Jännerrallye: Bericht Neubauer | 04.01.2026
Neubauer driftet knapp am Stockerl vorbei
Hermann Neubauer & Ursula Gaßner fehlen am Ende 13,8 Sekunden auf Platz drei. Packender Kampf mit den internationalen Stars Mads Östberg & Romet Jürgenson. Trotzdem viel Drift-Spaß im Toyota GR Yaris Rally2 auf den verschneiten Strecken
Kaum eine nationale Meisterschaft startet ihre Saison so früh, wie die österreichische Rallye Staatsmeisterschaft, kurz ORM: bei der traditionellen Jännerrallye, ausgetragen rund um die oberösterreichische Bezirkshauptstadt Freistadt, verwandelt sich das Mühlviertel Jahr für Jahr in eine einzige große Rallye-Bühne – und wenn der Wettergott mitspielt, dann schneit es auch noch pünktlich zur Rallye, so auch in diesem Jahr. Mit dementsprechend großer Vorfreude ging das Toyota- Duo Hermann Neubauer/Ursula Gaßner mit dem GR Yaris Rally2 aus dem Hause ZM-Racing an den Start, schlussendlich ergab sich dank Schnee & Eis die Gelegenheit, im perfekten Drift-Winkel durchs Mühlviertel zu „reisen“.
Und tatsächlich war die Fahrfreude im Cockpit vom ersten Meter an sehr groß, auch wenn der Chauffeur mit seiner Leistung – gerade zu Beginn der Rallye – nicht ganz zufrieden war: „Ich habe verhalten und zu langsam begonnen, aber gut, das alleine wäre noch nicht allzu tragisch gewesen“, rapportiert Hermann Neubauer nach zwei herausfordernden, anstrengenden Tagen, aber: „Speziell am Samstagnachmittag bis zum Abend bin ich leider schlecht gefahren. Ich weiß nicht genau warum, aber just wenn die Bedingungen etwas besser werden, komme ich einfach schlechter zu recht. Also genau dann, wenn die Spikes länger werden, das Eis etwas aufgeht und der Asphalt etwas mehr rauskommt, wenn das Auto mehr rutscht. Da verliere ich ein klein wenig das Vertrauen, und dann geht viel Zeit verloren.“
Vor den Abend- und Nachtsonderprüfungen gab’s daher einen kompletten „Reset“, wie Hermann Neubauer schildert: „Ich hab‘ mich im Service vor den abendlichen Sonderprüfungen an der Nase genommen und den imaginären Reset-Knopf gedrückt – und von da an war meine Fahrerei Gott sei Dank auch wieder besser. Der Sonntag war dann eigentlich auch fast durchgehend in Ordnung. Dass ich den Mads (Östberg, Anm.) und damit den letzten Stockerlplatz nicht mehr holen konnte ist zwar schade, aber ganz klar ein Resultat meiner schwachen Phase am Samstag, da hab‘ ich einfach zu viel Zeit verloren. Platz drei wäre allerdings so oder so das Maximum gewesen, die ersten Beiden waren in einer eigenen Liga unterwegs. Alles in allem hat’s aber wirklich riesengroßen Spaß gemacht, vielen Dank ans Team, das Auto war tipptopp, ein großes Dankeschön auch an Ursula, super Job wie immer – und danke an den Wettergott, das war echt eine supercoole Jännerrallye!“
















