian Rallye Challenge kommt es bei der Herbstrallye zum großen Duell zwischen Gerolf Schuller und Hans Georg Lindner - einer von beiden wird Clubmeister 2026. Auch in der ART2 sowie der ARCH 4WD steht der Jahressieger noch nicht fest…
Am kommenden Wochenende steigt bei der Herbstrallye das Grande Finale der Austrian Rallye Challenge 2026 - es wird der neunte Lauf zu dieser Serie für den Breitensport sein. Die sechs besten Rallyes werden gewertet. Von den sensationellen 119 Teams, die für die Herbstrallye genannt haben, stammen 55 aus der ARC.
ARC: Vorteil Schuller - doch entschieden wird am Schluss
Im Kampf um die Clubmeisterschaft 2026 (ARC Klassen C1 bis C4) kommt es zum großen Duell zwischen Tabellenleader Gerolf Schuller und Kathrin Redlingshofer-Milev im Mitsubishi Lancer Evo VI sowie Johann Georg Lindner und Gina Schütter im historischen Ford Escort RS1600, die lediglich einen Punkt auseinander liegen. Beide müssen bereits jeweils 0,5 Punkte als Streichresultat abziehen - der Netto-Punktestand lautet daher: Schuller 196, Lindner 195. Und: Schuller muss am Ende einmal 15, Lindner einmal 20 Punkte als weiteres Streichresultat abziehen.
Dazu kommt: Die beiden Teams starten in unterschiedlichen Klassen - beide haben in ihren Klassen bereits den Jahressieg erreicht. Schuller in der C1, Lindner in der C3. Weil die C1 stärkere, allradbetriebene Fahrzeuge beinhaltet, werden Schuller die größeren Chancen zugeschrieben. Denn die Top 3 der gesamten ARC-Gruppe erhalten zusätzlich zu ihren Klassenpunkten auch 10-6-4 Punkte für ein Gruppen-Podium.
Für Hans Georg Lindner bedeutet das: „Ich müsste am Ende vor Schuller liegen, was aber kaum möglich ist.“ In seiner Klasse C3 hat Lindner heuer alle Läufe gewonnen, doch die Gruppenpunkte machen viel aus. Zwar hat Schuller mit Rene Kiehtreiber, dem ARC-Sieger der letzten beiden Rallyes einen starken Gegner, doch Lindner sagt: „Ich könnte nur mit sehr viel Glück noch das Ruder herumreissen - ich mache mich da nicht verrückt. Man sollte es schon realistisch betrachten. Wir werden einfach fahren und schauen, was am Ende herauskommt.“ Die Herbstrallye mag Lindner: „Das ist eine sehr schöne Rallye, die mir schon immer gefallen hat.“
Gerolf Schuller ist sich seines Vorteils bewusst, weiß aber auch, dass er sich keinen Ausfall leisten darf: „Wir werden die Rallye so anlegen, dass wir auf alle Fälle durchkommen. Wir werden Rene Kiehtreiber vorne ziehen lassen und schauen, dass wir Günther Königseder und Patrik Gaubinger im Griff haben. Vom Wetter her weiß man nicht so genau, was uns erwartet.“ Dieses „taktische Fahren“, das Achten auf eine Zielankunft, habe man schon bei den letzten Rallyes praktiziert. Schuller sagt: „Das ist für mich als Quereinsteiger eine neue Situation und durchaus spannend. Ich fahre ja erst mein drittes Jahr und da gleich um eine Meisterschaft zu fahren, ist schon ungewöhnlich für mich. Bislang war mein Zugang ja eher so gestaltet, einfach Vollgas zu geben.“ Auch Schuller zeigt sich als Freund der Herbstrallye: „Da oben in Dobersberg ist es total lässig.“
Der erwähnte Rene Kiehtreiber konnte sowohl bei der OBM- als auch der Grasl Rallye den ARC-Sieg einfahren und möchte in Dobersberg den Hattrick schaffen. Er gilt auch als Topfavorit für den ARC-Sieg.
