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TEC7 ORM, Lavanttal: Nach Tag 1 (SP6)
Foto: Daniel Fessl

Ein furioser erster Rallye-Tag

Die 48. LASERHERO Lavanttal-Rallye powered by Dohr – Wolfsberg / SG TOOLBOX war an Dramatik nicht zu überbieten / Nach vielen Wendungen führt Simon Wagner hauchdünn vor Hermann Neubauer und Michael Lengauer

Ein verrückter Tag ging heute in Wolfsberg zu Ende. Die 48. LASERHERO Lavanttal-Rallye powered by Dohr Wolfsberg / SG TOOLBOX hielt nahezu alles, was man sich von ihr erhofft hatte. Vom kühlen Regenwetter vielleicht abgesehen, Hauptverantwortlich für die sportliche Dramatik waren die unglaublichen Leistungen der Teilnehmer zum einen und die überraschenden Wendungen zum anderen. Zwischen den fünffachen Staatsmeister Simon Wagner und seinen Herausforderer Michael Lengauer passte praktisch kein Blatt Papier, was sich darin widerspiegelte, dass beide Toppiloten nach fünf von sechs Wertungsprüfungen auf die Hundertstelsekunde genau gleichauf lagen. Vorerst erweckte Simon Wagner zwar mit einem Blitzstart in die Rallye den Anschein, als würde er nichts anbrennen lassen und war klar der schnellste Mann im Feld. Aber ein Reifenschaden auf SP 3, der neuen Prüfung Winkling – Reisberg kostete ihn 12 Sekunden und somit den ganzen bis dahin erarbeiteten Vorsprung.

Hermann Neubauer, der dritte Siegkandidat im Bunde, ärgerte sich erst selber über seine zu langsame Anfangsphase, geht jedoch trotzdem als Wagner-Jäger Nummer eins in den entscheidenden morgigen Tag. Weil nämlich die letzte Prüfung des Tages, die SP Arlingberg, dem Spektakel noch eins draufzusetzen vermochte. Erst handelte sich Simon Wagner seinen zweiten Reifenschaden ein, dann flog Michael Lengauer mit einem Reifenplatzer auf einem Highspeed-Stück von der Strecke, kämpfte sich aber wieder zurück und kam nur auf der Felge um 41 Sekunden langsamer ins Ziel als der SP-Sieger Hermann Neubauer, der damit kurz nach Ostern eine Art Auferstehung feierte und plötzlich nur noch 3,9 Sekunden hinter Simon Wagner auf Platz zwei liegt!

Als starker Vierter übernachtet Lavanttal-Debütant Daniel Mayer, den ein geplatzter Krümmer sogar eine noch bessere Zeit kostete.

Hinter den Rally2-Piloten der Königsklasse TEC7 ORM brannten aber auch die Teilnehmer der TEC7 ORM 2 ein furioses Rallye-Feuerwerk ab. Das Quartett Maximilian Lichhtenegger, Günther Knobloch, Christoph Zellhofer und Roland Stengg kämpfte zunächst ebenfalls fast im Zehntelsekunden-Bereich um die Platzierungen. Diese wechselten fast von Prüfung zu Prüfung, ehe sich dann doch das Kärntner Toptalent Maximilian Lichtenegger ein wenig absetzen konnte. Für morgen ist hier jedenfalls auch noch Hochspannung angesagt.

In der TEC7 ORM 3 dominiert der Oberösterreicher Marcel Neulinger (Lancia Ypsilon Rally4) klar vor seinen Landsleuten Lukas und Raphael Dirnberger (Peugeot 208 Rally4 bzw. Opel Corsa Rally4) das Geschehen. Er führt damit auch in der RP TOOLS Junioren-Staatsmeisterschaft.

In der TEC7 HRM liegt Karl Wagner im Porsche 911 vorne, nachdem der lange führende Patrik Gaubinger im Audi Quattro auf der vorletzten Tagesprüfung durch einen Unfall ausschied.

Im Internationalen Mitropa Rallye Cup geht der Steirer Roland Stengg (Renault Clio Rally3) als Spitzenreiter in den morgigen Samstag.

Die LASERHERO Lavanttal-Rallye 2026 powered by Dohr Wolfsberg / SG TOOLBOX zählt als dritter Lauf zur TEC7 ORM (österreichische Rallye-Staatsmeisterschaft) als zweiter Lauf nach dem Rebenland auch zum Mitropa Rally Cup und ebenfalls als zweiter Lauf zur Austrian Rallye Challenge (ARC).

Lavanttal Rallye 2026, Zwischenstand nach dem ersten Tag (6 von 14 Sonderprüfungen)

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