Das ist anders | 15.10.2026
Der neue Ford Fiesta für die WRC 2027
M-Sport testet den Ford Fiesta Rally2 für die WRC 2027: Neue Aerodynamik, weniger Gewicht und ein angepasster Turborestriktor sollen den Unterschied machen
M-Sport hat einen ersten Einblick in ein Rally2-Kit-Fahrzeug gewährt, das im kommenden Jahr in der Topklasse der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) antreten darf. Das Kit umfasst neu homologierte vordere Kotflügel, einen neuen Frontstoßfänger und ein aerodynamisches Bauteil am Heck.
Außerdem wird das Mindestgewicht des Autos gegenüber der aktuellen Version um zehn Kilogramm gesenkt. Erst kürzlich wurde zudem bestätigt, dass die Fahrzeuge mit einem 33-Millimeter-Turborestriktor antreten werden.
Die FIA hatte Anfang des Jahres Pläne vorgestellt, nach denen Rally2-Herstellern ein Upgrade-Kit für 7.500 Euro homologieren können. Damit soll eine "größere aerodynamische Gleichheit" zwischen den Rally2-Fahrzeugen und den völlig neu entwickelten WRC27-Autos geschaffen werden, die im kommenden Jahr die Topklasse der WRC bilden.
Veränderungen an der Front und beim Heckflügel
Die WRC27-Fahrzeuge und die Rally2-Kit-Autos basieren auf zwei unterschiedlichen technischen Reglements, sollen aber ein vergleichbares Leistungsniveau erreichen.
M-Sport ist das erste Team, das sich dazu verpflichtet hat, ein entsprechendes Upgrade für seinen Ford Fiesta Rally2 zu entwickeln. In dieser Woche testete die Mannschaft in Spanien mit der überarbeiteten Version ihres Einsatzfahrzeugs für 2027. Gefahren wird auf Asphalt.
Im Internet sind bereits Bilder und Videos von den Testfahrten aufgetaucht. Sie zeigen einen komplett weißen Fiesta Rally2, an dem vor allem die Veränderungen am Frontstoßfänger und am Heckflügel deutlich zu erkennen sind. Am Dienstag saß der ehemalige WRC-Pilot Matthew Wilson bei den Testfahrten am Steuer.
Unterstützung von Ford schon im kommenden Jahr
M-Sport plant, im kommenden Jahr drei Rally2-Kit-Fahrzeuge einzusetzen. Diese sollen bei den 15 Läufen der erweiterten WM-Saison zum Einsatz kommen. Erst kürzlich hatte das Team eine neue Werkskooperation mit Ford bekannt gegeben, die offiziell 2028 beginnen wird. Allerdings wird die Marke mit dem blauen Oval ihre Unterstützung für M-Sport bereits ab dem kommenden Jahr ausbauen.
Wie bereits berichtet, hat M-Sport sein Fahreraufgebot für die kommende Saison noch nicht bestätigt. "Es gab keine Gespräche und keine Entscheidung [über die Fahrer]. Bislang haben wir unsere Fahrer danach ausgewählt, wem wir genügend Talent zutrauen, um ihm die Möglichkeit zur Weiterentwicklung zu geben", sagte Teamchef Richard Millener beim Saisonfinale der WRC auf Sardinien, als er nach den Fahreroptionen für 2027 gefragt wurde.
"Sie mussten auch finanzielle Unterstützung mitbringen. Jetzt sind wir in der Lage, uns in einer etwas anderen Position zu befinden. Das bedeutet aber nicht, dass wir überstürzt handeln und von heute auf morgen alles verändern werden."
Der M-Sport-Ford-Plan: 2029 sollen Siege her
"Unser Ziel ist es, 2029 mit dem neuen Auto zu gewinnen. Wir haben zwei Jahre Zeit, um uns in eine gute Position zu bringen. Wir wollen Fahrer, die zu unserer Struktur und zum Umfeld des Teams passen und uns dabei helfen, die Mannschaft um sie herum aufzubauen. Gleichzeitig sollen sie dazu beitragen, die Ziele von Ford umzusetzen."
"Wir müssen weiterhin junge Talente fördern. Gleichzeitig brauchen wir aber eine klare Vorstellung davon, wohin wir wollen, und müssen uns konsequent auf das Gewinnen konzentrieren. Das bedeutet, dass wir möglicherweise einige Dinge an unserer bisherigen Arbeitsweise ändern müssen", so Millener.



















