FIA plant neue Regel | 06.10.2026
WRC27-Autos bekommen Leistungsvorteil
Die FIA plant eine Änderung beim Turbobegrenzer, damit die neuen WRC27-Autos und Rally2-Kit-Fahrzeuge künftig einen klaren Leistungsvorteil haben
Die FIA plant eine Änderung bei den Regeln für die Turbobegrenzer, um sicherzustellen, dass die neuen Rally1-Autos der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) in der kommenden Saison einen kleinen Leistungsvorteil gegenüber den Rally2-Fahrzeugen haben.
Im kommenden Jahr steht die WRC vor einem tiefgreifenden Wandel des technischen Reglements. Dann werden komplett neue WRC27-Autos und Rally2-Fahrzeuge mit dem 7.500 Euro teuren Update-Kit der FIA unter einer neuen Rally1-Kategorie antreten.
Toyota sowie die Tuningfirmen Project Rally One und RMC Motorsport werden im kommenden Jahr mit WRC27-Autos antreten, während M-Sport bestätigt hat, ein Rally2-Kit-Fahrzeug einzusetzen. Hyundai, Lancia und Skoda haben ihre Pläne für 2027 bislang noch nicht bestätigt. Alle drei Hersteller verfügen jedoch über Rally2-Fahrzeuge, die eingesetzt werden könnten.
Die WRC27- und Rally2-Kit-Fahrzeuge werden nach zwei unterschiedlichen technischen Reglements aufgebaut und sollen ein ähnliches Performance-Niveau erreichen. Rally2-Autos mit dem Update-Kit werden zehn Kilogramm leichter sein als die neuen WRC27-Fahrzeuge.
Rally2-Fahrzeuge ohne das FIA-Update-Kit dürfen in der kommenden Saison ebenfalls an der Weltmeisterschaft teilnehmen, allerdings in einer eigenen Rally2/WRC2-Klasse. Aufgrund der geringen Performance-Unterschiede zwischen WRC27-, Rally2-Kit- und herkömmlichen Rally2-Fahrzeugen hatte es jedoch Befürchtungen gegeben, dass ein Rally2-Auto die neuen Fahrzeuge der Topklasse regelmäßig schlagen könnte.
Um dies zu verhindern, hat die FIA eine Änderung des Reglements vorgeschlagen, mit der die beiden Klassen voneinander abgegrenzt werden sollen. FIA-Technikdirektor Xavier Mestelan Pinon bestätigte bei einer Medienrunde, an der auch die englischsprachige Ausgabe von Motorsport.com teilnahm, dass Rally1- und Rally2-Kit-Fahrzeuge künftig einen größeren Turbobegrenzer erhalten sollen.
WRC27- und Rally2-Kit-Fahrzeuge dürfen demnach mit einem 33-Millimeter-Luftmengenbegrenzer für den Turbolader antreten, während Rally2-Autos ohne das Update-Kit einen 32-Millimeter-Turbobegrenzer verwenden müssen. Es wird erwartet, dass diese Änderung einen Leistungsunterschied von bis zu 15 PS zwischen den beiden Klassen erzeugen könnte. Rally2-Fahrzeuge sollen dabei rund 290 PS leisten.
Der Änderungsvorschlag soll bei der nächsten Sitzung des FIA-Weltrats am 15. Oktober zur Abstimmung gestellt werden.



