In den einzelnen Klassen der Gruppe ARC, C1 bis C4, stehen die Jahressieger bis auf eine Ausnahme bereits fest: Die Jahressieger heißen Gerolf Schuler (C1), Hans Georg Lindner (C3) und Franz Zack (C4).
Lediglich in der Klasse C2 könnte noch Bernhard Haider (BMW E36 M3/Copilotin Celina Stadlbauer) mit seinen 82 Punkten an Michael Kroneder (102 Punkte) und Christian Rosner (84) vorbeiziehen, da die beiden in Dobersberg nicht am Start sein werden.
Bei den ARC Junioren hingegen steht Michael Kroneder bereits als Jahressieger fest. Der zweitplatzierte Jan Dolzer (ebenfalls nicht am Start) könnte noch von Tobias Reischer überholt werden.
ARCP: Kampf um das Jahrespodium
In der ARCP für Proto- und Produktionsfahrzeuge steht mit „Proto-Dominator“ Christoph Zellhofer der Jahressieger bereits fest. Er wird bei der Herbstrallye den siegreichen Suzuki ZMX Proto in der Garage lassen und stattdessen wie sein Vater Max Zellhofer einen Rally2-Boliden zünden.
Der zweitplatzierte Hermann Gassner senior (120,5 Punkte/Toyota Yaris GR/Copilotin Natascha Vrga) könnte theoretisch noch von Eugen Friedl (Ford Fiesta Proto/Co Helmut Aigner) oder Markus Steinbock (Hyundai i20 New Gen R5/Co Harald Bachmayer) überholt werden, die beide jeweils 102 Punkte auf dem Konto haben.
ART1: Hopf bereits Jahressieger
In der Austrian Rallye Trophy für moderne Fahrzeuge mit Allradantrieb (ART1) steht mit Peter Hopf der Jahressieger längst fest, er wird in Dobersberg nicht am Start stehen.
Auf Rang zwei liegt Raimund Baumschlager, der in Dobersberg wieder mit Thomas Zeltner seinen Skoda Fabia RS Rally2 zünden wird und als Topfavorit für den ART1-Sieg gilt.
Um den dritten Jahresrang können noch Max Zellhofer (77 Punkte) und Daniel Mayer (68,5) kämpfen. Zellhofer wird erstmals den Staatsmeister-Boliden von Hermann Neubauer, den Toyota GR Yaris Rally2 pilotieren, sein Sohn Christoph Zellhofer wird wieder mit dem Ford Fiesta Rally2 des ZM Racing Teams starten. Daniel Mayer pilotiert mit Jürgen Klinger einen Citroen C3 Rally2.
ART2: Showdown zwischen Lukas Dirnberger und Max Maier
In der ART2 für moderne Fahrzeuge mit Zweiradantrieb kommt es noch zum spannenden Showdown zwischen Lukas Dirnberger und Max Maier. Dirnberger hat als Führender 153 Punkte auf dem Konto, muss aber wenn er Punkte holt noch 12 Punkte als Streichresultat abziehen. Maier hat brutto 150,5 Zähler auf dem Konto, netto sind es jedoch nur 140 Punkte. Und: Auch er muss noch zehn weitere Punkte streichen, sollte er Punkte einfahren.
Lukas Dirnberger, der wieder mit Lukas Martinelli seinen Peugeot 208 Rally4 zünden wird, geht locker an die Rallye heran: „Ich hoffe, dass wir unser Tempo von Anfang an halten und wir vorne mitfahren können. Wir wollen gut in die Rallye starten - dann geht alles leichter von der Hand.“
Max Maier gibt sich realistisch: „Unser Halbachsproblem bei der Grasl Rallye hat uns viel gekostet - so können wir nur von Anfang an Gas geben.“ Maier weiß: „Bisher war Lukas immer schneller als wir. Es wäre bereits schön, wenn wir in etwa gleichauf liegen würden.“ Maier, der wieder mit Bruder Ben seinen Peugeot 20 Rally4 pilotieren wird, hofft auf möglichst schlechtes Wetter: „Je schlechter die Bedingungen, je mehr es regnet, desto wohler fühle ich mich.“
Eine Rolle im großen Duell zwischen Lukas Dirnberger und Max Maier könnte der bekannt schnelle Riccardo Holzer spielen, der mit Tobias Unterweger einen Opel Corsa Rally4 zünden wird.
