Comeback des Celica? | 27.02.2026
Neues WRC-Auto von Toyota bei Testfahrten gesichtet
Bilder eines getarnten Toyota-Prototyps in Portugal sorgen für Wirbel: Steht das Comeback des legendären Celica in der WRC kurz bevor?
In den sozialen Medien sind Bilder und Videos aufgetaucht, die offenbar das völlig neue Fahrzeug von Toyota für die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) ab der Saison 2027 zeigen. Toyota ist damit der einzige etablierte Automobilhersteller, von dem bekannt ist, dass er bereits ein Fahrzeug nach dem neuen technischen Reglement entwickelt. Diese tiefgreifenden Änderungen treten ab 2027 in Kraft.
Die Aufnahmen, die mutmaßlich während eines Tests in Portugal entstanden sind, zeigen ein Fahrzeug in Tarnlackierung. Die Form unterscheidet sich massiv vom aktuellen GR Yaris Rally1, den Toyota seit der Rückkehr in die Weltmeisterschaft im Jahr 2017 einsetzt. Das gezeigte Modell weicht zudem deutlich vom neuen Toyota GR Corolla ab, der kürzlich in den USA für die dortige nationale Rallyemeisterschaft homologiert wurde.
Es ist bekannt, dass Toyota plant, in naher Zukunft ein neues Celica-Serienmodell auf den Markt zu bringen. Dieses könnte theoretisch als Basis für das zukünftige WRC-Auto dienen. Damit würde der Name Celica in den Rallyesport zurückkehren. Das Modell war in den 1980er- und 1990er-Jahren eine dominierende Kraft und gewann 1993 sowie 1994 in der berühmten Castrol-Lackierung die Konstrukteursweltmeisterschaft.
Abseits von Toyota ist "Project Rally One" das einzige weitere Team, das an einem Fahrzeug für das neue Reglement arbeitet. Das belgische Unternehmen ist der erste Tuner, der sich zu den neuen Regeln bekennt. Hinter dem Projekt stehen der erfahrene Motorsport-Ingenieur Lionel Hansen, der ehemalige FIA-Rallye-Direktor und Citroen-WRC-Chef Yves Matton sowie das Prospeed-Team.
Die neuen technischen Regularien der WRC sind auf einen Zeitraum von zehn Jahren ausgelegt und verfolgen das Ziel, durch höhere Flexibilität und verbesserte Kosteneffizienz sowohl Automobilhersteller als auch private Tuner für die Rennserie zu gewinnen. Die Fahrzeuge unterliegen dabei einer Kostenobergrenze von 345.000 Euro und werden eine Leistung von etwa 300 PS erbringen.
Technisch basieren die Autos auf einem Gitterrohrrahmen-Chassis, wobei zur Kostensenkung auch einzelne Komponenten aus der Rally2-Kategorie übernommen werden. Während das Reglement zu Beginn ausschließlich Verbrennungsmotoren vorsieht, besteht für die Zukunft bereits der Plan, die technologische Basis für alternative Antriebskonzepte zu öffnen.



















