TEC7 Podcast mit Michael Lengauer | 13.08.2026
Freundlicher Lokführer mit großem Talent im Rallyeauto
Als sympathischer, geerdeter Kerl zeigt sich Michael Lengauer im Gespräch für die sechste Ausgabe des TEC7 ORM Rallye BackStage Podcasts, welches vor der Rallye Weiz stattfand.
Der 32-jährige Vize-Staatsmeister des Vorjahres spricht aber auch offen über Schattenseiten des Rallyesports - etwa über die Ernüchterung nach großen Erfolgen.
Der 32-jährige Lokführer Michael Lengauer ist Rallye Vize-Staatsmeister 2025 - heuer wollte er Staatsmeister werden. Das Gespräch für die sechste Ausgabe des TEC7 ORM Rallye Backstage Podcasts fand vor der Rallye Weiz statt. Zu diesem Zeitpunkt hätte sich Simon Wagner in Weiz bereits erneut zum Staatsmeister krönen können - nach seinem Ausfall sind jedoch die Karten neu gemischt. Michael Lengauer liegt vor dem Finale der TEC7 ORM bei der OBM Land der 1.000 Hügel Rallye Ende August hinter Hermann Neubauer auf Platz zwei - die Chancen sind intakt…
Im Gespräch mit Podcast-Host Noir Trawniczek blickt Michael Lengauer zurück auf seine Anfänge - nur wenige wissen wohl, dass er schon Jahre vor seinem Rallye-Debüt in der Saison 2015 mehrmals beim Ford Racing Rookie angetreten ist, dort jedoch stets knapp besiegt wurde.
„Am Tag danach passiert gar nichts“
Im Laufe seiner Karriere konnte „Lengi“, wie ihn seine Freunde nennen, schon öfter mit überraschenden Glanzleistungen für Aufmerksamkeit sorgen. Gut in Erinnerung ist beispielsweise das Jahr 2020, als Lengauer bei der Jännerrallye in einem Serien-Subaru des Bamminger Rallye Teams den sensationellen dritten Platz belegen konnte. Viele Jungpiloten träumen davon, mit solchen Meilensteinen zu brillieren - manche denken wohl, dass am Tag danach Teamchefs, Sponsoren und Gönner anrufen. Michael Lengauer winkt ab: „Am Tag danach passiert gar nichts. Du musst weiter selbst hart an deinem Projekt arbeiten.“
Dass er über großes Talent verfügt, habe er selbst zwar gespürt, es aber nicht heraus posaunt: „Ich bin eher zurückhaltend was das betrifft - ich bin jetzt nicht der Mann der großen Worte. Sicher weiß man selbst, was man kann und was man sich zutraut - aber beurteilen dürfen das andere.“
Lob, Kritik & Häme
Neben sehr viel Lob musste Michael Lengauer zuletzt aber auch so manche Kritik hinnehmen. Seine Entscheidung im Vorjahr, in der italienischen Trofeo Lancia anzutreten und dafür eine ORM-Rallye auszulassen wurde ebenso von manchen kritisiert wie der Wechsel des Copiloten von Erik Fürst zu Jürgen Rausch.
Lengauer spricht auch über seinen ersten schweren Unfall, den er heuer bei der Lavanttal Rallye hatte und bei dem sich sowohl Lengauer als auch Rausch jeweils eine Rippe brachen. Der mehrfache Staatsmeister Achim Mörtl hat zu diesem Anlass geschrieben: „Wagner fuhr so schnell wie er musste - Lengauer fuhr schneller als er kann.“ Im Podcast-Talk verrät Lengauer unter anderem auch, wie es ihm geht, wenn er so etwas liest…
Der TEC7 ORM Rallye BackStage-Podcast #6 - im Gespräch mit Michael Lengauer - ist über folgende Plattformen abrufbar:
Spotify
open.spotify.com/episode/05Dr2qS5dqpg5YQwlJ0wBW


















