Lavanttal Rallye: Mitropa Rally Cup | 15.04.2026
Stengg & Kobal gewinnen Mitropa Cup
Der 31jährige Östereicher Roland Stengg gewinnt mit Beifahrerin Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) die Mitropa Rally Cup Wertung
In der Gruppe der historischen Fahrzeuge siegen Alois Nothdurfter/Manfred Cerny auf ihrem Ford Sierra RS Cosworth
Die Italiener Federico Laurencich/Alberto Mlakar entscheiden die interne Club-Championship-Wertung auf dem Peugeot 106 Rallye S2 für sich
ereits am ersten Tag dominierten Roland Stengg/Rebeka Kobal, die sich erst zwei Wochen vor der Rallye in den Mitropa Rally Cup (MRC) eingeschrieben hatten, diese traditionsreiche Rallye. Mit dem Renault Clio Rally3 setzte Stengg 4 Bestzeiten am Freitag. Cup-Wiedereinsteiger Manuel Kößler im Hyundai i20 R5 kam auf 2 Bestzeiten und ging mit einem Rückstand von 21,2 Sekunden in die Übernachtungspause. Um Platz 3 kämpfen Hermann Gaßner Sr. /Natascha Vrga im ungewohnten Hyundai i20 R5 und Ralf Mangertseder/Tim Otterbach auf dem Toyota GR Yaris Rally2. Zunächst hatte Mangertseder die Nase vorn, Gaßner Senior gewinnt zunehmend Vertrauen in den Hyundai, als sich dann Mangertseder in einer Prüfung gleich 2 Plattfüße mit nur einem Reserverad an Board einfuhr, war der Kampf zwischen den beiden entschieden.
Auch der Samstag mit 8 Sonderprüfungen über 102 Kilometer Länge änderte nichts an der Platzierung der Top 3. Im Ziel gewinnt Stengg mit 30,9 Sekunden Vorsprung vor Kößler. Während Roland Stengg, der mittlerweile die dritte Generation der Stengg-Rallyedynastie in Österreich vertritt, sich über den Sieg in der MRC-Wertung freut, sinniert Kößler, dass ihn die Winterpause von 6 Monaten doch wohl ein wenig aus dem Tritt gebracht hat. Gaßner Sr. zeigt sich zufrieden über seinen 3. Platz, mit dem er seinen Vorsprung von nun 25 Punkten die Führung in der Tabelle weiter ausbauen kann.
Bei den historischen Rallyefahrzeugen ließ Alois Nothdurfter mit Beifahrer Manfred Cerny (AUT) im Ford Sierra RS Cosworth keine Zweifel aufkommen, wer Herr im Hause ist. Gegen ihn hatte der Italiener Rino Muradore (Ford Escort RS 2000 MKII) trotz spektakulärer Fahrweise keine Chance. Nur 2 von 14 Bestzeiten gingen an den Italiener, während Nothdurfter die restlichen 12 Bestmarken setzte. Allerdings hatte dieser viel Glück, als in der letzten Prüfung der Kühlwasserschlauch vom Cossie leckt und er nur noch mit Mühe und Not den Weg ins Ziel schafft. Das einheimische Team Jörg Schieder/Marcel Baumgartner sah bis zum Samtagvormittag mit ihrem BMW 528i als sicherer Dritter aus, ehe sie dann jedoch ihr Fahrzeug technisch bedingt abstellen mussten. So übernehmen die Italiener Alessandro Pulz/Gabriele Nigris im Ford Sierra RS Cosworth Platz 3.
In der Wertung der internen Club-Championship hatte die Mannschaft Florian Auer/Elke Irlacher (DEU) im Mitsubishi Lancer Evo VIII nach drei Sonderprüfungen bereits einen Vorsprung von fast anderthalb Minuten auf die Italiener Federico Laurencich/Alberto Mlakar (Peugeot 106 Rallye S2). Auf der vierten Prüfung ging Auer dann jedoch die Straße aus und muss nun die Lavanttal-Rallye ebenfalls als Streichergebniss für die Meisterschaft abhaken.
Nachdem an Tag zwei der Schweizer Erich Stäheli mit mechanischen Problemen ebenfalls die Segel streichen musste, liefen im Ziel lediglich 2 Teams ein. Hinter Laurencich belegt Gábor Hulmann mit Beifahrer Barnabás Szeg? (HUN) im Lada VFTS mit einem Rückstand von mehr als sechs Minuten Platz 2.
Bei diesem Lauf, der auch zur Österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft zählt, warteten auf die Teams insgesamt 14 Sonderprüfungen mit 149 gezeiteten Kilometern und einer Gesamtlänge von 370 Kilometern.


