Bei den Junioren der ARCP/ART steht mit Lukas Dirnberger der Jahressieger bereits fest.
ARCH: Kiehtreiber kann ARCH 4WD Jahressieger werden
In den Auszugswertungen für Historische hat Hans Georg Lindner bereits die ARCH 2WD in der Tasche, auch Tobias Reischer steht als Jahres-Zweiter bereits fest.
In der ARCH 4WD kann Rene Kiehtreiber den noch führenden Alex Strobl abfangen, da Strobl nicht in Dobersberg startet. Patrik und Verena Gaubinger (Audi Quattro Gr.4) sowie Günther Königseder (Lancia Delta Integrale) kämpfen noch um das Jahrespodium.
Die Punktestände der Austrian Rallye Challenge
Punktezahl Brutto/Netto
in Klammer noch abzuziehende Streichpunkte wenn weiterer Punktegewinn
Fett= Jahressieger steht fest
Kursiv: In Dobersberg nicht am Start
ARC (C1-C4)
1 Schuller 196,5 / 196 (-15)
2 Lindner 195,5 / 195 (-20)
3 Dolzer 126,5 (-0,5)
4 Strobl 124,5
5 Kroneder 102
6 Kiehtreiber 97,5
7 Rosner 84
8 Haider 82
9 Reischer 81
10 Zack 80
C1
1 Schuller 196,5 / 196 (-15)
2 Dolzer 126,5 (-0,5)
3 Strobl 124,5
C2
1 Kroneder 102
2 Rosner 84
3 Haider 82
C3
1 Lindner 195,5 / 195 (-20)
2 Dokic 51,5
3 Blei 44
C4
1 Zack 80
2 Kiesenhofer 50
3 Tomaschek 9,5
ARC Junioren
1 Kroneder 90
2 Dolzer 69,5
3 Reischer 55
ARCP
1 Zellhofer Christoph 164
2 Gassner 120,5
3 Friedl 102
4 Steinbock 102
5 Lichtenegger 76,5
6 Nothdurfter Alfons 64
7 Ölsinger 61
8 Haingartner 45
ART 1
1 Hopf 178 (-12)
2 Baumschlager 109
3 Zellhofer Max 77
4 Mayer 68,5
5 Wurz 45,5
6 Stohl 39
7 Stitz 37,5
8 Zellhofer Christoph 28
ART2
1 Dirnberger Lukas 153 (-12)
2 Maier 150,5 / 140 (-10)
3 Neulinger Marcel 120
4 Regner 113 / 112,5 (-0,5)
5 Neulinger Nico 73
6 Wilhelm 60,5
7 Attwenger 60
8 Traussnig 58
9 Dirnberger Raphael 55
10 Pröglhöf 29
ART/P Junioren
1 Dirnberger Lukas 91 (-10)
2 Neulinger Marcel 74
3 Traussnig 42
ARCH 4WD
1 Strobl 64,5
2 Kiehtreiber 57,5
3 Gaubinger 37,5
4 Königseder 30
5 Fragner 29
6 Fraungruber 20,5
7 Zitta 12,5
8 Knapp 0,5
ARCH 2WD
1 Lindner 120,5 / 100 (-20)
2 Reischer 62
3 Rosner 53
4 Zack 35
5 Blei 34
6 Gschwandner 32
7 Haider 31
8 Dokic 28,5
9 Hengl 17,5
10 Königseder 17,5
Aktuelle ARC Wertung 2026:
www.rallye-challenge.at/site/DOK/Wertungen_ARC-2026-08.pdf


















