RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Kahle trotz Defekt in Front

Auch technische Probleme konnten den amtierenden Meister Matthias Kahle mit Co-Pilot Peter Göbel am erstem Tag der Saarland-Rallye nicht stoppen.

Das Skoda-Werksteam liegt bei der Saarland-Rallye, der vierte Saisonlauf der Deutschen Rallye-Meisterschaft, nach der ersten Tagesetappe vor den Vorjahressiegern Sandro Wallenwein/Pauli Zeitlhofer (Mitsubishi Lancer EVO) in Führung. Bis zum Tagesziel im saarländischen Merzig konnte Kahle auf den sieben WPs der ersten Etappe (112,42 km) trotz Brems- und Getriebeproblemen sowie eines geplatzten Hydraulik-Schlauchs einen Vorsprung von 28,8 Sekunden herausfahren.

An dritter Stelle des Klassements liegen vor der zweiten Etappe (zehn WPs mit 104,95 Wertungs-km) Maik Stölzel/Thomas Windisch im privat eingesetzten Skoda Octavia WRC. DRM-Spitzenreiter Hermann Gaßner und Co-Pilot Siggi Schrankl rangieren als bestes Gruppe-N-Team auf Position vier (1:28,5 Min. zurück), Rainer Jostes/Jan Enderle (Citroën Saxo Super 1600) führen als Sechste im Gesamtklassement die Super-1600-Wertung an.

Die schnellen Asphalt-Prüfungen der Saarland-Rallye scheinen dem Skoda Octavia WRC nicht so recht zu liegen: Schon im vergangenen Jahr mussten Matthias Kahle/Peter Göbel hier mit technischen Problemen zurückstecken, und auch in diesem Jahr hatte das amtierende Meister-Team ab der ersten Prüfung mit der Octavia-Technik zu kämpfen. Einem nachhaltigen Ziehen nach Links beim Bremsen folgte ein abgesprungener Ölschlauch im Getriebebereich und schließlich der komplette Ausfall der Vorderachs-Bremsen.

"Nach einer Reparatur im Service überbremste der Octavia mitten in der WP plötzlich auf der Hinterachse", schildert der Görlitzer Kahle den Aha-Effekt. "Den Zuschauern dort haben wir bestimmt eine tolle Show geboten, als wir quer über die Wiese wieder zurück auf die Strecke gefahren sind." Trotzdem konnten die amtierenden Meister ihren Vorsprung bis ins Ziel retten und schafften so die beste Voraussetzung, um auf der abschließenden Samstagsetappe weitere wichtige Punkte auf dem Weg zur Tabellenspitze zu sammeln.

22 Punkte Rückstand hat das Skoda-Werksteam auf die weiterhin in der DRM Führenden Hermann Gaßner/Siggi Schrankl im Gruppe-N-Carisma, die nach der ersten Etappe an vierter Gesamtposition geführt werden. Vorjahressieger Sandro Wallenwein konnte sich am ersten Tag der Saarland-Rallye gut behaupten und mit Co-Pilot Pauli Zeitlhofer den Anschluss an Kahle/Göbel halten. Ein größerer Fehler des Spitzen-Duos könnte dem Team auf dem Gruppe-A-Lancer reichen, um die Führung zu übernehmen.

"Ich habe heute von der ersten WP an alles gegeben", erklärte Wallenwein im Tagesziel. "Wir haben keine Fehler gemacht." Doch auch nach hinten muss sich Wallenwein orientieren. Nachdem mit Anton Werner/Peter Kroll (Mitsubishi Lancer EVO VI) die zunächst schärfsten Verfolger mit technischem Defekt ausschieden, liegen vor den 104,95 WP-Kilometern des zweiten Tages Maik Stölzel/Thomas Windisch (Skoda Octavia WRC) mit einem Abstand von 36,5 Sekunden hinter Wallenwein.

Super-1600: Spannender Fight

Zu einer Rallye-Show der Sonderklasse wurde auch im Saarland wieder der Kampf der Piloten in der Super-1600-Meisterschaft. Mehrfach wechselte im Tagesverlauf die Führung zwischen Rainer Jostes/Jan Enderle (Citroën Saxo Super 1600) und Carsten Mohe/Lutz H. Uhlig (Renault Clio Super 1600). Erst auf der letzten WP der ersten Tagesetappe konnte sich Jostes schließlich durchsetzen und geht nun mit einem Vorsprung von 4,7 Sekunden in die zweite Etappe. Sogar eine Zeitstrafe von zehn Sekunden wegen eines Frühstarts konnte der Citroën-Youngster mit einer Fabelleistung aufholen.

Pech dagegen für Horst Rotter/Dieter Hawranke (Opel Corsa Super 1600): Die vor der Saarland-Rallye Zweitplatzierten in der Super-1600-Meisterschaft rutschten bereits auf WP 1 mit einem platten Reifen ins Aus und handelten sich mehr als zehn Minuten Rückstand ein, die auf der ersten Etappe nicht aufzuholen waren.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-DM: Saarland-Rallye

Weitere Artikel:

ORM, ET König Rallye: Nach Tag 1 (SP5)

Hermann Neubauer ließ heute nichts anbrennen

Der Salzburger Ex-Staatsmeister liegt nach dem ersten Tag der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg in Führung / Morgen warten jedoch noch zehn harte Prüfungen auf ihn und seine Verfolger

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.

Nachgefragt bei AMF & Manfred Stohl

Streitfrage: Rallye schon ab 13?

Der 19-jährige Este Jaspar Vaher zeigte in der ERC gehörig auf - er fuhr schon ab 13 als Vorausauto, ab 14 im Bewerb. Soll man auch bei uns das Mindestalter für Rallye-Teilnahmen herabsetzen?

ARC, ET König Rallye: Bericht Zellhofer

Christoph Zellhofer bremste seine Gegner aus

Der Niederösterreicher hielt mit einem Triumph bei der ET KÖNIG Rallye im Murtal seine Titelchance in der ORM 2 am Leben / Auf dem Stadtkurs durch Judenburg stellte er im Suzuki Swift ZMX die Weiche auf Sieg

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

ET König Judenburg Rallye: Bericht AARC

Steinbock/Bachmayer übernehmen AART-Führung

Steinbock/Bachmayer übernehmen die Führung in der AART Zwischenwertung und Max & Ben Maier sind nach der „ET-König Rallye powered by Peter Hopf“ die neuen Leader in der AARC!